A week or so in Hong Kong

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(English below)

Hongkong vom 8. bis 17. Oktober

Unser Flugzeug aus Almaty landete um 9 Uhr morgens mitsamt Fahrrädern und Gepäck in Hongkong. Wir gönnten uns im Flughafengebäude nach einer kurzen Nacht erst mal zwei französische Buttergipfel sowie guten Kaffee und beobachteten das Geschehen um uns herum. Immer wieder stellten wir fest, wie freundlich die Bedienung ihre Gäste behandelt, wie effizient hier gearbeitet wird und wie ein Lächeln – auch unter Fremden – plötzlich wieder Teil der Kommunikation ist. Das geschäftige und meist wohlwollende Treiben bestätigte es: Nach einem fünfstündigen Flug waren wir in einer völlig andern Welt gelandet. Obwohl wir erst im Flughafengebäude waren, spürten wir doch bereits, wie die Anspannung der vergangenen Wochen langsam von uns abliess. Wie sehr wir uns auf dieses neue Kapitel unserer Reise freuten!

Sometimes it's so steep, there's no other option but pushing

Sometimes it’s so steep, there’s no other option but pushing

Holiday feeling in Mui Wo

Holiday feeling in Mui Wo

Peeping Paul at the Peak

Peeping Paul at the Peak

Jenga

Jenga

Bisher hatte ich mit Hongkong eine pulsierende Glitzerwelt, bestehend aus Wolkenkratzern und Menschenmassen assoziiert. Tatsächlich gehören Teile der Stadt denn auch zu den dichtest besiedelten Gebieten der Welt. Gleichzeitig besteht Hongkong aus mehr als 240 kleinen Inseln, wobei die meisten nur wenig besiedelt, mit tropischen Wäldern bewachsen und verträumten Buchten geschmückt sind. Der Flughafen Hongkongs befindet sich auf einer ebensolchen Insel: Lantau. Wir entschieden uns, auf die andere Seite dieser Insel zu radeln und uns für eine Nacht ein schönes Hotel in der Bucht von Mui Wo zu gönnen. Auf der linken Strassenseite – wie mussten wir uns konzentrieren! – führte uns die Strecke nach Mui Wo bei schwüler Hitze über steile Strassen und durch dichte Wälder. Schweissgebadet, aber von der Schönheit dieser tropischen Insel überrascht und verzaubert, erreichten wir nach 20 Kilometern das Dorf Mui Wo. Wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag am Strand, verschlangen unser erstes chinesisches Abendessen – köstlich! – und liessen uns müde in die bequemen Betten fallen. Nachdem wir uns in den vergangenen sieben Monaten Tritt um Tritt an alles Neue hatten gewöhnen können, erschien es uns unwirklich, plötzlich auf dieser grünen Insel zu sein, wo wir doch gestern noch durchs herbstliche Almaty geradelt waren.

Unsere Fahrräder konnten wir für eine Woche im Veloladen in Mui Wo stehen lassen und so bestiegen wir am 9. Oktober mit nur wenig Gepäck die Fähre, die uns in nur 30 Minuten ins pulsierende Stadtzetrum Hongkongs führte. Auf einem Reisebüro beantragten wir unser Chinavisum, das in Hongkong tatsächlich noch problemlos erlangt werden kann: Eine Woche später konnten wir es gegen ein Entgelt von 50 US Dollar abholen. Unserer Weiterreise durch Südchina stand damit nichts mehr im Weg!

Die Zeit in Hongkong verging wie im Flug. Oft schlenderten wir ziellos durch die Strassen und unzähligen Einkaufszentren, beobachteten das geschäftige Treiben und genossen mal italienischen Kaffee, mal deutsches Gebäck und natürlich immer wieder chinesische Suppen, Nudeln sowie Eintöpfe aller Art.

Where's OH&S Rep when you need one?

Where’s an Occupational Health & Safety Rep when you need one?

Mit der Unterkunft hatten wir ein Riesenglück: Wir wohnten bei Mark und King, zwei äusserst herzliche Gastgeber, auf die wir via warmshowers.org gestossen waren und die uns sozusagen ihre Zweitwohnung inmitten in Soho, einem von überwiegend internationalen Gästen belebten Stadt- und Ausgehviertel, zur Verfügung stellten. Die beiden waren nicht nur enorm grosszügig, sie nahmen sich trotz voller Terminkalender auch viel Zeit für uns: Sie organisierten etwa ein Pizzaessen auf ihrer Dachterrasse, schenkten uns wertvolle Tips für Hongkong und die Weiterreise, luden uns in eines ihrer chinesischen Lieblingsrestaurants oder zum besten Schokoladenkuchen der Welt ein. Wir fühlten uns wie zu Hause unter Freunden und hoffen, die beiden eines Tages bei uns in der Schweiz willkommen zu heissen!

