Central Asia, goodbye

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(English below)

Nach einem fünfstündigen Flug und paar Tagen inmitten hongkongs Wolkenkratzern sind Zentralasien und damit auch unsere letzten paar Tage in Kasachstan nicht nur kilometer-, sondern auch gefühlsmässig bereits in weite Ferne gerückt. Unsere Reise durch die Stanländer war eine Herausforderung, geprägt von emotionalen Hochs und Tiefs. Manches war frustrierend, vieles unverständlich und doch überwiegen die Erinnerungen an glückliche Momente mit herzlichen Menschen, in magischen Städten, während eines wohlverdienten Schaschlik- oder Laghmangerichts, auf einem mühsam erklommenen Pass oder an einem friedlichen Bergsee.

Looking for a campsite

Looking for a campsite

Colour coordinated today, aren't we?

Colour coordinated today, aren’t we?

Enjoying the last light of the day

Enjoying the last light of the day

Unsere letzten paar Tage in Zentralasien verbrachten wir in Kasachstan. Ein letztes Mal radelten wir durch endlose Steppen, kochten Nudeln unter freiem Himmel und zelteten an verlassenen Plätzchen (1. bis 3. Oktober). Die letzten 50 Kilometer vor Almaty, der grössten Stadt Kasachstans, führten uns auf einer drei- und später vierspurigen Autobahn ins Zentrum hinein und wir waren froh, als wir am frühen Nachmittag unser Hostel heil erreichten und damit die zentralasiatischen Raser ein für allemal und heil hinter uns liessen.

Almaty ist keine sehr interessante Stadt. Wer kann, kurvt mit einem Riesenkarren durch die versmogten Strassen und geht in den vielen Boutiquen einkaufen. Da wir weder ein teures Auto noch das nötige Kleingeld für eine Louis Vuitton Tasche haben, blieben uns die Vorzüge der Stadt grösstenteils verwehrt und so gestalteten sich die Tage in Almaty ähnlich wie kurz zuvor in Bishkek: Wir verbrachten viel Zeit in unserem gemütlichen Hostel, spazierten entlang der in Herbstfarben leuchtenden Baumalleen, telefonierten mit Familie und Freundinnen und trafen uns abends jeweils mit andern Reisenden.

Am 7. Oktober radelten wir zum Flughafen, verstauten unser Gepäck in einer Plastiktasche, liessen die Fahrräder in paar Schichten Plastikfolie einwickeln und stiegen kurz nach Mitternacht ins Flugzeug, das uns in nur 5 Stunden – mit dem Fahrrad wären es drei Monate gewesen – nach Hongkong fliegen würde.

Central Asia, goodbye

A five hour flight took us away from Central Asia and dropped us into the skyscraper jungle that is Hong Kong.  The abruptness of the change could hardly have been more noticeable.  Suddenly we were a world away from the place that dazzled us one minute then infuriated us the next.  Our journey through the “Stans” was challenging to say the least, filled with both emotional and physical highs and lows.  Sometimes it was frustrating, often it was incomprehensible, but the wonderful memories that remain override all of that; interesting encounters with local people, magical cities, breathtaking scenery, hard fought mountain passes, sizzling shashliks and reenergising Lagman.

Russian Orthodox Church, Alamty

Russian Orthodox Church, Alamty

Soviet War Memorial, Almaty

Soviet War Memorial, Almaty

Progress - cars and skyscrapers

Progress – cars and skyscrapers

Museum, Almaty

Museum, Almaty

After a short ride north out of Bishkek (October 1st), we crossed the border and found ourselves, for the second time of the trip, on Kazakh soil.  A couple of hours of ascent brough us up over the Kordai pass, and then there was 150km of flat steppe to contend with, all the while bordered to the south by the natural border to Kyrgyzstan, the Kungey Alatau mountain range.  One part of the road stretched out in front of us, straight like a ruler, flat like table, for over 50km, no bends, no bumps, no curves, no corners.  Pleasant temperatures and good roads kept us whizzing along, and we were both happy to be back riding.  Only as we approached Almaty, the former Kazakh capital, did the hills start rolling a little, and the intensity of the traffic increase.  The three days spent on the road (October 1st-3rd) gave us open skies, and beautiful wild campsites surrounded by dry plains.  The clear air here garaunteed a spectacular nighttime show.

