Village hopping

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(English below)

On the way to market

On the way to market

Drying rice

Drying rice

A tough life of manual labour

A tough life of manual labour

Drum tower - Dong village

Drum tower – Dong village

Transport along the Duliu River

Transport along the Duliu River

Jacques on the way to HK

Jacques on the way to HK

A short breather

Taking a short breather

Misty morning

Misty morning

Wöchentlich berichten europäische Medien über die Supermacht China. Im Gegensatz dazu steht das mystische, alte China mit seinem einfachen Landleben, traditionellen Holzhäusern, Reisterrassen sowie dicht bewaldeter Natur. Im Südwesten Chinas, der überwiegend von ethnischen Minderheiten bewohnt wird, ist vor allem letzteres zu finden. Statt uns Kilometer um Kilometer durch den Smog funkelnder Megastädte zu kämpfen, radeln wir also durch unberührte Natur, kleine Bauerndörfer, entlang sorgfältigst gepflegter Gemüsegärten und bunter Dorfmärkte und immer wieder mal einen Pass hoch und wieder runter.

Am 4. November verliessen wir Ma’an mit seiner bekannten Wind-und-Regen-Brücke. Damit liessen wir auch die chinesische Touristenmasse hinter uns zurück und folgten während der nächsten zwei Tage dem Duliu-Fluss, der uns durch eine grüne Gegend sowie wesentlich authentischer, dafür aber auch ärmer wirkende Dong-Dörfer führte. Die einzigen Touristen, denen wir auf dieser Strecke begegneten, waren Tourenfahrende auf dem Weg nach Vietnam oder Hongkong: Rolf und Mecki aus Deutschland sowie Jacques aus Frankreich, der uns wertvolle Tips für die Weiterreise geben konnte. Dank ihm wechselten wir am 6. November nach dem Städtchen Rongjiang von der Hauptstrasse G321 auf eine Landstrasse, die uns innert dreier Tage nach Kaili führen sollte. Die Strecke bedeutete einige steile Pässe und teils holprige Strassenabschnitte, doch lebendiges Dorfleben, eindrückliche Reisterrassen sowie Abfahrten durch bunte Herbstwälder liessen uns die Strapazen komplett vergessen. Im Städtchen Pingjiang etwa hatten wir am 6. November das Glück, den wöchentlichen Dorfmarkt mitzuerleben, wobei wir für einmal kaum Augen für die angebotene Ware hatten. Vielmehr bewunderten wir die Schönheit der Frauen mit ihren sorgfältig hoch gesteckten Haaren, in ihren bunten Trachten, die sich allesamt voneinander unterschieden und mit ihren glänzenden Halsketten. Da traditionelle Kleidung in vielen der indigenen Minderheiten Chinas noch heute eine wichtige Rolle spielt, nähen und schmücken viele Frauen ihre Kleidung selbst. Die Farb- und Formvielfalt ist schlichtweg überwältigend. Aus der ganzen Umgebung strömten Menschen zu Fuss, per Bus oder Motorrad nach Pingjiang, um ihren wöchentlichen Einkauf zu erledigen, die eigene Ware anzupreisen und Neuigkeiten auszutauschen. Wir konnten unser Glück kaum fassen, dieses bunte Treiben miterleben zu dürfen.

Nachdem wir uns endlich vom Markt hatten losreissen können, radelten wir auf kaum befahrenen Strassen weiter. Oft schien uns, als stünde hier, in der Provinz Guizhou, wo so vieles noch mit mühevoller Handarbeit erledigt wird, die Zeit seit Jahren still. Die Provinz gilt denn auch als eine der ärmsten Chinas und ein Sprichwort sagt zu dieser Gegend: “Ein Ort ohne flaches Land, ohne drei Tage schönes Wetter und ohne drei Groschen in der Tasche”.

