The long road to Mount Nemrut

(English below)

Photo gallery

Überwältigt, zutiefst berührt, beschwingt, manchmal aber auch etwas ratlos und überfordert sind wir ab der Gastfreundschaft der kurdischen Bevölkerung im ländlichen Ostanatolien. Uns wurden in den vergangenen Tagen nicht mehr bloss Çay, ein Schokoladenriegel oder eine Kiste voller Erdbeeren in die Hände gedrückt. Vielmehr werden wir fast täglich in irgendein Haus gezerrt, um ganze Mahlzeiten aufgetischt zu erhalten, wobei sich die Grossfamilie oder auch das halbe Dorf um uns herumsetzt, uns zuschaut und uns womöglich gleich noch mit Honig, Kleidern oder dem wenigen eigenen kitschigen Schmuck beschenkt. Freundlich, aber bestimmt, versuchen wir meist erst mal, die Einladung und Geschenke abzulehnen, doch ist uns das bisher kaum gelungen. Im Gegenzug haben wir mit unserem limitierten Gepäck kaum was anzubieten, haben aber gelernt, ebenso hartnäckig zu sein und den Menschen zumindest unsere Bananen, Äpfel oder getrockneten Aprikosen in die Hände zu drücken. Nicht selten fühlt es sich unwirklich an, wenn wir derart herzlich empfangen werden, uns ohne zu Zögern das grösste Vertrauen entgegen gebracht wird, alle uns berühren und möglichst nah bei uns sitzen wollen, obwohl unsere letzte Dusche meist paar Tage her ist, wir vom Fahren völlig verschwitzt und unsere Kleider schmutzig sind. Die Begegnungen sind so intensiv und emotionsgeladen, dass ich mir jeweils wünschte, kurz die Zeit anzuhalten um mir die Menschen und alles um mich herum genaustens einzuprägen, da schon die nächste herzliche Begegnung irgendwo auf uns wartet und die vorherige bereits etwas verblassen lässt.

A cave church in the Göreme Open Air Museum

A cave church in the Göreme Open Air Museum

Fairy chimneys in Cappadocia

Fairy chimneys in Cappadocia

8 content cyclist enjoying a beer at sunset

8 content cyclist enjoying a beer at sunset

Nicht nur die Begegnungen der letzten Tage waren intensiv. Nach unserer Pause in Göreme in Kappadokien haben wir viele Kilometer zurückgelegt, zahlreiche Hügel und Pässe überwunden und sitzen nun erschöpft in einer kleinen Pension in den Bergen, um das Erlebte etwas zu verarbeiten:

Seit Göreme scheint bereits eine Ewigkeit vergangen zu sein. Wir genossen unsere Tage (31. Mai bis 4. Juni) dort sehr, unternahmen kleinere Wanderungen durch die eindrücklichen Felslandschaften, trafen uns abends jeweils mit andern Tourenfahrenden (siehe Links) und verbrachten vor allem viel Zeit auf der gemütlichen Terrasse unserer Pension mit Ausblick über das ganze Städtchen.

Am 4. Juni erlebten wir noch einen eindrücklichen Sonnenaufgang über Göreme und schauten uns die farbigen und mit Touristen beladenen Heissluftballone an, die morgens jeweils über die Felsen hinweg steigen. Wir setzten uns anschliessend auf unsere Fahrräder und starteten die nächste Etappe zwar mit ausgeruhten Beinen, aber  zunehmenden Bauchkrämpfen (Annina), die mir viel Energie raubten und mich nur langsam und mühsam vorwärts kommen liessen. Stur, wie ich in solchen Situationen sein kann, radelte ich weiter und weiter und weil wir lange keinen geeigneten Zeltplatz fanden, hatten wir gegen Abend trotz allem 116 Kilometer zurück gelegt. Gerade bevor es zu gewittern anfing, erreichten wir eine Tankstelle, wo wir übernachten konnten und ich mich schon bald ins Zelt verzog. Die Krämpfe, die ich tagsüber verdrängt hatte, liessen sich nun umso mehr spüren und mich hie und da zur Toilette rennen. Wie sehr wünschte ich mir in dieser Nacht meine eigene Wohnung herbei!

