Beach holiday in Kyrgyzstan

Ferien in Kirgistan

(English below)

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Wir verliessen Karakol am 18. September, um gemächlich nach Bishkek zu radeln. Ein letztes Mal genossen wir es, nur halb so lange Strecken wie gewohnt zurückzulegen und die Nachmittage entweder am See Issyk Köl oder in einer gemütlichen Pension zu verbringen.

Tian Shan (mountain range)

Tian Shan (mountain range)

At the beach, Lake Issyk Köl

At the beach, Lake Issyk Köl

Wir hatten gehört, dass die Nordseite des Sees Issyk Köl, insbesondere das Städtchen Cholpon Ata, im Sommer unter russischen und kasakischen Strandtouristen äusserst beliebt sei. Umso überraschter waren wir, als wir an den Stränden statt Bikinischönheiten und sich sonnende Muskelprotze nur paar Esel, Schafe und Pferde antrafen. Die UrlauberInnen waren alle schon wieder in den Norden zurückgekehrt, so dass wir die Strände ganz für uns hatten. Wir fühlten uns wie in den Ferien.

Am 22. September erreichten wir das westliche Ende des Sees und damit das Städtchen Balykchy, wo wir uns am frühen Nachmittag in einer heruntergekommenen Pension einquartierten, uns den Basar anschauten und ein letztes Mal ans Seeufer spazierten. Balykchy, das zu Sowjetzeiten eine bedeutende Industriestadt war, hat – wie einige kirgisische Städte – seit der Unabhängigkeit seine industrielle Grundlage verloren. Entsprechend hoch sind deshalb die Arbeitslosenquote und damit einhergehend der Alkoholkonsum. Einmal mehr führten uns die deprimierend leeren Strassen, die zerfallenen Häuser sowie die in Grüppchen kauernden, wodkatrinkenden Männer vor Augen, welch hartes Leben hier zum Teil geführt wird.

Am nächsten Tag rollten wir fast den ganzen Tag lang bergab (nach wie vor ein wunderbares Gefühl!) und erreichten gegen Abend das Städtchen Tokmok. Wir schauten uns am 23. September den im 11. Jahrhundert errichteten Buranaturm, ein Minarett und eines der in Zentralasien ältesten errichteten Bauwerke, an und erreichten am 24. September Bishkek, die Hauptstadt Kirgistans.

Lake Issyk Köl

Lake Issyk Köl

Hi ho, hi ho, it's off to work we go..

Hi ho, hi ho, it’s off to work we go..

Bishkek ist eine lebhafte und in vielerlei Hinsicht moderne Stadt mit zahlreichen Cafés und Restaurants, aber auch grossen, typisch zentralasiatischen Basaren. Sehenswürdige historische Bauten gibt es kaum, da die Stadt erst im 19. Jahrhundert gegründet wurde und so verbrachten wir die meiste Zeit in Cafés sowie im gemütlichen Innenhof unserer Pension (Nomads Home). Durch Barbara, eine Freundin aus der Schweiz, lernten wir Janar kennen, die drei Jahre in Bern gelebt hat und dadurch hervorragend Deutsch spricht. Nach 6 Wochen Kirgistan war es für uns äusserst spannend, uns mit einer jungen kirgisischen Frau unterhalten zu können und so viele unserer offenen Fragen über Land und Leute beantwortet zu erhalten. Mit Janar besuchten wir am 29. September eine eindrückliche Ballettaufführung (ein kirgisisches Märchen namens “Cholpan”) in der Staatsoper. Da sie am nächsten Tag ihren Geburtstag feierte, lud uns Janar am 30. September zusammen mit paar Freundinnen in ein kirgisisch-chinesisches Restaurant ein, wo wir unter anderem ein letztes Mal kirgisische Schaschlik (Fleischspiess), Kurdak (Fleisch mit Kartoffeln und Zwiebeln) und Chorpo (Fleischsuppe) genossen und – wie es sich für Kirgistan gehört – immer wieder mit einem Glas Schnaps und mit Trinksprüchen auf Janar anstiessen. Liebe Janar, vielen Dank für diesen wundervollen Abend!

Nach 42 Tagen in Kirgistan überquerten wir am 1. Oktober kurz vor Mittag die Grenze nach Kasachstan. Hätten wir – wie geplant – in Bishkek ein Chinavisum erhalten können, so wären wir schon längst in der chinesischen Wüste. Da wir aber einen Flug nach Hongkong buchen mussten, blieb uns mehr Zeit, Kirgistan zu entdecken und uns Zeit für Land, Leute, aber auch uns selbst zu nehmen.