The telltale sign of Almaty getting nearer was the increasing intensity of the brown haze on the horizon.  The pollution created by the immense number of vehicles and factories casts a thick layer of smog across the city, which owing to its geographical position surrounded by high mountain ranges, isn’t blown away very often.  The city itself is filled with rows and rows of tree-lined streets and boulevards.  Luxury cars and designer stores are abundant, and new high-rise buildings are rapidly changing the skyline.  Kazakhstan’s rapid economic growth is plain for all to see.

The mountains surrounding Almaty offer wonderful hiking and camping opportunities, but unfortunately our travel schedule and booked onward flight didn’t allow us time for this.  Instead, we spent our time in Almaty trawling through bike shops for spare parts, wandering the green streets, enjoying European style fare, and getting everything ready for our flight to Hong Kong.

Although we’ve “visited” Kazakhstan twice during this trip, in no way, shape or form, could we say that we’ve really seen much of this huge vast country.  We never travelled in Kazakhstan.  We used it as a way to get from point A to point B.  It was like a transfer within an airport.  Without doubt it has much to offer, but the route we’d chosen meant that we had other places to be.  Somewhere for another time I suppose.

Leaving on a jet plane...

Leaving on a jet plane…

The day of our flight finally arrived (October 7th), so we packed up the bikes, and rode out to the airport.  At the airport the bikes were disassembled and wrapped up in plastic cling wrap, all of our luggage packed together, everything checked in, US$60 handed over for the transport of each bike, and then it was time for new beginnings, first Hong Kong, and then (hopefully, visas permitting) China.

In the blink of an eye through Kazakhstan

(English below)

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Wir können kaum behaupten, überhaupt in Kazakhstan gewesen zu sein, da wir nur drei Tage in diesem Riesenland verbracht haben: Zwei davon in einer klimatisierten Wohnung und einen weiteren in einem überfüllten Zugabteil.

Die Überfahrt von Baku (Azerbaijan) nach Aktau (Kazakhstan) dauert normalerweise zwischen 24 Stunden und drei Tagen, je nachdem, ob es am Hafen Platz zum Anlegen gibt. Da unser Frachtschiff engst eingepferchte, (mehr oder weniger) lebendige Pferde aus Georgien transportierte, die tagelang kein Fressen erhalten hatten, von den vielen Schlägen bluteten und wohl nicht mehr all zu lange durchgehalten hätten, dockten wir bereits nach 23 Stunden in Aktau an. Paul und mich hatte in Baku ein übler Käfer erschwischt, der uns an Bett und Toilette gebunden und uns von der Schifffahrt kaum was mitbekommen lassen hatte. Geschwächt liessen wir die drei Stunden Passkontrolle – d.h. warten, warten, warten – zuammen mit den andern fünf Tourenfahrenden über uns ergehen und radelten gegen Abend in die Stadt Aktau, die aus einer losen Ansammlung hässlicher, sowjetischer Gebäudeblöcke besteht, hinein.

Land ahoy - Kazakhstan on the horizon

Land ahoy – Kazakhstan on the horizon

Aktau harbour - luckily we'd reserved a parking spot

Aktau harbour – luckily we’d reserved a parking spot

Playing the waiting game - again!!

Playing the waiting game – again!!

Thank you, I hope so too.

Thank you, I hope so too.

Wir verabschiedeten uns von unseren Reisegspändli und radelten zu unserem amerikanischen Gastgeber (couchsurfing) Mark, der uns in seiner luxuriösen Wohnung mit einem grossen Nachtessen empfing. Beide hatten wir seit fast zwei Tagen nichts mehr gegessen und waren nicht sicher, ob das Rumoren in unsern Bäuchen nun vom Käfer oder vom Hunger kam. Das Nachtessen war jedenfalls herrlich und die darauf folgenden Krämpfe nicht mehr all zu heftig.

Den nächsten Tag (23. Juli) verbrachten wir in Marks klimatisierter Wohnung und spürten, wie wir allmählich wieder etwa zu Kräften kamen. Nach wie vor fühlten wir uns aber zu schwach, die Strecke zwischen Aktau und Usbekistan, die ausschliesslich aus Wüste, zu grossen Teilen sogar aus einer ungeteerten Sandstrasse besteht, bei dieser Hitze (40°) per Fahrrad in Angriff zu nehmen. Gleichzeitig hatte aber unser Usbekistanvisum bereits am 21. Juli zu laufen begonnen und unsere 30 Tage Usbekistan-Aufenthalt sickerten langsam dahin. Es war klar, dass wir es nicht schaffen würden, ganz Usbekistan von West bis Ost in der gegebenen Zeit per Fahrrad zu durchqueren und so kauften wir uns für die Strecke von Aktau nach Nukus (Usbekistan) zwei Zugbillette.

