Serbia – where spring was waiting

(English below)

Welcome to Srbija (Cyrillic training begins)

Welcome to Srbija (Cyrillic training begins)

Novi Sad, Serbia

Novi Sad, Serbia

The bike kitchen

The bike kitchen

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6. April 2013: Zwar sind wir in Ungarn und Kroatien bereits unzähligen feundlichen und interessierten Menschen begegnet. Serbien übertrifft bisher jedoch alles. Gerade erst hatten wir die serbische Passkontrolle hinter uns gelassen und schon steckten wir mitten in einem Hupkonzert. Sämtliche an uns vorbei rasenden Auto- und Mitfahrenden winkten,  jubelten und hupten uns freudig zu und sobald wir auch nur den Anschein machten, unsere Fahrräder anzuhalten, waren wir bereits von hilfsbereiten Leuten umgeben, die uns den Weg beschreiben, nach unserer Herkunft fragen, uns Rakija (Schnaps) anbieten oder uns einfach freundlich mustern wollten.

Unsere ersten 40 serbischen Kilometer führten uns nach Novi Sad, wo wir drei Nächte bei Anna (warmshowers) und ihrer nicht ganz alltäglichen WG / Community verbrachten. Diese Gruppe à 6 Erwachsene, 5 Kinder und 1 Hund wohnt, musiziert, kocht und philosophiert nicht nur auf engstem Raum, sondern führt auch die bike kitchen, eine Velowerkstatt mit Bar und einem breitgefächterten kulturellen Angebot. Ich bewundere Anna und Co. um ihre Bereitschaft, sich in dieser grossen Gruppe als Wohn-, Arbeits-, und Lebensgemeinschaft zu organisieren und wünsche ihnen alles Gute mit ihrer bike kitchen (www.cultureexchangeserbia.org)!

Die zwei Tage in Novi Sad (7. und 8. April) verbrachten wir mit Sightseeing (einerseits die eher junge Stadt Novi Sad und anderseits die ältere Petrovaradin-Festung), Veloflicken, Lesen, Spielen und gemütlichem Zusammensein in der bike kitchen. Die Stadt Novi Sad hat geschichtlich vieles hinter sich (z.B. das schreckliche Massaker im zweiten Weltkrieg oder die NATO-Angriffe im Jahr 1999, welche die Zerstörung  sämtlicher Brücken und damit einen Verkehrskollaps und massive Probleme bei der Trinkwasserversorgung zur Folge hatten).

Am 9. April führten uns die Strassen bei viel Sonnenschein durch eine fruchtbare Landschaft (Rebberge, Obstanbau) nach Belgrad und wir konnten uns nicht sattsehen an den blühenden Bäumen und Büschen in ihrer ganzen Farbenpracht. Endlich ist es Frühling geworden! Nicht nur wir, sondern auch die Serben freuten sich an der Sonne und ganz Belgrad schien an diesem Dienstagnachmittag draussen zu sein, als wir uns der Donaupromenade entlang der Stadt näherten und uns durch die vielen Spaziergänger hindurchklingelten. In Belgrad wurden wir von Boris und Milica (warmshowers), die uns zum Nachtessen gleich eine reichhaltige Bohnensuppe auftischten, herzlichst empfangen.

Relaxing in the bike kitchen in Novi Sad

Relaxing in the bike kitchen in Novi Sad

Den nächsten Tag (10. April) verbrachten wir in Belgrad und schauen uns nach einer herrlichen Omelette à la Boris die Stadt an, die auf uns nicht besonders schön, aber äusserst sympathisch und lebendig wirkte. In Belgrad gibt es alles und nichts passt so richtig zusammen und genau das verleiht der Stadt ihren Charme: Moderne Hochhäuser, Partyboote, schmale Gassen, verfallene Häuser und Innenhöfe, eine türkische Festung, eine der grössten orthodoxen Kirchen Europas etc. Warmshowers ermöglicht es uns, Leute vor Ort und damit auch das jeweilige Land besser kennenzulernen. Als Touristen, die stets auf der Durchreise sind und überall freundlich empfangen werden, tendieren wir oft dazu, ein Land zu romantisieren ohne aber eine grosse Ahnung davon zu haben, wie sich der Alltag hinter den Kulissen tatsächlich abspielt. So waren besonders die Gespräche mit Boris sehr interessant, die uns ein pessimistisches Bild des in vielerlei Hinsicht korrupten Serbiens und seiner näheren Zukunft vermittelten.

Fish for dinner

Fish for dinner

Am 11. April, nach einem reichhaltigen Frühstück mit Boris und beladen mit serbischen Müesliriegeln (Danke Milica!), verliessen wir Belgrad, eine Stadt, in welcher wir uns vor allem dank der Herzlichkeit unserer Gastgeber so wohl gefühlt hatten. Kurz nach Belgrad trafen wir auf Anja und Peter aus Deutschland, die ebenfalls mit ihrem Fahrrad nach Singapur unterwegs sind. Nach einer längeren Unterhaltung verabschiedeten wir uns im Wissen, dass es sicherlich nicht das letzte Mal sein würde und der Zufall wollte es denn auch, dass wir uns schon zum Mittagessen (Piknik auf einer Wiese) wieder trafen. Danke euch beiden für die Schokolade, gute Fahrt und auf ein Andermal!