Smoked fish, Balykchy

Smoked fish, Balykchy

Spätestens seit Aserbaidschan reisen wir durch Länder, deren Kultur uns in vielerlei Hinsicht fremd ist. So wirkt etwa der Umgangston in Kirgistan hart. Auf den ersten Blick scheinen die Menschen im Vergleich zu Europa nicht sehr zimperlich miteinander umzugehen. Hierzu paar Beispiele: Sieht ein Autofahrer eine Fussgängerin auf der Strasse, beweist dieser seine Stärke und beschleunigt sein Tempo, statt sich in Vorsicht zu üben. Statt sich in einer Warteschlange einzureihen, stösst der Stärkste die andern aus dem Weg. Jungen bewerfen uns vom Strassenrand aus mit kleinen Steinen – wohl nicht, weil sie uns etwas Böses wollen, sondern eher, weil sie das zum Spass auch untereinander tun. Den übermässigen Wodkakonsum haben wir bereits im letzten Blog erwähnt. Nach wie vor wird zudem der Brauch des Brautraubs (bride kidnapping) vielerorts toleriert und praktiziert: Im Extremfall wird eine junge Frau dabei entführt, entehrt und damit von ihrem Entführer zur Heirat gezwungen. Ein Brauch – für uns kaum vorstellbar, in Kirgistan aber tatsächlich noch Gang und Gäbe. Um solche kulturelle Unterschiede auch verdauen zu können und andern Menschen gegenüber weiterhin offen zu bleiben, benötigen wir immer wieder kleinere Reisepausen. Wir genossen es in Kirgistan daher sehr, nicht jeden Tag weiterziehen zu müssen, sondern auch mal an unspektakulären Orten verweilen zu können, ein Buch zu lesen oder interessante Touristen kennenzulernen. Obwohl einiges für uns unverständlich bleibt, haben wir unsere Tage in diesem Bergland sehr genossen, wunderbare Menschen kennengelernt und schönste Natur bereist. Bald schon erleben wir einen wohl noch grösseren Kulturschock: China!

Holiday time in Kyrgyzstan

With our blistered feet slowly on the mend, it was time to leave Karakol (September 18th) and head around the northern shore of Lake Issyk Köl back towards Bishkek.  Knowing that we had ample time for the journey, we could take the 400km back to Bishkek at a leisurely pace.  Most afternoons were spent relaxing somewhere on the lakeshore.  We’d heard that during the summer months the northern shore of Lake Issyk Köl, especially the village of Cholpon-Ata, was filled to overflowing with tourists; well to do Kyrgyz, Russians and Kazakhs mainly.  Imagine our surprise then, when the only other guests we had to share the beach with, were grazing donkeys, sheep and horses.  It would seem that the mass exodus of tourists back to their jobs in the city had already taken place, so we had the lake to enjoy more or less to ourselves.

Burana Tower

Burana Tower

Burana Tower

Burana Tower

A few days of riding brought us to Balykchy (September 22nd), at the western end of the lake.  After finding a grotty guesthouse (options being somewhat limited) we took a look around the town and made trip to the bazaar.  Balykchy was a major industrial and transport centre during the Soviet era, but it lost almost its whole economic base following the collapse of the Soviet Union and the closure of virtually all of its industrial facilities.  The crumbling factories cast a ghostly shadow throughout the town, and there seemed to be a feeling of hopelessness hanging over the town.  Like many other towns in Kyrgyzstan with high unemployment that we’d passed through, the standard street scene consisted of groups of squatting men passing the bottle around the circle.

Upon reaching the other side of Balykchy (September 23rd), we were greeted with a day of over 100km of lovely smooth wide streets, stretching all the way to down to our Tokmok.  Originally we’d planned to camp somewhere along the way, but the good roads combined with the relatively high population density meant that we kept on pedalling until we found a cheap guesthouse in Tokmok for the evening.  The next day involved a short 15km bike trip (without luggage) to Burana Tower, the last remains of the ancient city of Balasagun, which was founded at the end of the 9th century.  The tower is a large minaret, originally 45m high, but now just 25m after being partially destroyed by an earthquake in the 15th century.  Like at all “tourist destinations” in Kyrgyzstan, the ubiquitous Kyrgyz wedding party was also in attendance, for a few photo opportunities.

A short 60km had us in Bishkek the next day (September 24th), where we would end up staying for a week.  The city itself is a bustling, modern place, filled with innumerable cafes, restaurants and bars, wide tree-lined boulevards, shady green parks and white marble Soviet monstrosities littered throughout.  There are not many notable historical buildings per se, since the city was only founded during the 19th century.  Most of our time was spent enjoying far too much Italian coffee, eating ice creams, and wandering the streets, and relaxing in the garden of our guesthouse, Nomad’s Home.  The main central bazaar (Osh bazaar) kept us entertained for a while with its comings and goings, and everybody going about their daily business.

Bishkek

Bishkek

State Opera and Ballet Theatre, Bishkek

State Opera and Ballet Theatre, Bishkek

A Swiss friend had given us the contact details of a Kyrgyz friend of hers, so during our stay in Bishkek we arranged to meet.  Janar, it turns out, had studied for three years in Bern, and spoke perfect German.  After travelling so long through Kyrgyzstan, it was interesting to finally be able to get some answers to all of the questions regarding Kyrgyzstan that we’d asked ourselves during the last 6 weeks.  For Annina, it was especially exciting to be able to hear about life in Kyrgyzstan from the perspective of a Kyrgyz woman.

We visited the State Opera and Ballet theatre with Janar (September 29th), where we saw a performance of a typical Kyrgyz fairytale, Cholpon, adapted as a ballet.  The interior of building itself was incredibly beautiful, a mix of Russian and Kyrgyz motifs, and the performance was equally entertaining, the typical “love against all odds” story, spectacular backdrops, and an enthusiastic audience clapping randomly and frequently.