Ein weiteres Highlight in Hongkong war das Wiedersehen mit meiner Gastschwester Poyi, die vor 13 Jahren als Austauschschülerin bei meiner Familie in Wichtrach gelebt hat. Ihre Mutter bekochte uns am 13. Oktober mit einer Unmenge an chinesischen Gerichten und weil’s so gut war, assen wir so lange, bis wir zu platzen glaubten. Da Poyis Eltern kein Englisch sprechen, verständigten wir uns mit Händen, Füssen und dank Poyis Übersetzungen. Wir genossen den gemeinsamen Abend so sehr, dass wir uns für den nächsten Tag gleich noch mal verabredeten und so führte uns Poyis Familie am 14. Oktober zum chinesischen Tee – es wird mehr gegessen als Tee getrunken -, zum Kegeln (Bowling) und schliesslich zum Abendessen (hot pot = eine Art Fondue mit Fleisch und Gemüse) aus. Nach all dem hervorragenden Essen verabschiedeten wir uns kugelrund von Poyi und ihrer Familie freuen uns jetzt schon aufs nächste Wiedersehen.

Dinner in Soho with King, Mark and Aubrey

Dinner in Soho with King, Mark and Aubrie

Hong Kong Harbour

Hong Kong Harbour

So many ants in the nest

So many ants in the nest

Nebst all der Mahlzeiten mit wunderbaren Menschen nahmen wir uns auch Zeit für paar touristische Orte: So schauten wir uns etwa den grossen Buddha sowie das mehrheitlich auf Stelzen erbaute Fischerdorf Tai O auf der Insel Lantau zusammen mit James, einem weiteren Tourenfahrer, oder das historische Museum zusammen mit Aubrie, Marks Cousine aus Amerika, an.

Am 17. Oktober verabschiedeten wir uns von Mark, King und Aubrie, nahmen die Fähre nach Mui Wo (auf der Insel Lantau), um dort Fahrräder und Gepäck abzuholen und auf der nächsten Fähre gleich wieder zurück nach Hongkong zu gelangen. In Hongkong radelten wir von der einen zur nächsten Fährenstation – glücklicherweise liegen diese nur paar Meter voneinander entfernt – kauften Fährentickets nach Macau und bestiegen das dritte und letzte Schiff an diesem Tag. Nach einer knappen Stunde erreichten wir die Stadt Macau, den Ausgangspunkt unserer Chinareise.

A week or so in Hong Kong

Our “Air Astana” chariot had us standing on Hong Kong soil just before 9am (October 8th).  A Hong Kong bike enthusiast from the flight had our bikes lined up for us, just waiting to be collected, and we whizzed through immigration in the blink of an eye, as only the efficiency of Hong Kong could manage.  After the last few months, the short time in Hong Kong airport was a reminder of how efficient, but also how friendly, service can actually be.  The unavoidable unpacking and reassembling of the bikes seemed a lot less urgent as soon as we sighted a French style café in the airport, so with a couple of coffees and chocolate croissants for energy, an hour later it was time to get to work on the bikes.

The humidity outside, in comparison to the relative dryness of Central Asia, had sweat rolling down our noses in no time, and that was before we’d even start to ride.  With both bikes finally ready to roll, we set off from the airport towards Mui Wo, a small fishing village located about 20km away, also on Lantau Island where the airport was.  The central part of Hong Kong isn’t really known as a cyclist idyll nor for its abundance of space, and as such, finding accommodation with enough room for two bicycles proved a challenge.  Our solution was to head to a quieter corner of one of the islands comprising Hong Kong to stay for the first night, which would give us somewhere to leave the bikes and some luggage.  It just so turned out that our 2nd floor hotel room also offered stunning views over Silver Mine Bay.

Dinner at Poyi's parents

Dinner at Poyi’s parents

Poyi and Freeman

Poyi and Freeman

Yum cha

Yum cha

Strike!

Strike!

Whilst the things that automatically spring to mind at the mention of Hong Kong are skyscrapers and seas of people, Hong Kong is actually a collection of over 240 islands, most of them uninhibited, or sparsely populated.  Dense, almost impenetrable tropical forests cover most of the mountainous islands, and getting to our first destination, Mui Wo, brought us over steep mountains and alongside lush vegetation.  Together with the sudden difference in humidity, the punishing road gradients (at times over 16%) made for some of the toughest (thankfully short however) riding of our trip so far.  The rest of the day was spent relaxing at the beach in Mui Wo, wandering around the village, and sampling some of the delicious local dishes for dinner.

A buffet breakfast gave us a good start to the day (October 9th) and we set about trying to get rid of some of our belongings.  The hotel where we’d stayed weren’t so keen on looking after our bikes for a week (thankfully they took our excess luggage though), so we set off to the “Friendly Bike Shop” in the Mui Wo village centre.  Jacky Chan (the owner, but not the film star) was obliging enough to take possession of our bikes for a week, while we were in downtown Hong Kong – a huge thanks once again, Jacky!!  Loaded with just one small bag each, we jumped on the ferry in Mui Wo, and headed towards Central Pier.  30 minutes later we were standing on Hong Kong Island.