Nach einem letzten Abend mit Mark, unserem grosszügigen und interessanten Gastgeber, radelten wir am 24. Juli zum Bahnhof, der sich in Mangishlak (auch Mangistau), ca. 20 Kilometer östlich von Aktau, befindet.  Sobald wir auf den Fahrrädern sassen, war klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten: Unsere Beine waren noch immer schwach, die Bäuche noch nicht genügend erholt und der heisse, staubige Gegenwind raubte uns die neu gewonnene Energie. Erschöpft erreichten wir Mangishlak und warteten gespannt auf den Zug: Aus Erfahrung wussten wir, dass Zugfahren mit Fahrrädern samt Gepäck eine mühselige Angelegenheit sein kann.

Der Zug fuhr ein, die Leute um uns drängten sich hinein und uns wurde erst mal klargemacht, dass es für die Fahrräder keinen Platz gebe. Genau dies hatten wir jedoch tags zuvor abgeklärt und wurden nun so wütend, dass der Schaffner erschreckt nachgab und zuschaute, wie wir die Fahrräder in den Zug hievten, durch den halben Wagen schoben und mit Hilfe anderer Passagiere auf der Gepäckablage oberhalb unserer Köpfe verstauten. Der Schweiss rinnte uns die Stirn hinunter, als wir uns zum Schluss ein Sitzplätzchen erkämpften, das wir die nächsten neun Stunden für nichts und niemanden aufgeben würden. Unsern Bäuchen trauten wir noch immer nicht ganz, so dass wir aufs Essen verzichteten, dafür den Ipod laufen und die Landschaft an uns vorbei ziehen liessen. Der Zug fuhr durch wüstenähnliche und menschenleere Landschaften. Wir stellten uns vor, uns auf den Fahrrädern, bepackt mit 20 zusätzlichen Liter Wasser, durch diese Einöde zu kämpfen und waren dankbar, für ein Mal Zugreisende zu sein.

The perfect host - thanks Mark

The perfect host – thanks Mark

Soviet style buildings with a splash of colour

Soviet style buildings with a splash of colour

Sunset over the Caspian Sea

Sunset over the Caspian Sea

Nach neun Stunden erreichten wir gegen Mitternacht die Stadt Beyneu, hievten und schleppten Fahrräder sowie Gepäck schwitzend und fluchend gegen die drängelnde Menschenmasse wieder aus dem Zug hinaus und warteten auf den Anschlusszug nach Nukus in Usbekistan. Nachdem wir eine Stunde auf den Gleisen gewartet hatten, realisierten wir erst, dass der von Dutzenden von Militäroffizieren bewachte, auf den Gleisen ruhende Zug der unsere war. Gespannt zeigten wir einem Offizier unsere Tickets und waren erleichtert, als dieser freundlich mit uns zu schwatzen anfing, uns sogar half, Fahrräder und Taschen im Wagon zu verstauen und uns zwei Liegen in einer Viererkabine zuwies. Wir legten uns hin und schliefen, noch bevor der Zug abgefahren war, ein.

Zwei Stunden später erreichten wir die kazakhisch-usbekische Grenze. Usbekistan ist für seine strengen Zollkontrollen bekannt. Antibiotika etwa gelten in der Regel als Drogen und werden meist konfiziert. Wir rechneten deshalb damit, alle unsere Sachen auspacken und unsere Reiseapotheke erklären zu müssen. Der Zug hielt zwar drei Stunden lang still, es passierte jedoch nichts. Wir mussten einzig ein Deklarationsformular ausfüllen und schon hatten wir einen neuen Stempel im Pass. So einfach geht das manchmal.

Through Kazakhstan in the blink of an eye

In some ways, it doesn’t seem right to say that we’ve really visited Kazakhstan.  Yes, we had Kazakh visas.  Yes, we touched Kazakh soil.  Yes, we sweated under the intense heat of the Kazakh sun.  But ultimately, Kazakhtsan didn’t have time to fully reveal her immense secrets and beauty to us hidden within an even more immense land.

The voyage from Baku, Azerbaijan to Aktau, Kazakhstan can take anything from 24 hours to 5 days.  The main deiciding factor being whether the harbour in Aktau has room for the ship to berth upon arrival.  As luck would have it, we sailed straight in aboard our ship, Barda, docked, had our passports returned to us (the captain minded them for us during the passage) and headed through passport control and customs.  A little waiting (as to be expected) later and we were standing on new territory in Kazakhstan.