The next day was Janar’s birthday (September 30th) and we were invited to dinner to help her celebrate with a few of her friends.  A sumptuous feast, complete with typical Kyrgyz specialities (Kurdak, shashlik, chorpo), that we’d come to enjoy, awaited us.  Good company and an endless supply of beer, wine and schnapps, made for a wonderful evening, swapping stories and hearing about different cultures.  Cheers again Janar, and thanks for a night to remember.

Janar's birthday feast

Janar’s birthday feast

Happy birthday Janar!!

Happy birthday Janar!!

After 42 amazing days in Kyrgyzstan, it was finally time to say goodbye.  Around midday (October 1st), we crossed the border into Kazakhstan.  If we’d been able to obtain a Chinese visa in Bishkek like we’d originally planned, we’d have long been in China already.  As things transpired, this didn’t turn out to be possible, and since we booked our flight to Hong Kong from Almaty so far in advance, we had more time to spend in Kyrgyzstan.

Whilst the country possesses unimaginable and unquantifiable beauty, life here is tough.  The Kyrgyz economy has struggled considerably since independence, and up to one third of the population live below the poverty line.  As foreigners looking in, it also appears at times that the way people treat each other is tough.  When a pedestrian crosses the street, it is almost normal behaviour for an oncoming car in the distance to noticeably accelerate and change lanes towards the pedestrian, whereby you’d assume he was actually trying to run him over.  The demonstration of one’s power and thus importance holds sway here.

There has also been a renaissance in bride kidnapping in recent times.  Although illegal, the practice, for all intents and purposes, is widely tolerated.  Many claim that bride kidnapping is a tradition, however the rapidly increasing “bride-price” makes marriage almost unaffordable for those from poorer backgrounds.  As a way to circumnavigate this payment to the bride’s family, a man will arrange (usually with some friends) to kidnap his desired bride from the street.  The young woman will then be held at the house of the man’s family and coerced (emotionally and often physically) into accepting the marriage proposal.  Knowing that their reputation within society will be ruined if they don’t, they have little option but to accept the marriage proposal.

The easing of visa restrictions has definitely seen an increase in tourists visiting Kyrgyzstan.  Whilst there are definite social problems which need to be tackled, the generosity and honesty of Kyrgyz people has made our stay one to remember.  It will be interesting to see how the tourism sector develops in the near future, and how the Kyrgyz people are best able to showcase the abundance of beauty they have, just waiting to be discovered throughout the land.  For us though, a new culture shock awaits: Next stop China (we hope).

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Back home in Switzerland?

(English below)

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Zurück in der Schweiz?

Kirgistan besteht zu 94% aus Bergen. Das klingt nicht gerade nach einer grossen Vielfalt. Berge sind hier jedoch nicht gleich Berge und so sind wir im vergangenen Monat einerseits durch trockene Hochebenen und anderseits an die Schweiz erinnernde Täler und Tannenwälder, einerseits über steiles Geröll und anderseits über sanfte Hügel, einerseits entlang glasklarer Bergseen und anderseits ans Meer erinnernde Strände geradelt. Nach wie vor reisen wir also verzückt durch die Gegend und staunen, wie schnell die Landschaft sich ändert.

Bambi giving directions

Bambi giving directions

Through the forest to Lake Issyk Köl

Through the forest to Lake Issyk Köl

Book club at the lake

Book club at the lake

Everything by the bucket load

Everything by the bucket load

Wildlife spotting - maybe it's a Swiss tourist from the Alps

Wildlife spotting – maybe it’s a Swiss tourist from the Alps

The finishing touches being made on our new carpet

The finishing touches being made on our new carpet

Took Nina all of about 5 seconds to decide we had to buy something

Took Nina all of about 5 seconds to decide we had to buy something

Wool being dyed

Wool being dyed

I wanna go to the seaside

I wanna go to the seaside

Just bumped into Frank

Just bumped into Frank

Our majestic camping spot on Lake Issyk Köl

Our majestic camping spot on Lake Issyk Köl

Pure beauty

Pure beauty

A journey in a trusty Lada

A journey in a trusty Lada

Karakol Valley

Karakol Valley

Are we back in Switzerland?

Are we back in Switzerland?

Time to get moving

Time to get moving

Changing of the seasons

Changing of the seasons

Lake Ala-Köl

Lake Ala-Köl

It's gonna be a chilly night

It’s gonna be a chilly night

Thankfully we carried some wood with us

Thankfully we carried some wood with us

Early morning at Lake Ala-Köl

Early morning at Lake Ala-Köl

Not a breath of air

Not a breath of air

Mountain goats heading to the pass

Mountain goats heading to the pass

Climbing, climbing, climbing

Climbing, climbing, climbing

At the top: Ala-Köl Pass (3900m)

At the top: Ala-Köl Pass (3900m)