Fairy chimneys

Fairy chimneys

A building in one of the valleys near Göreme

A building in one of the valleys near Göreme

Hot air balloons over Göreme at sunrise

Hot air balloons over Göreme at sunrise

Glücklicherweise waren die Krämpfe am nächsten Tag (5. Juni) beinahe verschwunden und wir konnten unsere Reise durch die idyllischen Täler und über paar Pässe fortsetzen. Am späteren Nachmittag fanden wir einen perfekten Zeltplatz hinter einer Hecke, ruhten uns in der Sonne aus, kochten Spaghetti und Gemüse und mummten uns wie gewohnt früh in unsere Schlafsäcke ein. Mit Ausnahme eines starken Gewitters, das uns mitten in der Nacht mal aufschrecken liess, verbrachten wir eine ruhige Nacht, so dass ich mich nächstentags (6. Juni) auch von meinen Bauchschmerzen wieder komplett erholt fühlte und mit viel Energie erst mal einen steilen Berg hochradelte. Wir bewegten uns auf einer Hochebene auf einer teils schlecht geteerten Nebenstrasse, die uns hoch-, runter- und wieder hochsteigen liess und die Fahrt etwas verlangsamte. Allerdings entschädigte die idyllische und ausser paar Schafhirten menschenleere Landschaft für sämtliche Beschwerlichkeiten. Nur einmal wurden wir von einem kleineren Lastwagen überholt, der kaum anhielt, mir aus dem Fenster jedoch zwei Brötchen hinstreckte und sich auch schon wieder von uns entfernte. Eine Stunde später erreichten wir eine kleine Baustelle, wurden dahin gewunken, tranken mit den Strassenarbeitern paar Çays, erhielten frische Kirschen, Nüsse und mit Käse gefülltes Fladenbrot und waren froh, dass im Gegenzug unsere getrockneten Aprikosen angenommen wurden. Nach diesem unerwarteten Piknik verliessen wir die Hochebene durch ein grünes und fruchtbares Tal hindurch, schalteten in Tanir in einem Forellenrestaurant eine weitere Pause ein und gelangten anschliessend auf stärker befahrene Strassen, wo wir uns alle zehn Minuten von Neuem unter Tankstellendächern vor Gewittern schützten. Seit wir uns durchs Hochland Anatoliens bewegen, werden wir täglich von meist kurzen, aber sehr heftigen Gewittern heimgesucht und sind einmal mehr froh, an jeder zweiten Ecke eine Tankstelle vorzufinden. Kurz nach Elbistan, als der Himmel all zu bedrohlich zu wirken begann, hielten wir an einer Tankstelle, wollten unser Zelt aufstellen und wurden vom Tankstellenpersonal stattdessen in eine leer stehende Wohnung geführt, wo wir eine warme Dusche, ein bequemes Bett etc. vorfanden und uns vor dem Einschlafen etwa eine Stunde lang englische Nachrichten anschauten. Welch unerwarteter Luxus!

The view above Göreme

The view above Göreme

Nach einer angenehmen Nacht offerierte uns das Tankstellenpersonal am nächsten Morgen (7. Juni) Brot, Honig und Saft und wir fuhren gestärkt aus Elbistan hinaus und zurück ins idyllische und hügelige, teils gar bergige Hochland. Nach 35 Kilometern erreichten wir das kleine Dörfchen Sevdili, wo wir uns im Dorfladen nur kurz ein Brot kaufen wollten. Ein älterer Ladenbesitzer stellte uns jedoch gleich zwei Stühle hin und seine Frau brachte uns zwei Gläser  frischen Ayrans und zwei Tassen türkischen Kaffees. Das halbe kurdische Dorf versammelte sich vor dem Laden und wir versuchten, uns so gut wie irgendwie möglich und mit Hilfe unseres türkisch-englisch Wörterbuchs mit den Leuten zu verständigen.  Plötzlich wurde uns auch das Brot, das wir eigentlich kaufen wollten, Eier, Käse, Salat, Bohnen, Hackfleisch und frisches Yoghurt hingestellt und keine Widerrede zugelassen: Wir sollten all das aufessen. Eine ältere Frau drückte mir zudem eine neue und mit Glitzer bestickte Hose und Paul ein T-Shirt in die Hand, ohne dass es uns auf irgendeine Art und Weise möglich gewesen wäre, diese Geschenke abzulehnen. Nach drei Stunden verliessen wir die herzlichen DorfbewohnerInnen von Sevdili, begleitet von einem Wechselbad der Gefühle zwischen Dankbarkeit, Rührung und schlechtem Gewissen, diesen im Vergleich zu uns armen Leuten selbst kaum was anbieten zu können.