Wir hielten im nächsten Dorf, verspeisten auf kleinen Holzhockern am Strassenrand ein köstliches Wok-Mittagessen und überquerten einen steilen Pass, an dessen Fusse sich Yongle, unser Tagesziel befand. Von der anstrengenden Fahrt sowie den vielen Eindrücken erschöpft, bestellten wir in einer zu einem Restaurant umgestalteten Garage Reis mit Gemüse sowie Fleisch und liessen uns bald darauf in die bequemen Betten fallen.

Am 7. November erwarteten uns zwei weitere Pässe, doch die bunten Herbstwälder, kaum befahrenen Strassen sowie die im Herbstlicht mystisch wirkenden Reisterrassen schenkten uns die nötige Energie, so dass wir bereits am frühen Nachmittag das hübsche Städtchen Leishan erreichten, wo wir uns in ein günstiges Hotel einquartierten und anschliessend durch die belebten Strassen spazierten. Die Umgebung Leishans wird hauptsächlich von den Miao, einer weiteren ethnischen Minderheit, bewohnt. Da am 13. November die Neujahrsfeier der Miao stattfinden sollte, konnten wir auf dem Dorfplatz zuschauen, wie Frauen und Mädchen in ihren bunten Trachten die traditionellen Tänze übten, junge Männer Bambus-Mundorgeln spielten, Jungen mit ihrer Sichel den Rythmus auf Bambusrohre trommelten und die Dorfältesten zum Gesang anstimmten. Schon jetzt lag eine feierliche Stimmung in der Luft und wir bedauerten, nicht bis am 13. November in Leishan bleiben zu können. Zum Abendessen genossen wir “Hot Pot”, eine Art Fondue mit verschiedenstem Gemüse, Tofu und Fleisch – eine einfache, aber köstliche Mahlzeit, die wir – sobald zurück – in der Schweiz unbedingt einführen wollen.

A local in Pingjiang

A local in Pingjiang

Market day in Pingjiang

Market day in Pingjiang

Incredible dress

Incredible dress

Buying up big on market day, Pingjiang

Buying up big on market day, Pingjiang

Am 8. November radelten wir nach Kaili, wo wir uns mit Wu Min, einer Englischlehrerin, die wir via couchsurfing kontaktiert hatten, trafen. Sie lud uns gleich zu sich nach Hause ein, wo wir zusammen mit ihrer Familie Hot Pot genossen und einen lauten und fröhlichen Abend verbrachten. Wu Min ist eine moderne junge Frau und gleichzeitig sehr stolz darauf, den Miao anzugehören. Der Spagat zwischen modern und traditionell ist sicherlich nicht immer einfach und so war es äusserst spannend, mich auf Englisch mit Wu Min unterhalten zu können.

Nächstentags (9. November) führte uns Wu Min zum Frühstück aus (sehr scharfe Nudeln mit Schaf), um uns anschliessend ihren Schülerinnen und Schülern vorzustellen und mit uns allen einen Spaziergang zu unternehmen. Nachdem sie ihre erste Schüchternheit abgelegt hatten, begannen die Mädchen, sich mit mir zu unterhalten und ich war erstaunt zu erfahren, dass die meisten tagtäglich, d.h. auch samstags und sonntags, irgendwelche Unterrichtsklassen besuchen und ihre Freizeit hauptsächlich mit Hausaufgaben verbringen. Der immense Lerndruck ist wohl vor allem auf die grosse Konkurrenz sowie auf ein anderes Verständnis von Bildung zurückzuführen.

Nach einem weiteren köstlichen Abendessen bei Wu Min packten wir unsere Taschen und begaben uns zum Bahnhof Kailis. Um nach Guangxi und Guizhou noch eine dritte Provinz Chinas kennenzulernen, hatten wir uns entschlossen, per Nachtzug und Bus nach Shangri-la in der Provinz Yunnan zu reisen und erst dort wieder auf die Fahrräder zu steigen. Diese nämlich hatten wir mit Wu Mins Hilfe bei der Post aufgegeben – sie sollten uns in paar Tagen in Shangri-la zugestellt werden.