Lake Ala- Köl from the pass

Lake Ala- Köl from the pass

The seven dwarfs heading over the river

The seven dwarfs heading over the river

Our thermal bathhouse

Our thermal bathhouse

Nina cooling down in the Arashan River

Nina cooling down in the Arashan River

Breakfast of champions - polenta and pancakes

Breakfast of champions – polenta and pancakes

Arashan Valley

Arashan Valley

Hands-free goat holding for when you have that urgent phone call

Hands-free goat holding for when you have that urgent phone call

Karakol Sunday animal bazaar

Karakol Sunday animal bazaar

Dapper hat, Sir

Dapper hat, Sir

Please form an orderly queue before entering the boot

Please form an orderly queue before entering the boot

Glad we survived the rickety ride

Glad we survived the rickety ride

Wooden Chinese Mosque, Karakol

Wooden Chinese Mosque, Karakol

Russian Orthodox Church, Karakol

Russian Orthodox Church, Karakol

Russian Orthodox Church, Karakol

Russian Orthodox Church, Karakol

Nach einer zweitägigen Reisepause im geschäftigen Bergdorf Kochkor radelten wir am 6. September weiter Richtung Osten und erreichten noch am selben Tag das westliche Ufer des Issyl-Köl, der nach dem Titicacasee zweitgrösste Bergsee der Welt. Es schien, als wären wir am Meer gelandet. Das Feriengefühl war geweckt und so kauften wir uns bereits nach 50 Kilometern Fahrt eine Flasche Bier, radelten an ein einsames Plätzchen am Strand, wo wir einen gemütlichen Nachmittag und eine ruhige Nacht verbrachten.

Der nächste Tag (7. September) führte uns erst dem Issyk-Köl entlang und anschliessend über einen kleinen Pass, etwas südlich des Sees. Überall boten Bauernkinder am Strassenrand Plastikeimer voller roter, knackiger Äpfel an. Überhaupt hatte ich noch niemals zuvor solch prächtige Apfel- und Birnbäume gesehen! Als ich jedoch einem Mädchen 10 Äpfel abkaufen wollte, verstand sie die Welt nicht mehr: Was will jemand mit nur 10 Äpfeln? Weshalb wollten diese Touristen nicht gleich einen ganzen Eimer kaufen? Das Mädchen rief die halbe Familie herbei, die uns statt eines Eimers eine Tasche mit 20 Äpfeln füllte, sich weigerte, dafür Geld anzunehmen und uns zuschaute, wie wir die Äpfel auf unsere ohnehin vollgestopften Taschen verteilten und mit zwei Kilos mehr davonrollten. Noch immer staunen wir, wie grosszügig uns überall begegnet wird. Kirgistan bildet da keine Ausnahme und da hier mehr getrunken als gegessen wird, werden wir tagtäglich und teilweise bereits frühmorgens zum Wodkatrinken eingeladen. Am Strassenrand hockende Männergrüppchen, die paar Flaschen kreisen lassen sowie durch die Strassen schwankende oder einander stützende Männer sind fast zu jeder Tageszeit und fast in jeder Ortschaft anzutreffen. Die weit verbreitete Arbeitslosigkeit und Armut – die Wirtschaft Kirgistans bleibt seit der Erklärung der Unabhängigkeit im Jahr 1991 eine der schwächsten in der ehemaligen Sowietunion – sind sicherlich Ursachen für den massiven Alkoholkonsum. Gleichzeitig scheint das wiederholte gemeinsame Anstossen und Runterleeren von Spirituosen, meist Wodka, auch Teil der (zumeist Männer-)Kultur zu sein. Dass sich ihre Väter regelmässig, wenn nicht täglich, in den Rausch trinken, gehört für viele Kinder zum gewohnten Alltag und wird von der Gesellschaft nicht nur toleriert, sondern auch akzeptiert. Kinder scheinen oft gar keine andern Lebensformen kennenzulernen, so dass Alkoholismus und die damit einhergehenden sozialen Folgen wie etwa Gewalt und Kriminalität die Gesellschaft auch künftig stark prägen werden – ein etwas düsteres Bild der Zukunft!

Wird uns Woka angeboten, lehnen wir meist höflich ab, nehmen damit aber auch in Kauf, Menschen zu beleidigen. Wir haben auch erfahren müssen, dass es nach jedem Glas Wodka nur noch schwieriger wird, das sogleich nachgefüllte nächste Glas, das uns hartnäckig hingestreckt wird, abzulehnen. So sind wir ziemlich stur geworden und lassen uns kaum mehr Wodka in die Hände drücken. Umso schöner war es aber, als uns am 7. September die zwanzig Äpfel geschenkt wurden, die wir in aller Dankbarkeit annehmen konnten…

Wir erreichten am 7. September das Städtchen Bokonbayevo, wo wir uns zusammen mit dem Rucksacktouristen Antoine aus Frankreich via CBT (community based tourism) und gegen ein Entgelt im Gästezimmer einer Grossfamilie einquartierten, ein köstliches Abendessen genossen und Reisegeschichten austauschten.

Am nächsten Tag (8. September) besuchten Paul und ich die Filzfabrik unserer Gastgeberin, wo wir uns einen typisch kirgisischen und in sämtlichen Jurten vorzufindenden Teppich (Shyrdak) für unser Wohnzimmer kauften. Nun mussten wir nur noch eine verlässliche Poststelle finden, was in Zentralasien nicht immer eine leichte Aufgabe ist. Mit schweren Fahrrädern, zwanzig Äpfeln im Gepäck und nun auch noch mit einem Teppich beladen, verliessen wir Bokonbayevo kurz vor Mittag, um den ganzen Tag gemütlich auf einer ebenen Strasse dem See entlang zu radeln. Kurz nach Kadji-Sai sahen wir einen Tourenfahrer auf uns zukommen und erkannten bei näherem Hinsehen Frank aus Deutschland, den wir zuletzt in Baku, Azerbajan, bei einem Nachtessen mit vielen Tourenfahrenden getroffen hatten. Was für ein Zufall und welch kleine Radlerwelt! Nach einem langen Schwatz am Strassenrand verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren in entgegengesetzter Richtung weiter.