5000km with the help of Ayran

5000km with the help of Ayran

Landscapes east of Cappadocia

Landscapes east of Cappadocia

Wir fuhren also gestärkt weiter, ignorierten einige Zurufe, doch kurz auf ein Çay – und dabei wäre es ja sicherlich nicht geblieben! – vorbeizukommen und legten einige kleinere Pässe und Höhenmeter zurück. Auf einem der Pässe streckte uns eine Familie ihr ganzes Piknik hin und wollte nicht weiterfahren, bis wir zumindest die Hälfte angenommen hatten. Gegen Abend erreichten wir nach einem langen Aufstieg durch eine canyonartige Landschaft den Geçidipass auf 1860 Höhenmetern und waren dankbar, fortan nur noch runterrollen zu können. Wir übernachteten einmal mehr an einer Tankstelle, wobei uns diesmal der Frauen-Gebets-Raum zur Verfügung gestellt wurde und wir unser Zelt wieder nicht aufstellen mussten.

One of the many passes

One of the many passes

Up up up...

Up up up…

Am 8. Juni wiederholten sich schöne Begegnungen: Etwa dann, als wir Yoghurt für unser Müesli kaufen wollten und uns Hasan frische Kirschen und Erdbeeren, verschiedenste Nüsse und getrocknete Aprikosen aus seinem eigenen Betrieb, den wir uns bewundernd anschauten, schenkte. Die Fahrt selbst zog sich an diesem Tag etwas dahin und gegen Mittag bildeten sich dunkle Gewitterwolken, so dass wir in Sürgü eine Kebabpause einlegten, die sich wegen des starken Regens über den ganzen Nachmittag hinzog. Somit verbrachten wir die Zeit damit, das geschäftige Leben in Sürgü von unserem Restaurant aus zu beobachten und mussten feststellen, dass wir während der ganzen drei Stunden keine einzige Frau auf der Strasse sahen.  Nicht nur in Sürgü, auch sonst bin ich in ländlischen Gebieten oft die einzige Frau weit und breit und die Männer richten sich oft nur an Paul. Als Durchreisende muss ich es bei dieser Feststellung bleiben lassen, aber wütend und – schlimmer noch – hilflos macht es mich schon. Als wir Sürgü gegen Abend endlich verliessen, hatten wir gegen einen starken Gegenwind zu kämpfen, kamen auf schlechten Strassen nur mühselig voran und spürten langsam auch die in den vergangenen Tagen zurückgelegten Kilometer in den Beinen. Trotz schönster vorbeiziehender Landschaften war ich froh, als wir kurz bevor es dunkelte ein gemütliches Plätzchen für unser Zelt fanden. Gerade als wir zu kochen anfingen, kam ein junger kurdischer Bauer, Huseyin, auf uns zu. Er bestand darauf, uns zu sich nach Hause einzuladen und nach langem Hin und Her packten wir unsere Sachen wieder zusammen und wurden herzlichst von Grossvater und –mutter, Eltern, Kindern, Schwestern, Brüdern etc. empfangen. Alle setzten wir uns in einen Kreis auf ihre Terrasse und sogleich bedienten uns die Mädchen mit einem Gemüseeintopf , Tomaten, frischem Ayran und selbst gebackenem Fladenbrot. Die ganze Familie schaute uns interessiert beim Essen zu und mit unserem klein Wenig Türkisch konnten wir herausfinden, dass die Familie die Sommermonate auf dem Bauernbetrieb und die Wintermonate in der Stadt Malatya verbringt, dass sich die Mädchen (20 und 23 Jahre alt) und die Mutter um den Haushalt kümmern und sich die Familie fast komplett selbst versorgt. Wir konnten denn auch zuschauen, wie Mutter und Tochter Fladenbrot räucherten oder wie die Grossmutter Tabakpflanzen plückte, während die Männer meist ihre Zigaretten rauchten. Unser kleines Album mit Fotos von Familie und FreundInnen erwies sich einmal mehr als äusserst nützlich: Trotz der Sprachbarriere konnten wir der Familie anhand der Fotos auch etwas über unser Leben in der Schweiz erzählen. Von der Gastfreundschaft überwältigt und den vielen Eindrücken erschöpft legten wir uns um 22 Uhr in die für uns bereiteten Betten in einem nach Kuhstall riechenden Zimmer und schliefen tief und fest die ganze Nacht hindurch.