Desert here we come

Desert here we come

Ustyurt Plateau

Ustyurt Plateau

Contemplation in the desert

Contemplation in the desert

Playing jenga with our bikes

Playing jenga with our bikes

The morning before the voyage Nina and I simultaneously began showing the effects of some stomach bug we’d picked up, so the majority of our journey across the Caspian Sea revolved around running for our lives the four metres to the bathroom or lying comatose in beds in our stuffy windowless cabin.  The occasional stagger outside onto the deck to feel the cool evening air on our faces helped somewhat, but unfortunately the cool change didn’t make it along the ship’s corridors to our room, where the temperature hovered around 35 degrees.

Along with the five other cyclists onboard the ship, we pedalled the 10km from the harbour into Aktau just as evening approached.  We bid our farewells to the others, and headed to meet Mark, who’d agreed to host us via couchsurfing for a few days.  Once again we had managed to strike gold, and we found ourselves in Mark’s luxurious apartment enjoying a delicious homecooked dinner of chicken parmagiana (haven’t been fortunate enough to taste that for a while!!).  Mark, as an American living and working in Aktau, offered us a different perspective on life in Kazakhstan, and it was fascinating to hear about his work in oil spill management on the Caspian Sea and previously with the US Coast Guard.  Hopefully he makes it to Switzerland some time soon!!

Knowing that the next part of our journey involved riding over 800km through the desert towards Uzbekistan with totally depleted energy stocks (and knowing that time was already ticking on our Uzbek visa), we made the tough decision to take the train from Aktau, Kazakhstan to Nukus, Uzbekistan.  Whilst this certainly turned out to be physically less demanding, it was far from a relaxing train ride.

In true Soviet town planning style, the Aktau train station was located about 20km away in Mangishlak (also known as Mangistau).  We loaded up our bikes and feeling fairly drained, set off eastwards in the scorching sun.  After an hour and a half struggling against a gusty headwind we made it to Mangistau and waited for our train with the hundreds of other people standing around there.  Of course once the train arrived, it was a free for all, and us with our 40kg of luggage and 2 bikes never really stood a chance.

There's room for everybody somewhere

There’s room for everybody somewhere

Ustyurt Plateau

Efficient packing system

The beauty of Beyneu train station at midnight

As we’d expected, the train staff began animating that there was no room for bikes on the train, but before they’d even finished their sentences, Nina (possibly with the use of mind control – I guess I’ll never know) had convinced them otherwise and we simply began loading all of our things into the train.  Realistically we’d assumed that we’d have to bribe someone, but it seemed Nina had struck enough fear into them that they more or left us be the whole trip.  To begin with, the two bikes stood in the alcove next to the door, however it was soon decided that this wasn’t the ideal situation, so I was asked to roll the bikes along the middle of the whole carriage (which didn’t offer much space as one can imagine) and then lift them up onto the bag racks between the seats so that they hung suspended in mid air above our heads – at least we could keep a better eye on them I suppose J

We were fortunate enough to have to swap trains in Beyneu at around midnight, which gave us the opportunity to repeat the whole process, by which we were now well rehearsed – bikes down from the racks, Nina scampering to and fro taking the eight bike bags, two waterproof bags, the tent, two handlebar bags and about four bottles of water out onto the platform.  We stood around the train station in Beyneu for a few hours and then realised that one of the trains that had rolled in a while earlier, which was then being checked by the Kazakh border control, was actually our next train.  Again, all bags and bikes into the train (this time the staff even helped a little), we chatted to one of the young army officers positioned the whole length of the train (at least thirty in total) guarding the carriages, and after the whole train had been checked, we departed.

We were given two beds in a four-berth sleeper carriage and set off towards Uzbekistan.  Another 3 hours stop between 2am and 5am dragged on endlessly as the Uzbek border control boarded the train to check all passengers.  We’d stowed our luggage in all corners and compartments of the cabin, and were dreading having to unpack everything for it to be checked.  In the end the process was much simpler.  A young guard came into our cabin, pointed at the luggage on the floor, we said something about bicycle in Russian, after which he grunted and walked off – customs control complete!  We honestly declared how much foreign currency we were carrying and received our copy of the customs form back without any problems – maybe beauracracy has been exaggerated here (probably not though – sometimes you just get lucky).  Once the Uzbek guards had checked everyone else (and collected enough fines/bribes) the train was off