Gegen Abend entdeckten Paul und ich an einem abgelegenen Strand eines der wohl schönsten Plätzchen auf unserer bisherigen Reise, nahmen ein Bad im See, bauten unser Zelt auf, kochten Nudeln und genossen bei einem kitschigen Sonnenuntergang unser Nachtessen mit Sicht auf die umliegenden Berge und den dunkelblauen See.

Am nächsten Tag (9. September) erreichten wir bereits nach 60 Kilometern das Städtchen Karakol, wo wir auf Antoine aus Frankreich, den wir bereits in Bokonbayova getroffen hatten, sowie Esther und Marc aus Holland stiessen und bei einem gemeinsamen Nachtessen eine viertägige Wanderung über die umliegenden Pässe planten.

Die Wanderung führte uns dem Karakolfluss entlang (10. September), zum Bergsee Ala-Köl (11. September), über den Ala-Köl Pass (3860 m.ü.M.) nach Altyn Arashan (12. September) und am vierten Tag (13. September) nach Ak-Suu. Nebst Antoine, Esther und Marc gesellten sich noch Sabrina und Martin aus Deutschland hinzu und zu siebt verbrachten wir vier sehr anstrengende – noch nie war ich zuvor auf einem so hohen Pass gewesen! -, aber traumhafte Wandertage, fröhliche Yahtzee-Pausen und gemütliche Abende am wärmenden Lagerfeuer. Mit guten Leuten in den Bergen: Es fühlte sich an wie zu Hause in der Schweiz! Am dritten Tag erreichten wir nach einem steilen Abstieg paar Berghütten und heisse Mineralquellen (Altyn Arashan). Nach drei langen Wandertagen und zwei kalten Nächten im Zelt eilten wir ins heisse Bad, gönnten uns paar Biere, lehnten uns entspannt zurück und liessen den Dampf steigen. Welch ein Luxus!

Der letzte Tag (13. September) führte uns durchs Ak-Suu-Tal bis hin zur Hauptstrasse, wo wir auf den Bus nach Karakol warteten. Schon zu diesem Zeitpunkt konnten wir uns vor lauter Muskelkater und Blasen an den Füssen kaum noch rühren. Nach sechs Monaten auf dem Fahrrad sind wir konditionell zwar fit, doch sind es immer dieselben Muskeln, die trainiert werden.

Mittlerweile (17. September) haben sich unsere Beine wieder erholt. Unsere in kurzer Zeit lieb gewonnenen Wandergspändli sind bereits weitergereist, während Paul und ich heute noch die Moschee und die orthodoxe Kirche in Karakol angeschaut haben und unsere Weiterreise nach Almaty in Kasachstan planen. Von dort aus werden wir am 8. Oktober nach Hongkong fliegen.

Back home in Switzerland?

Like already mentioned in the previous blog, 94% of Kyrgyzstan is made up of mountains.  Whilst that may not seem to offer so much variation to the landscape, never before have I been witnessed to such a wide range of different mountain types.  The last month has led us through arid high plateaus, valleys reminiscent of the Swiss Alps, abstract red rock formations, steep scree covered peaks, green rolling hills and past crystal clear mountain lakes, turquoise streams and rivers, and sandy beaches more likely to be found by the seaside.  We continued to gaze admiringly at the beauty presented to us around every new corner, and be amazed by how quickly the landscape changes before our eyes.

Following a two day break in the bustling mountain village of Kochkor, we rode eastwards (September 6th) towards Lake Issyk Köl, und upon reaching the south-west shoreline early in the afternoon, called it a day after only 60km, bought some cold beers, found a quiet camping spot by the lakeside and spent the afternoon relaxing by the water.  At 180km in length and 60km in width, Lake Issyk Köl in the second largest mountain lake in the world after Lake Titicaca.  Although surrounded by snow-capped peaks, it’s mild salinity and many thermal springs means that the lake never freezes, owing to its Kyrgyz name “hot lake”.

The next day (September 7th) we continued on along the southern shore of the lake, before having to negotiate a small pass a little further inland towards midday.  We passed by cultivated fields and fruit orchards with children selling produce from their farms, literally by the bucket load.  Waiting patiently by the roadside for their next customer were bright plastic buckets filled to the brim with apples, apricots or pears.  The offer of fresh fruit was too good to pass up, so we stopped and Nina crossed the road to pick up some vitamins for us.  The young girl sitting at her fruit stand was totally perplexed once she realised that Nina only wanted to buy about ten apples (not the 40 already measured out in the bucket), but after a short consultation with her mother, she dashed back through the front gate and ran into the orchard, before appearing a few minutes later with a plastic bag full with at least twenty freshly picked apples.  At first no payment was wanted, but we managed to convince the mother that we’d appreciate being able to pay something, and so we set off again, 2kg heavier and some 10 Kyrgyz Som (US$0.20) poorer.