Better find a petrol station for cover

Better find a petrol station for cover

Als wir am nächsten Tag (9. Juni) aufwachten, hatten die Mädchen bereits ein Frühstück mit Käse, Oliven, Tomaten und noch warmen Fladenbrot vorbereitet und zu unserer Erleichterung ass diesmal die ganze Familie mit. Alle wollten sie uns überreden, noch paar weitere Tage bei ihnen zu bleiben, doch so gerührt wir von der ganzen Herzlichkeit auch waren, zog es uns dennoch weiter Richtung Nemrut Dagi (Berg im Taurusgebirge). Nach einem herzlichen Abschied und mit frischem Honig und kleinen Geschenken beladen, machten wir uns über Kiesstrassen auf den anstrengenden Weg hin zum Nemrut. Es schien an diesem Tag, als spürten wir all das Erlebte, also nicht nur die vielen zurückgelegten Kilometer, sondern  auch die herzlichen, aber teils ebenso ermüdenden Begegnungen in den Beinen uns so erreichten wir Arsemia, 19 Kilometer vor und 1400 Höhenmeter unterhalb des Gipfels von Nemrut völlig erschöpft. Gerade als wir uns mit dem Gedanken abfanden, erst am nächsten Tag weiter zu fahren, wurden wir von einer piknikenden türkischen Touristengruppe aus Istanul herbeigewunken, die uns Çay, Süssigkeiten und Kebab – alles durchmischt – anbot. Es stellte sich heraus, dass diese Gruppe in einem Minibus den Nemrut hochfahren wollte und so quetschten wir uns und unsere Räder in den Bus hinein und erlebten die wohl lauteste und fröhlichste Busfahrt in unserem Leben. Die engen Nadelkurven und steilen Abgründe hielten niemanden davon ab, lauthals türkische Poplieder zu johlen oder – so gut wie auf holprigen Strassen eben möglich – ganze Tänze vorzführen. Die Strasse war teils so steil, dass einige Autos vor uns umkehren mussten und so waren wir entsprechend erleichtert, diese Höhen nicht auf dem Fahrrad zurücklegen zu müssen. Auf dem Gipfel des Nemruts windete es sehr stark und statt einem Sonnenuntergang beobachteten wir zunehmende Gewitterwolken und dennoch – der Gipfel, der vom König Antiochos ca. 50 v.Chr. künstlich erbaut wurde, sowie die Riesenstatuen der Götter wirkten äusserst imposant und dank des nahenden Gewitters wohl noch mystischer.

Offroad to the wild campsite

Offroad to the wild campsite

Relaxing in the shade after another long day

Relaxing in the shade after another long day

Wir verabschiedeten uns von unseren türkischen Freunden, die sich bereits wieder auf die Heimfahrt machten und wärmten uns in einer einfachen Berghütte mit Çay. Für CHF 15.—konnten wir in Kajütenbetten im selben Zimmer wie die Restaurantmitarbeitenden schlafen und waren trotz einer sehr unruhigen Nacht froh, nicht in Wind, Regen und Kälte zelten zu müssen. Bereits um 4.30 standen wir am nächsten Tag (10. Juni) auf, spazierten noch mal auf den Gipfel des Berges und erlebten an diesem mystischen Ort einen eindrücklichen Sonnenaufgang.