Petrovaradin Fortress, Novi Sad

Petrovaradin Fortress, Novi Sad

Serbian countryside south of Novi Sad

Serbian countryside south of Novi Sad

"wind at your back" - yes please

“wind at your back” – yes please

Warmshower hosts, Boris and Milica

Warmshower hosts, Boris and Milica

Boris making Omelettes

Boris making Omelettes

Belgrade, Serbia

Belgrade, Serbia

Church of Saint Sava, Belgrade

Church of Saint Sava, Belgrade

Damage from the NATO bombardment in 1999

Damage from the NATO bombardment in 1999

Skardalija (Bohemian neighbourhood in Belgrade)

Skardalija (Bohemian neighbourhood in Belgrade)

Crossing the Danube

Crossing the Danube

Serbian countryside east of Belgrade

Serbian countryside east of Belgrade

Beehives - Serbian style

Beehives – Serbian style

An diesem Tag fuhren wir noch bis zum Deliplatska Peščara Nationalpark, kurz vor der serbisch-rumänischen Grenze, fanden eine versteckte Lichtung im Wald und packten zum ersten Mal Zelt und Kocher aus. Nach einem einfachen Znacht dunkelte es schon bald, so dass wir uns gleich darauf in unsere Schlafsäcke einwickelten, erst noch bei jeden Geräusch aufhorchten, bald aber tief ein- und durchschliefen.

Nach einer Tasse selbstgekochten Kaffees packten wir nächstentags (12. April) das Zelt auch schon wieder auf unsere Fahrräder und kämpften auf unebenen Feldwegen erst mal gegen einen starken Gegenwind. In Stara Palanka überquerten wir auf einer Fähre nach Ram die Donau und radelten dann weiter –immer gegen den Wind. Wir fuhren durch viele kleine Dörfer an der Donau, wobei wir von den Dorfbewohnern mal auf Deutsch, mal auf Französisch und mal auf Serbisch angesprochen wurden. Viele der Menschen hier haben paar Jahre in Westeuropa verbracht, so dass wir uns meist irgendwie verständigen oder gar ein kleines Gespräch führen können. Auch die paar Brocken Russisch, die wir in der Migros-Klubschule gelernt haben, erweisen sich hier als äusserst nützlich. Danke Naira!

Die Route, welcher wir am 13. April folgten, gilt mit ihren Klippen und dem schmälsten Donaudurchbruch als eine der schönsten Donaustrecken und tatsächlich hielt dann auch jede Kurve und Steigung, wovon es einige zu bezwingen gab, eine fantastiscche Aussicht bereit.

Heute, 14. April, werden wir im Laufe des Tages irgendwann die Grenze nach Bulgarien überqueren und lassen mit Serbien bereits das 7. Land hinter uns. Die Freundlichkeit der Serben und Serbinnen sowie das lang ersehnte Frühlingserwachen hinterlassen warme Erinnerungen an ein Land, dessen Entwicklung noch so unklar ist und ich sicherlich gespannt weiterverfolgen werde.

Srbija, where spring was waiting for us

Through Hungary and then Croatia, we’ve been treated so warmly by innumerable friendly and interesting people, however, Serbia really took things to another level.  We’d hardly left the border crossing from Croatia (Saturday 6th April), before we found ourselves in the middle of a car-horn symphony.  An endless supply of cars whizzing past at breakneck speed (it would seem that most Serbs dream of an F1 career) tooted, waved and cheered us on, and as soon as we appearing to be slowing down, either to consult the road map or have a quick sip of water or a muesli bar, we were helped with directions, asked our nationality/where we come from/are going to, or offered a glass of Rakija (schnapps).

The first 40km in Serbia led us further along the Danube to Novi Sad, where we spent 3 nights hidden away in a quieter corner of an apartment with Anna (courtesy of warmshowers.org) and her co-hosts/community.  This group consisted of 6 adults, 5 kids and a dog that not only lived, sang, made music, cooked and co-existed together in harmony, but also set up and ran a bike kitchen (www.cultureexchangeserbia.org – a bar/café with a bike workshop on the side that offered a mix of everything for everyone) in the middle of town.  We really admire and respect Anna and Co. for the life, living and working environment that they’ve formed together and we wish them all the best and lots of success for their future and that of the bike kitchen.

The two days of rest (7th/8th April) that we rewarded ourselves with in Novi Sad were spent in the bike kitchen (either drinking coffee, drinking beer, reading or playing backgammon) and exploring Novi Sad and the Petrovaradin Fortress keeping watch high above the Danube.  The town was decimated by NATO bombardment during Kosovo War in 1999 and all it’s bridges over the Danube were destroyed.   The city has been widely repaired and has a vibrant center full of people people-watching and enjoying the slowly emerging spring.