The whole trip we’ve been amazed at how generously we’ve been treated by local people who we’ve just bumped into on the road.  Kyrgyzstan has been no exception.  The only problem here being, that people seem to drink more than they eat.  It’s become part of our daily routine, at any time of the day, to see groups of males of all ages squatting in the shade polishing of a bottle (or more) of vodka, men walking along hiding a bottle filled with clear fluid discreetly (not really) up their jacket sleeve, people stumbling along the roadside, or being greeted by men with bloodshot eyes offering incessant ramblings and a small nip of nothing with breath that could anaesthetise.  Poverty and high unemployment are the main contributors to the massive alcohol consumption.  Since the Iron Curtain fell, Kyrgyzstan remains one of the least developed ex-Soviet states, and has one of the most struggling economies.  At the same time, the untiring overconsumption of alcohol, mainly vodka, has become part of the culture, and to some degree a badge of honour among men.

When we’re offered vodka, although we know it’s rude to reject it and to some degree disrespectful, very rarely have we taken the offer up.  Experience has taught us, that once one glass is consumed, it becomes ever harder to escape.  The danger of course being, that drinking to get blind drunk with hardened experts certainly won’t end well for us teetotallers (well, almost anyway).  At times, we’ve had no other choice but to lie and say we don’t actually drink alcohol, in order for the vodka-filled glass almost being shoved down our throat to disappear.

Late in the afternoon we reached Bokonbayevo, where we promptly found a family offering homestays and settled in for the evening.  A quick trip into town for an ice cream before dinner had us drumming up some more business for the guesthouse, when we bumped into a French backpacker, Antoine, who also ended up coming back to the same homestay.  A pleasant evening, a delicious home-cooked Kyrgyz meal and shared travel stories rounded out the day.

The next morning ( September 8th) the owner of the homestay offered to show us around her workplace, a carpet and felt workshop.  The workshop specialised in felt carpets (shyrdaks), which are generally found as decoration inside yurts.  Of course such a visit always end the same way, and so we found ourselves leaving Bokonbayevo with an extra felt carpet strapped onto our bike racks.  Now we just have to work out how to post it home!!

The road east followed the shore closely, and all of the sandy beaches seemed very enticing for a rest and a swim.  However, having left Bokonbayevo quite late and still wanting to ride over 80km for the day, we stayed strong and kept on riding.  Along the way we bumped into Frank, another cyclist from Germany, who we’d first met in Baku, so the time quickly slipped by as we chatted about what we’d been up to since we’d last seen each other.

Towards evening, just before the road headed inland away from the lake, we turned off the main road and slipped down a dusty track, past a few farmhouses, and arrived at the shore of Lake Issyk Köl.  With no one else around, it seemed that we had the whole lake to ourselves, ringed with snow-capped mountains.  A quick swim was naturally in order to wash away the day’s dust and sweat.  As the sun slowly set, treating us to an amazing colour spectacle, we ate our quickly prepared noodles and enjoyed the most stunningly beautiful camping spot of our entire trip so far.

We dragged ourselves away from the lake the next morning (September 9th) for the short 60km trip into Karakol.  A bumpy windy road made the going slow, but shortly after lunchtime we rolled into town, found a guesthouse and settled in.  We bumped into Antoine, who we’d met just a few days earlier in Bokonbayevo, again coincidentally in the street and together starting making plans for a few days of hiking.  He’d collected a few more other travellers and keen hikers along the way, a Dutch couple, Esther and Lars, and two Germans, Sabrina and Martin, so it seemed that our hiking group would consist of seven people.  Originally Nina and I had planned to have a rest day in Karakol in order to prepare for the hike, but once we realised the others wanted to set off the next day already, we went into hyper drive to make sure we’d also be ready to go in the morning.  We all spent the evening together having dinner, enjoying a beer or two, and discussing the plans for the coming days.

Early the next morning (September 10th) we rushed around town, getting our things in order and stocking up on supplies for the four-day trek, so that we would be ready for the agreed 11am departure.  Dashing out the front door of our guesthouse shortly before 11am with our rented backpacks (for future reference – never a good idea!!) had us unbelievably on time at our meeting point.  Five of us crammed into an ancient Lada taxi, backpacks loaded in around us wherever they fitted, and began the 15km journey up along the Karakol River, past the turn off to the Karakol ski region, to the starting point of the hike.  The further we went, the more the road resembled a 4X4 firebreak track, and the tired Lada heroically bumped, lurched and scraped it’s way along, and kept going even when the odds seemed well and truly against it.  Numerous short breaks allowed the radiator the chance to cool down again, helped by the fresh, clear, cold water poured over it drawn directly from the adjacent river.  An hour or so later, in true James Bond style, shaken not stirred, we arrived at the bridge that marked the beginning of our hike, and emptied out of the Lada.  We thanked the hard working taxi driver, and his equally reliable steed and set off up the valley, leaving them both to roll back down towards Karakol.

The hiking over the following four days led us through lush, pine forests, alongside icy turquoise rivers, past thundering waterfalls, across flat green pastures, had us jumping over quiet, and sometimes not so quiet streams, scrambling up and down steep scree slopes, sleeping beside incredible alpine glacier lakes, eating dry bread, playing Yahtzee under approaching darkness, over consuming packet noodles, and sitting around crackling fires in the dark swapping stories with new found friends.  The perfect group dynamic (which can never be taken for granted) meant that everyone immensely enjoyed the time together in the mountains.