Mit dicken Jacken und Handschuhen stiegen wir gegen 7 Uhr auf unsere Räder und begannen die steile Abfahrt. Unsere Körper waren so müde, dass sogar das blosse Runterfahren anstrengend war. Nach 45 Minuten erreichten wir eine kleine Pension in Karadut, wo wir schon früh morgens einchecken konnten und uns erst mal schlafen legten. Die nächsten zwei Tage (10. und 11. Juni) verbringen wir mit Schlafen, Planen, Schreiben und Lesen. Anschliessend werden wir via Diyarbakır und Erzurum quer durch die Türkei ans Schwarze Meer radeln und in ungefähr zwei Wochen die türkisch-georgische Grenze erreichen. Da wir als AusländerIn aufgrund der kommenden Wahlen zurzeit kein Einreisevisum für den Iran erhalten, wird uns die Weiterfahrt anschliessend durch Georgien, Aserbajan und über das kaspische Meer führen. Wir freuen uns auf alles, was kommt!

Colourful fields of Anatolia

Colourful fields of Anatolia

Ein Letztes noch: Auch wir verfolgen in den Nachrichten die Demonstrationen in türkischen Städten. Da wir uns jedoch mehrheitlich in ländlichen Gebieten bewegen, haben wir von den Protesten gegen den Präsidenten bisher kaum was mitbekommen. Ausahmen bildeten paar interessante Gespräche mit jungen Leuten, die einen starken Zusammenhalt beweisen und sich friedlich für etwas mehr Freiheit, v.a. mehr Meinungsfreiheit, einsetzen.

The long road to Mount Nemrut

The hospitality of the Kurdish people in Eastern Anatolia has totally overwhelmed us and wildly surpassed anything that we’ve experienced so far during our time in Turkey.  Over the last few days, the usual offer of çay has been replaced with whole meals (which we alone were expected to eat, whilst half the village or host family eagerly observed), invitations into family homes for the night (which couldn’t be declined no matter how hard we tried) and gifts of fruits and nuts and clothes (which bordered on exceeding the entire volume of our eight bike bags).  In the beginning we attempted to politely decline these offers, but once apparent that this really wasn’t possible, we allowed ourselves to be swept up by this wave of generosity and genuine interest encompassing us.  The fact that these emotion filled encounters occurred almost daily, retrospectively, it becomes almost difficult to separate one from the other – such was their intensity.  As two cyclists carrying extremely limited luggage and with unfortunately very little to offer, we quickly learned to become equally insistent, and give the small things that we could in return, whether that be the apples, bananas or dried apricots that we were carrying at the time.

Our company over the mountains of Anatolia

Our company over the mountains of Anatolia

The long road down

The long road down

It isn’t only the encounters of the last week that were intense, but also the route that we’d elected to take towards Mount Nemrut.  After our break in Cappadocia, we’ve since covered many kilometers, climbed innumerable mountains and passes and sit exhausted in a small guesthouse in the mountains, in order to recover a little and process our experiences from the last few days somewhat.

Göreme and Cappadocia really seem like a lifetime ago.  We thoroughly enjoyed our time there (31st May – 4th June), which we spent hiking through the endless valleys of rock formations, meeting up with other cyclists we’d met along the way and most importantly relaxing on the terrace of our guesthouse overlooking the town of Göreme.  We stood up to witness of the extraordinary sunrise on the morning of departure (4th June), filled with almost one hundred hot air balloons ferrying tourists above the “fairy chimneys” of Cappadocia.  After breakfast with a view, we loaded up the bikes and set off eastwards with refreshed legs and backsides.  Increasing stomach cramps robbed Annina of much energy and progress was somewhat slower than usual as a result.  Stubbornness kept Annina’s legs pumping and pumping and after finding no appropriate campsite, when we finally stopped for the day, we’d covered 116km.  Just as a late afternoon storm set in, we found cover under the roof of a petrol station, where we then decided to stay for the night.  The cramps that Annina had battled all day intensified once her body was at rest, and for the first time thoughts of being in the peace and quiet of her own bed in her own apartment crept into her head.

Hills as far as the eye can see

Hills as far as the eye can see

Patchwork fields

Patchwork fields

As luck would have it, Annina’s symptoms had more or less vanished the next morning (5th June), and so we could both enjoy the riding through idyllic valleys and over more mountain passes.  Late afternoon we found the perfect wild camping spot hidden behind a hedge, relaxed in the cool of the shade, prepared the standard camping dinner of spaghetti and vegies, before contentedly crawling into our sleeping bags just as the last daylight departed for the day.  A wild mountain storm shook us from our slumber, (where we spent an hour wondering whether we’d survive the night), but as soon as the storm had passed far enough so that it didn’t sound like lightning was landing directly outside our tent we managed to fall back into a deep sleep until morning.