Der Zug fuhr um 1.00 Uhr nachts, mit vierstündiger Verspätung, im Bahnhof Kailis ein. Schnell hatten wir unsere Liegen gefunden, schliefen schon bald darauf ein und verbrachten eine überraschend ruhige Nacht, während der Zug langsam Richtung Kunming, Hauptstadt Yunnans, rollte.

Villages and terraces sliding into the river

Villages and terraces cascading into the river

Quaint wooden villages, Guizhou

Quaint wooden villages, Guizhou

Our lunchtime kitchen

Our lunchtime kitchen

So such thing as a cushy retirement here

No such thing as a cushy retirement here

Green, green, green…everywhere you look

Green, green, green…everywhere you look

Den nächsten Tag (10. November) verbrachten wir in Kunming, feierten in unserem Hostel das Kennenlernen oder gar Wiedersehen (z.B. Marika aus Holland und Baptiste aus der Schweiz, die wir beide in der Türkei kennengelernt hatten) mit anderen Tourenfahrenden und spazierten durch den bunten Blumen- und Vogelmarkt.

Am nächsten Morgen früh (11. November) stiegen wir in den Bus, der uns nach Shangri-la fuhr. Für einmal liessen wir die Gegend im Eiltempo an uns vorbei ziehen und freuten uns, bald wieder in die Pedale treten zu können.

Village hopping

Media coverage always talks of China as a superpower, China.  In contrast to this unimpeded economic growth and development is the ancient, mythical, spiritual China composed of hard toil by peasants on the land, traditional wooden houses and stunningly green, lush landscapes.  Southwest China, where a large number of ethnic minorities reside, offers an insight into the other China.  Instead of pedalling kilometre after kilometre through smog-filled megacities, we turned off onto smaller roads to where the slower side of China surrounded us.  Riding through small wooden-housed villages and up and down thick, forested roads we were presented with a kaleidoscope of colour, markets filled with fluorescent, ornate costumes, gravity defying headpieces, all part of the normal day-to-day culture of the ethnic groups within the area.

Having spent a day marvelling at Wind and Rain Bridges, we left Ma’an (November 4th) and the masses of Chinese tourists behind us, and followed the curves of the Duliu River. All along the river, Dong villages clung to the riverbank, some seemingly threatening to slip into the river below.  Rural life in the villages seemed to crawl along at a pace unchanged for hundreds of years.  Smiling, yet surprised faces greeted us at every turn, and it was clear that the tentacles of the economic juggernaut that is China hadn’t yet reached through into this region, such was the obvious level of poverty, in comparison to what we’d so far seen.

Wooden waterwheels, Leishan

Wooden waterwheels, Leishan

"Hot pot" time - who's looking excited

“Hot pot” time – who’s looking excited

Miao dress, Leishan

Miao dress, Leishan

Miao New Year rehearsals

Miao New Year rehearsals

Rehearsals, Leishan

Rehearsals, Leishan

Sparkling, stunning Miao headdress, Leishan

Sparkling, stunning Miao headdress, Leishan

Miao women, Leishan

Miao women, Leishan

Along the way we bumped into another cyclist, Jacques from France, and stopped for a while to chat and swap tips about the coming roads and sights.  With his advice in mind, we left the Duliu River after Rongjiang (November 6th) and headed north towards Kaili along another scenic road, unfortunately currently under construction.  A surprise greeted us in Pingjiang, around 25km from Rongjiang, when we rode into the middle of the weekly market.  The whole town was filled with stands selling everything imaginable.  Although the goods on offer usually constitute the highlight for us, in this case, the costumes and traditional clothing of the villagers took centre stage.  On market day, people stream from all of the different surrounding minority villages to buy, sell, meet, greet and eat.  This fusion of colour, be it sparkling headdresses, striking gowns, shining jewellery or neon striped socks, left us not knowing where to look first, for fear of missing something.  Stopped open-mouthed in the middle of the dusty street, we gazed on in awe at the goings-on around us.  For the local people, we seemed to be an equally interesting form of entertainment, since all their eyes were fixed firmly upon us.  Our dress sense, without doubt, must have been a lot less impressive.