Our route followed the Karakol River south up the Karakol Valley (September 9th), east towards the glacial Lake Ala-Köl (September 10th), further over the Ala-Köl Pass (3900m) and down to Altyn Arashan (September 11th).  The reward waiting for us in Altyn Arashan after three tough days, were the warm (almost hot) thermal springs gushing out of the mountains, experts in warming and rehabilitating tired muscles and bodies.  Upon arrival in Altyn Arashan, it didn’t take long for us to rush into the small bathhouses, where we happily stayed for many hours – leaving only occasionally to jump into the icy cold waters of the Arashan River gushing past outside.  The final stage (September 12th) from Altyn Arashan down to the village of Ak-Suu, where we found a marshrutka (public minivan) to bring us back to Karakol, rounded out the hike.  A nice spread of blisters, tired muscles, wonderful memories, and an SD-card full of spectacular photos being some of the reminders of the unforgettable time spent in the mountains.

Arrival back in Karakol called for some serious R&R.  The last few days (September 13th-17th) have been spent topping up our energy levels for the onward journey around the northern shore of Lake Iyssk Köl, courtesy of many cups of coffee (luxuriously provided by a European-style coffee shop located in the town), pizza, ice creams, as well as the whole gamut of Kyrgyz specialities on offer.  The Sunday animal bazaar provided instant entertainment.  It not often you people shoving newly purchased sheep and goats onto the backseat or into the boot of their Ladas.  Visits to the stunning wooden Russian Orthodox Church, and the ornately carved, nail-less wooden Chinese Mosque rounded out our time in Karakol.  The blisters are slowly receding, so tomorrow (September 18th) it’s back on the bikes, with the aim to be in Bishkek before the end of the month.

Smiling again in Kyrgyzstan

(English below)

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Ausschnitt aus meinem Tagebuch vom 31. August: “Ich sitze vor unserem Zelt, inmitten eines weiten Tals. Die Luft hier oben, auf knapp 3000 m.ü.M., ist klar, der Wind frisch, doch die nachmittägliche Bergsonne wärmt mein Gesicht. Mich umgeben ein fast schon kitschig blauer Himmel, saftiges Gras, milchig grünes Moos, graue Bergspitzen, erdig braune Steilhänge und ein schneebedeckter Gipfel: Die Intensität der Farben ist überwältigend. Ich höre den Bergbach rauschen und lausche dem Summen der Insekten sowie einem gelegentlichen Vogelgezwitscher. Ab uns zu galoppiert ein einsamer Reiter oder eine Herde Pferde an mir vorbei. Gegen Abend beobachte ich, wie ein Hirte auf seinem Pferd eine grosse Schafherde vorwärts treibt. Ich staune, wie zügig die Tiere den steilen Hang hochträppeln und wie hart und effizient Hirte, Hund und Pferd arbeiten. Schon bald verschwinden sie hinter dem Hügel und lassen uns als einzige Menschen weit und breit hinter sich zurück. Als sich die Sonne hinter eine Bergspitze verzieht, wird es augenblicklich kühl. In unsere Winterkleidung eingehüllt, köcheln wir uns ein einfaches Nachtessen und schon bald leuchten die ersten Sterne am Himmel auf – noch nie zuvor schienen sie so nah.

On the way to Tashkomur

On the way to Tashkomur

Visibility? Heading to Lake Sary Chelek

Visibility? Heading to Lake Sary Chelek

With Guillaume and Capucine on the way to Lake Sary Chelek

With Guillaume and Capucine on the way to Lake Sary Chelek

Kyrgyz folk music, Lake Sary Chelek

Kyrgyz folk music, Lake Sary Chelek

Lake Sary Chelek

Lake Sary Chelek

So sehr ich auch versuche, die Idylle hier oben zu beschreiben, so gelingt es mir doch nicht, die Ruhe, die dieser Ort, inmitten der kirgisischen Berge, ausstrahlt, in Worte zu fassen.”

Kirgistan besteht zu 94% aus Bergen, wobei die Durchschnittshöhe 2750 m.ü.M. beträgt und 40% des Landes über 3000 m.ü.M. liegen. Solche Höhen mit einem schweren Tourenfahrrad – und nicht etwa einem Mountainbike – zu überwinden, mag verrückt klingen. Anstrengend ist es allemal – und doch waren wir auf unserer ganzen bisherigen Reise noch nie so entspannt wie hier. Die Hochebenen, Täler, Flüsse, Bergseen und weit in den Himmer ragenden Gipfel laden zum Verweilen ein. Wo wir auch hinschauen; überall bietet sich ein idyllisches Plätzchen für eine Piknikpause, die letzten paar Stunden im Abendlicht, eine ruhige Nacht im Zelt oder den morgendlichen Nescafé. Da uns die chinesische Regierung mit den jüngst eingeführten Einreisebestimmungen einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht hat und uns im Ausland grundsätzlich kein Einreisevisum mehr erlangen lässt, wir deshalb unsere Reisepläne über den Haufen werfen und einen Flug nach Hongkong buchen mussten, haben wir nun in Kirgistan fast doppelt so viel Zeit als ursprünglich geplant. Wir reisen daher oft auf holprigen Nebenstrassen, die uns zwar nur langsam vorwärts kommen, uns jedoch noch idyllischere und noch friedlichere Winkel dieses Landes entdecken lassen.