With Annina now totally recovered from her stomach problems (6th June) and for the first time in days feeling fully fit, we began the long haul bouncing along a dusty gravel road up towards the next pass 400m above us.  The terrain plateaued after the pass and we continued along wondrously gazing at the beautiful scenery almost devoid of traffic, just the occasional shepherd looking after his flock.  At one point a delivery van braked suddenly beside Annina, a hand filled with two deliciously warm sweet bread rolls was poked out of the window, and then the van vanished almost as soon as it had arrived.  Shortly later we arrived at a road construction site, were naturally invited for çay, and before long had cherries, nuts and gözleme (cheese filledpastries) laid out before us.  We were then pleased that the dried apricots we offered in return were accepted.  Refreshed after our impromptu picnic, we left the alpine plateau and continued along through a green and fertile valley and around lunchtime stopped in Tanir, where we set about sampling the grilled trout fresh from the fish farm under the waterfall.

Our luxurious petrol station hotel room

Our luxurious petrol station hotel room

Back on the upward journey

Back on the upward journey

Since leaving Göreme we’ve been hounded almost every afternoon by sudden wild storms, and this day was no different, so we spent the afternoon dashing madly from one petrol station to the other seeking shelter from the rain.  At times this, we’re glad that there are so many petrol stations!!  We arrived in Elbistan and decided to enquire about camping at a petrol station there.  The attendants quickly decided that the spare living room above petrol station would be a much better place for us to stay for the night, and we were rewarded with luxury when it turned out that there was a comfortable fold out sofa bed, TV with English news channels and shower waiting for us – very gladly accepted!!

A wonderful night’s sleep left us refreshed to carry on through the mountainous landscape the next morning (7th May).  After a 35km ascent we arrived in the very small mountain village of Sevdili, where we went in search of Ayran (a typical Turkish yoghurt drink) for our muesli and some bread.  Upon arrival in the tiny but cram packed shop, the owner assembled two small stools and ordered us to sit, whereupon fresh homemade Ayran and Turkish coffee was promptly served to us.  In the meantime, half of the Kurdish village assembled in front of the store, and we attempted to communicate as best we could with our broken Turkish and our trusty (but somewhat limited) phrasebook.  A short while later, the bread that we’d ordered appeared, along with a huge tray filled with fresh homemade cheese and yoghurt, hard-boiled eggs, salad, tomatoes and beans with mincemeat.  Attempts at refusal were quickly rebuffed, and it was soon clear that these two cyclists were required to finish every last bite.  An elderly woman then appeared with jewel-covered leggings for Annina, and then realising that Paul shouldn’t leave without something too (forgetting that his stomach had already been filled to bursting point), dashed off and reappeared with a T-shirt.  Any form of payment was to be forgotten and after almost three hours, we personally said goodbye to all present, and set off again up the hill filled with the memories of the genuine, kind-hearted and generous people we’d just met.

Having a chat with the residents of Sevdili

Having a chat with the residents of Sevdili

Our unexpected lunch in Sevdili

Our unexpected lunch in Sevdili

Our wonderful generous hosts in Sevdili

Our wonderful generous hosts in Sevdili

Full of energy we had to ignore many more invitations for a quick çay (knowing naturally that it would be anything but short) and continued up to the next pass.  Here another Kurdish family emptied their car boot of food and wouldn’t leave until we’d agreed to take half of it.  Towards evening we reached the Geçidi Pass (1860m) and then began the long descent under the steam of a strong tailwind towards Akçadag, passing kilometer after kilometer of apricot trees (we later found out that the Malatya Province it responsible for around 80% of the world’s dried apricot production).  We again asked if we could camp at a petrol station, and were promptly shown to the women’s prayer room at the back of the building, which again meant the luxury of not having to pitch our tent for the night.