Tuesday (9th April) meant getting back onto the bikes and setting course towards Belgrade.  Blooming cherry trees, field upon field filled with motivated pruners and planters, double-digit temperatures, and almost sunny skies accompanied and greeted us along the way.  In Zemun (an outerlying suburb of Belgrade) we rode along the Danube Promenade, which was filled with people out enjoying the end of winter (apparently all public spaces in Belgrade are so packed when the weather is nice, that it’s hard to tell when the weekend actually is).

2000km down...

2000km down…

Upon arrival in Belgrade we headed straight to our warmshower hosts, Boris and Milica.  Amazing hospitality greeted us yet again, and after a refreshing shower we tucked into a delicious bean soup prepared by Milica, enjoyed a few Serbian beers, listened to the rumble of the washing machine filled with our clothes and swapped travelling stories well into the night.

Warmshowers has really given us the opportunity to meet interesting new people and to find out from them meaningful things about the places we’re visiting.  As tourists just travelling through, who have been so warmly greeted and received, it is easy to romanticise a country or it’s people, without having any real idea how the place actually functions behind the scenes.  The extensive conversations we had with Boris really painted a vivid picture of the Serbia of today, from the inherent hard working and indomitable mindset of its people through to its stagnation as a result of corruption and questionable political maneuverings.

Making dinner in Deliplatska Peščara National Park

Making dinner in Deliplatska Peščara National Park

The ferry from Stara Palanka to Ram

The ferry from Stara Palanka to Ram

Our trusty ferry

Our trusty ferry

12.04.13 Ram, Serbia

12.04.13 Ram, Serbia

Serbian lunch - always exciting!

Serbian lunch – always exciting!

Tight fit through the castle doorway

Tight fit through the castle doorway

Golubac Fortress

Golubac Fortress

Đerdap National Park, Serbia

Đerdap National Park, Serbia

Lost in the gorge

Lost in the gorge

The Iron's Gate gorge

The Iron’s Gate gorge

Statue of Decebalus in Romania

Statue of Decebalus in Romania

The Iron's Gate gorge

The Iron’s Gate gorge

Following a hearty breakfast of Omelette à la Boris, we spent the next day (10th April) enjoying a glimpse of warmth and the sights of Belgrade.  Though nobody would call the city beautiful, it’s definitely loaded with character and energy, and it’s almost surreal to consider that the city was so heavily bombed just 12 years ago.

Loaded with muesli bars (thanks again Milica, you’d both better come visit some time in Switzerland to tune up your skiing) it was time to leave Belgrade and head further east along the Danube (11th April).  We’d hardly made it over the bridge out of town when we caught up to a German couple (Peter and Anja) that we found out are also heading to Singapore.  We swapped details and stories for a while then set off knowing that our paths would surely cross again during the next year.  It would seem we didn’t have to spend too much time wondering when, since we stumbled across them both enjoying a picnic lunch in a field in the sun next to the road.  After enjoying lunch together, we again parted company, and called “until next time”.

We followed the roads further along the Danube, and for the first time had Romania staring back at us across the river.  In the Deliplatska Peščara National Park we snuck off the main road and found a clearing to spend the night.  Having not wild camped at all so far since we left Switzerland, we finally got to enjoy cooking outside under the darkening skies and listening to orchestra of birds calling to each other.  A heightened awareness to foreign or potentially uninvited sounds from the surrounding forest soon subsided, and we both fell happily into a deep wholesome slumber.

Daylight roused us early (12th April) and we set to work making coffee before packing everything back into our four bags and hitting the road.  We battled the first hour of the morning against a strong head wind along a part grass, part sand, part tractor tracks path into Stara Palanka, rolled onto a floating pontoon attached to a small boat (apparently called a ferry in these parts) and chugged across the Danube to Ram.

Riding along quiet country roads, we were sometimes greeted by the locals in German, other times English, a few times French, and of course Serbian.  The recent history of Serbia has meant that many Serbs have at one time or another spent time somewhere in Western Europe, so we could usually make ourselves understood in some form or another.  The few broken words of Russian acquired during our Russian lessons (thanks Naira) have and will certainly continue to come in handy throughout our journey.

Rain greeted us early on Saturday (13th April) morning, but as the day progressed we were rewarded with glorious sunshine to match the spectacular scenery (high cragged cliffs plunging into the Danube along the Iron Gates gorge and row upon row of densely forested mountain peaks) passing us by.  For once the route along the river encompassed a lot more climbs and descents, which allowed us to enjoy the view even more from our raised vantage points.

Serbia will come to an end for us on Sunday (14th April) as we cross the border into Bulgaria and continue east.  Serbia has been immensely enjoyable and its people so hospitable.  Most importantly for our own well-being, we finally found spring in Serbia!!

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2 thoughts on “Serbia – where spring was waiting

  1. hello Annina jnd Paul. Wif kommen morgen von Negotin nach Vidin.
    vielleicht sehen wir uns ja nochmal.
    liebe grüsse
    anja u peter

    • Liebe Anja und Peter. Wir sind bereits in Belogradchik, werden euren Blog und eure Route aber sicherlich weiterverfolgen. Gute Fahrt und liebe Grüsse, Annina und Paul

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