Once again we struck gold with warmshowers.  Mark and King, an American/Malay couple living in Soho on Hong Kong Island accepted our request for a place to stay, and so we found ourselves lodged in luxury in their spare apartment in the middle of town for a week.  The hospitality and generosity that was shown to us by both Mark and King was quite overwhelming.  Despite their jam-packed schedules, they always seemed to find time to show us their favourite restaurants, organise pizza parties on their rooftop terrace under the evening glow of Hong Kong’s lights, offer tips for our onward journey, or take us out for delectable chocolate fondant.  They’re counting down the days until their own epic bike tour can begin, so as to be expected, lots of time was spent discussing travelling and travel plans.  Thanks to the both of them, we felt so “at home” in Hong Kong, and could really relax and look forward to the next stage of our trip.

The Big Buddha

The Big Buddha

Presents for the big guy

Presents for the big guy

Tai O

Tai O

Fish, just hanging out to dry

Fish, just hanging out to dry

And the lights go on

And the lights go on

Pure bliss - chocolate fondant

Pure bliss – chocolate fondant

The other highlight of our time in Hong Kong was getting to catch up with Poyi, an exchange student that stayed with Annina’s family in Wichtrach over thirteen years ago.  We were invited to her parent’s apartment one evening for dinner, and Poyi’s mother cooked up a feast for us.  The next day we all met again (Poyi and her boyfriend, Freeman, as well as Poyi’s parents) and completed a food marathon.  Yum cha, a typical Hong Kong pasttime started off preceedings in the early afternoon, which included a myriad of dishes, some well known (dumplings, steamed buns), others less so (chicken legs), but all delicious.  Loaded full of energy from yum cha, we then spent the afternoon ten-pin bowling.  A lot of laughing and a little sport (some might argue whether it can actually be classed as sport, but that’s an argument for another time) released some pressure from our full bellies, which was then a sign to eat some more.  This time Chinese “hot-pot”, which basically involves everyone dropping anything available from a selection of things ordered (dumplings, vegetables, meat, noodles) into a huge steaming pot of stock, then fishing it back out again to eat – really quite similar to fondue.  And just like fondue, it was delicious!!  We rolled ourselves out of the “hot-pot” restaurant, and straight into another, this one specialising in desserts.  Filled to overflowing with different types of Cantonese desserts, it then came time to say thankyou and goodbye to Poyi, Freeman and her parents for some many wonderful memories and mouthwatering experiences.

Although our time in Hong Kong consisted, to a large part, of eating, we actually had one main aim – to get a Chinese visa.  After the initial hassle of not knowing whether it was still possible to get one in Hong Kong, in the end it couldn’t have been easier.  A couple of emails to gauge the different visa agencies on offer a few weeks earlier, a trip to Forever Bright Travel in the New Mandarin Tower, HK$350 (about US$45) and four business days was all it took to become the proud owners of brand spanking 30-day single entry Chinese visas.  MISSION ACCOMPLISHED.

The rest of our spare time, allowed us to play the tourists.  Walked up the hundred and something steps to see the Big Buddha close up on Lantau Island with James, another cyclist who we’d first meet in Georgia outside the Azerbaijan Embassy collecting visas, bumped into again on the road around Lake Issyk Kol in Kyrgyzstan, and who was also waiting for a Chinese visa in Hong Kong.  Visited the fishing village of Tai O to see the stilted houses and eat seafood.  Strolled around the Hong Kong History Museum with Aubrie, the niece of our warmshowers host Mark, who was visiting from the States.  Took a ride on the Peak Tram for stunning views over Hong Kong Island and Kowloon.  Wandered the endless fascinating streets of Kowloon, to see everything imaginable being sold.

Chinese visa in hand, the time came to leave Hong Kong (October 17th).  A ferry ride to Mui Wo and back to retrieve our bikes and luggage started the day, before heading down to the Macau Ferry Terminal.  We’d heard that crossing into China from Hong Kong could be a little complicated, owing to the fact that riding between the two is apparently forbidden since there is no foot traffic.  This would mean either having to load the bikes onto a bus (whereby depending how large the luggage compartment is, also isn’t always possible), or taking them onto the train (some trains however are also off limits to bikes).  After scratching our heads and considering different possibilities, the best solution for us in the end was to take the ferry to Macau, with the aim of riding over the land border there.  Although not planned, it also meant a visit to Macau.  Watch out casinos, our bulging wallets are coming to empty your coffers.

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2 thoughts on “A week or so in Hong Kong

  1. Glad to see the authorities granted you visas into China. I hope any mountains you encounter are less lumpy than Hong Kong. Was 30 day visas the longest you could stay?
    What are you plans travel wise in China?

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