The morning (8th June) was spent riding alongside more apricot trees and our midmorning break became another memorable encounter.  We stopped for some yoghurt for our muesli for breakfast at a petrol station, and quickly met Hasan the owner.  I bought a huge bag of dried apricots for AUD2.50 and was invited to try almost every sort of nut and dried fruit Hasan had in his small shop.  We then began eating our breakfast, only for Hasan to reappear with more dried fruits and nuts, as well as fresh apricots and cherries from his garden.  As soon as we’d finished eating, he instructed us to follow him into his garden, where he then introduced us to his family and showed us around.  The family (including three young children) then set to work picking a bucketful of strawberries (which we again struggled to fit into our bags) for us to take with us.

Our bedroom in the women's prayer room

Our bedroom in the women’s prayer room

Family picking strawberries for us!!

Family picking strawberries for us!!

The generous Hasan and his children

The generous Hasan and his children

Huseyin and his brothers enjoying dinner

Huseyin and his brothers enjoying dinner

Baking pide for breakfast

Baking pide for breakfast

Our host family tucked away in the mountains

Our host family tucked away in the mountains

Once again fully loaded our journey rolled on against a backdrop of approaching storm clouds.  A lunch break al fresco in Sürgü consisted of Adana kebab before we had to duck for cover inside the restaurant to escape the rain.  Two hours later we emerged from our shelter and got back to battling the hills (with noticeably heavy legs) against a strong headwind.  The riding was tough, and the kilometers from the past few days seemed to have noticeably zapped our energy levels.  The beautiful scenery continued and after another pass, the walls of the valley we were riding along became steeper and steeper (not really so conducive to wild camping).  We were therefore relieved to stumble across a small flat area suitable for pitching a tent hidden next to the many terraced fields covering the valley.

Just as we’d begun cooking, Huseyin, a young Kurdish farmer, approached us and insisted that we come and stay the night at his house.  It soon became clear that he wouldn’t take no for an answer, so we packed our things together and followed him a short way back up the road we’d ridden along.  Upon arrival there was a whole family waiting to greet us – grandparents, parents, sisters and brothers (although at first it’s always difficult to know who belongs where and with whom etc – we’re still not exactly sure to be perfectly honest).  Everyone gathered on the porch outside, and again we were instructed to eat (this time at least with Huseyin accompanying us) as everyone eagerly looked on.  Even the crude camping concoction of vegetables with tuna that we’d half cooked was served – everyone naturally being very interested in trying our camping cuisine.  The grandmother was even so kind as to compliment it (çok iyi – very good) – yeah right!!

With our limited Turkish we found out that the family lives in the mountains in summer to work their land, but spend the winter months in Malatya.  They grow a range of vegetables (tomatoes, capsicum, onions, cucumbers etc) for themselves and tobacco to sell.  Everyone spends long days working the fields, and the younger children live in Malatya during the week to go to school.  Everyone was extremely interested in the photos we had of us from our life in Switzerland and from our wedding, and the two older sisters insisted that we (Annina mainly) stay a few more days with them.  Finally everyone drifted off to bed and we were happy to get to lie down and turn our heads off.  It had been such a wonderful evening, but we were both exhausted.

Hills, hills and more hills

Hills, hills and more hills

Turkish travel group from Istanbul

Turkish travel group from Istanbul

Mount Nemrut

Mount Nemrut

Sunrise on Nemrut

Sunrise on Nemrut

The mother and daughters baked fresh pide in the morning (9th June) and we all ate breakfast together (which was nice for once, rather than just eating in front of people).  We said our goodbyes, both daughters not really wanting to let Annina go, and continued towards Nemrut, again loaded with presents, food and fresh honey from the beehives in the garden.  We had the roads more or less to ourselves, but the quality quickly deteriorated, and the gradient of ascent became somewhat arduous.  The constant up, down, up, down really tired us, and we made ridiculously slow progress.  It seemed that all of the intense experiences over the last few days, although wonderful, heartwarming and eye opening, as well as the many kilometers up and forwards, had really fatigued us somewhat, and we were relieved to reach Arsemia in the evening, just inside the borders of the Nemrut Dagi National Park.  Knowing that we had another 1400m to climb over just 19 kilometers to the peak really was a problem for another day – for today we’d had enough.