We finally managed to drag ourselves away from the market, heads filled to the brim with colourful memories and impressions, and continue along the quiet road.  What turned out to be a long day of riding and many ascents left us falling contentedly exhausted into our bed for the night, in the town of Yongle.

Another two long, steep passes the next day (November 7th), mostly on bumpy, dusty, rocky roads made going tough, but the lack of traffic, beautiful scenery and quaint villages kept our moods and motivation high.  Early in the afternoon, we arrived in Leishan, found and checked into an appropriate hotel room then headed off into town.  Leishan is home to a large ethnic Miao population, and with the Miao New Year scheduled to take place in the coming days, the town was in preparation fever.  Everywhere we went, woman and children were dancing and singing in bright traditional costumes, and men were rehearsing and playing long bamboo wind instruments.  Finishing touches were being put on stages and seating, decorations were being hung, and a feeling of excitement hung in the air.  A dinner of “hot pot” rounded out another fascinating day in Guizhou Province.

An hour or so the next morning (November 8th) was again spent watching the dancing, singing and Miao New Year festival preparations in the main square, and then it was on to Kaili, a gentle 45km away.  Here we’d made contact with Min, a young Miao woman, via couchsurfing.  Although we weren’t able to stay with her, she insisted that we come to her house for dinner, and we spent an interesting evening together hearing about her life in China and her views as an ethnic Miao person.  Well travelled and articulate, she is proud to be able to share her culture with visitors.

Intricate carpentry

Intricate carpentry

Wu Min (R) and her sister, Wu Pin (L)

Our couchsurfing host Wu Min (R) and her sister, Wu Pin (L)

Min's English class, Kaili

Min’s English class, Kaili

Street food cart, Kaili

Street food cart, Kaili

That's how you get a chicken home

That’s how you get a chicken home

The next day (November 9th) was again enjoyed in the company of Min, firstly by a breakfast of spicy noodles, then accompanying her and her primary school English class on a small hike around Kaili.  Once their shyness had worn away, the children eagerly practised their English with us and told us a little about their lives.  It was interesting to hear that they spent every day of the week, Saturdays and Sundays included, in some form of school class, whether that is normal school, or extra classes, or make-up classes.  When they’re not having lessons, it seemed that they were busy doing homework.  The extreme level of competition at school in China means that children are pushed incredibly hard by their parents.  Results, rankings and academic success are the only goals to strive for, in some ways understandable when you consider the unimaginable number of fellow students to compete against.

Following another delicious dinner with Min, we packed our things, said goodbye to Min and her kind family and headed to the train station.  We’d decided that with the short time we had left in China, we would prioritise our plans and what we still wanted to see.  As such, we made the decision to use our remaining month to explore Yunnan Province.  This meant firstly catching a train from Kaili to Kunming, and then a bus from Kunming to Shangri-la – an arduous prospect.  With Min’s generous help, we were quickly able to purchase train tickets to Kunming.  Unfortunately bikes cannot be taken on the Chinese train network, so we had to arrange for them to be transported with a delivery company ahead of us to Shangri-la.  Thankfully Min was able to help us organise this, since I’m not sure where the bikes would end up otherwise.

Our sleeper train finally left Kaili train station at 1am (fours hours delayed – no Swiss efficiency here unfortunately) and had us in Kunming around lunchtime the following day.  Surprisingly we were both able to sleep comfortably during the journey and so arrived in the Yunnan capital, Kunming full of energy.  The day was spent wandering the streets around the bird and flower market with a few other cyclists we’d bumped into in the youth hostel where we were staying.

Sleeping through to Kunming

Sleeping through to Kunming

Old town, Kunming

Old town, Kunming

Hard at work

Hard at work

Devoid of bikes, but loaded with bike panniers (never such a good combination) we stumbled out of the hostel just as the sun came up the next morning (November 10th), and made our way to one of the five long distance bus stations in Kunming.  A punctual departure at 8:30am had us on the road heading north, for the 12-hour bus ride to Shangri-la, where hopefully our bikes would be eagerly waiting for us.  Time will tell…

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