And so it was that in such situations the stars just seem to align.  Upon reaching the camping/restaurant where we’d planned to stay the night before beginning the final ascent the next morning, we were invited for çay and cake with a group of Turkish tourists from Istanbul.  As usual they were very interested in our travels (thinking we were a little crazy, of course) and immediately insisted that we come with them to the top of Mount Nemrut.  Whilst this wasn’t exactly our plan, it didn’t take much convincing to decide that this was a much better plan, and so it was that we packed all of our bike bags into the back of their minibus, positioned both bikes along the middle aisle like a jigsaw puzzle, crammed everyone in and set off up the mountain.  As soon as the bus door was shut, the quiet, inquisitive people we’d picnicked with metamorphosed into 12 screaming contestants for the Turkish version of The Voice.  Suddenly it was like being in the middle of a cabaret show, everyone was singing and dancing and jumping around the bus.  That there were sheer cliffs plunging hundreds of meters down right besides the steep gravel road zigzagging up the mountain seemed to bother no one.  In the end, the entertainment made the one-hour journey pass quite quickly, and maybe it reduced the nerves of everyone in the bus (the driver certainly being the exception).

Sunrise

Sunrise

When we arrived at the top the wind was howling and you could see the storm rolling towards us.  Everyone scrambled up the last 600m to the top of the mountain, where the ancient crumbling stone head remains lay overlooking the valley below.  King Antiochos I Theos of Commagene ruled the region around Mount Nemrut and in 62 BC ordered the building of a tomb-sanctuary atop the mountain flanked by huge statues of himself, eagles, lions and various Greek, Armenian and Iranian gods.  The imposing remains of the statues, together with the ever-nearing storm as the sun set, added a mystical aura to the site.

We said goodbye to our new Turkish friends, who were heading back down the mountain, and made thoughts about erecting our tent in the middle of a storm at an altitude of 2100m.  Thankfully one of the staff from the café asked if we’d like to sleep on a bunk bed in the sleeping room of the staff, which we all too gladly accepted.  Despite a very lousy night’s sleep, we were glad to have stayed out of the rain, wind and cold.

Mount Nemrut

Mount Nemrut

Just before 5am (10th June) we dashed out of the bedroom, and headed back up to the peak to see the sunrise.  Although still very windy, the skies had cleared, and we could enjoy the beautiful view from the eastern terrace of the site.  Keeping our warm jackets and gloves on, we hopped back on the bikes and wearily rolled the 1400m of altitude back down the mountain to Karadut, where we promptly found a guesthouse, ate a quick breakfast, crawled into bed and fell soundly asleep.

We decided that we’d also rest the next day (11th June), before setting off towards Diyarbakir the day after.  Our rest days involved very little activity, since the town had very little to offer – which was exactly what we needed.

Mount Nemrut

Mount Nemrut

With the probability of getting a visa for Iran so shortly following their elections looking increasingly unlikely, we’ve made the tough decision to bypass Iran and head directly north towards Georgia, before going east through Azerbaijan and then catching a ferry across the Caspian Sea towards Kazakhstan.  Now begins a new struggle with visas, we’ll see how we go…

One last thing: We too have been closely following the development of the demonstrations throughout Turkey.  Since we’ve spent most of our time recently in isolated areas far from the main cities we’ve personally seen nothing of the protests; the only exception being a few young university students who approached us and wanted to speak to us about the ideas that they’re demonstrating about, ultimately the right to freedom of speech.

6 thoughts on “The long road to Mount Nemrut

  1. Your report, Annina’s as well as Paul’s, has fascinated me and sometimes moved me to tears. The incredible hospitality must be overwhelming and I can easily understand you if you sometimes feel emotionally moved or even ashamed. How wonderful your pictures are! I do hope that your world trip will continue successfully and I wish you all the best in the more and more unknwon East.
    Take care! Your Christoph & Fa

  2. Hey guys, just read the blog, amazing stuff. We trust you are both well and still have some juice in the legs. Have a great time. James & Amber

    • Hope you’ve managed to settle back down OK after your own odyssey last year. We’ll be setting the SatNav on the bikes for Geelong when we finally make it to Oz. Take care, P&A

  3. Just sounds like you are having such fantastic encounters with the Turkish people. I think they all think Annina needs fattening up, that’s why they are all trying to push food down your throats. Thinking of you and loving your Blog. Take care guys love Janette, David, Marcus and Tahia

    • Always good to see one Aussie reading the blog religiously 🙂 How’s the training coming along for early next year David? Say hi to rest of the McPherson clan.

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