Schon als wir am 19. August, nach einem hürdenlosen Grenzübertitt, den kirgisischen Boden betraten, ersetzte ein Gefühl der Gelassenheit den Zeitdruck, den wir bisher gespürt hatten: Falls wir wollten, würden wir ganze 60 Tage visumfrei in Kirgistan verbringen dürfen. Nach fünf Kilometern Fahrt trafen wir auf einen uns entgegen radelnden Tourenfahrer, Antoine aus Frankreich, mit dem wir am Strassenrand, wo uns Dorfbewohner eine Kanne mit Marmelade und Zucker gesüsstem Tee und eine köstliche Melone offerierten, eine ausgedehnte Piknikpause einlegten. Gegen den späteren Nachmittag rafften wir uns noch mal zusammen und radelten langsam Richtung kirgisische Berge, die allesamt noch erschreckend hoch wirkten, uns in ihrer Schönheit jedoch alle paar Minuten vom Fahrrad steigen und durch die Gegend staunen liessen. Im kleinen Örtchen Tashkömur fanden wir ein heruntergekommenes Hotel und quartierten uns für die Nacht in das auf unserer bisherigen Reise schmutzigste Zimmer (oder passender: Dreckloch) ein, das – wie wir erst später erfuhren – eher als Bordell denn als Hotelzimmer dient. Gerade als ich meinen Wunsch nach einer Nacht im Zelt äusserte, klopfte es an unserer Tür. Davor standen Guillaume und Capucine, Rucksacktouristen aus Frankreich, die uns für den nächsten Tag eine Mitfahrgelegenheit zum abgelegenen Bergsee Sary-Chelek in einem von ihnen organisierten Taxi anboten. Kurzerhand entschlossen wir uns, die Fahrräder (und unsere Beine) für einen Tag ruhen zu lassen und uns den beiden anzuschliessen. So hatte sich unser Entscheid, im Hotel statt im Zelt zu übernachten, doch gelohnt: Zu viert verbrachten wir am 20. August einen fröhlichen Tag, erst zwei holprige Stunden in einem Taxi, das bei jedem Schlagloch den Geist aufzugeben drohte, dann paar Stunden am Bergsee, wo wir nach einem kurzen Sprung ins kristallklare Wasser von einem Gewitter heimgesucht wurden und uns von kirgisischen Touristen zu paar Gläsern Wodka überreden und mit Tanz und Musik aufwärmen liessen. Etwas später und nach einer kurzen Fahrt ins nächste Dorf (Arkit, 1320 m.ü.M.) quartierten wir uns im Gästezimmer der Englischlehrerin des Dorfes ein, genossen einen Teller Plov (Reisgericht) und vergruben uns schon bald unter den dicken, wärmenden Bettdecken.

Bumping into Christel and Robin, who we first met in Turkey

Bumping into Christel and Robin, who we first met in Turkey

The dammed Naryn River

The dammed Naryn River

Fishing on the Naryn River

Fishing on the Naryn River

Am nächsten Morgen früh (21. August) quetschten wir uns in einen überfüllten Kleinbus, der uns zurück nach Tashkömür fuhr. Da auf Capucine und Guillaume ein Bus Richtung Usbekistan und auf uns zwei Fahrräder Richtung kirgisische Berge warteten, verabschiedeten wir uns mit dem Versprechen auf ein Wiedersehen in der Schweiz oder in Frankreich. Froh, unsere Fahrräder dort vorzufinden, wo wir sie tags zuvor hingestellt hatten, machten wir uns für die Weiterreise bereit. Als wir Tashkömür kurz vor Mittag verliessen, näherten sich uns aus der Gegenrichtung zwei Tourenfahrende und wir konnten es kaum glauben, als wir beim näheren Hinsehen Christel und Robin aus Holland, die wir im Mai an einem Wegrand in der Türkei getroffen hatten, erkannten. Was für ein Zufall! Nach einem langen Schwatz – schliesslich hatten wir alle in den letzten drei Monaten unglaublich viel erlebt – und paar Tips wünschten wir einander eine gute Weiterreise und radelten in entgegen gesetzter Richtung weiter. Wir folgten dem Fluss Naryn, der sich auf eindrückliche Weise canyonartig durch die umliegenden Berge schlängelt. Nach 40 Kilometern entdeckten wir in einem kleinen Tal ein perfektes Plätzchen, wo wir unser Zelt aufbauten, uns im Bergbach abkühlten und den Abend mit Lesen, Kochen und Essen verbrachten. Dieser idyllische Ort lud zum Verweilen ein, so dass wir uns am nächsten Morgen (22. August) erst nach einem langen Frühstück und paar Tassen Kaffe an die Weiterfahrt machten. Die Strasse führte uns steil bergauf, bergab und wieder bergauf, immer weiter durch die Naryn-Schlucht hindurch. Gegen Abend erreichten wir  nach der Überquerung des Kok-Bel-Passes (1700 m.ü.M.) die Südseite des tiefblauen Toktogulstausees. Wir radelten einen kleinen Grashang hinunter, legten die Fahrräder ans Ufer und sprangen, kurz bevor die Sonne hinter den umliegenden Bergen verschwand, ins erfrischende Wasser: Ein weiterer traumhafter Ort für einen gemütlichen Abend, eine bis auf paar Wodka trinkende Männer ruhige Nacht und einen traumhaften Start in den nächsten Morgen.

The mountains begin

The mountains begin

Lake Toktogul at sunset

Lake Toktogul at sunset

Around Lake Toktogul

Around Lake Toktogul

Am nächsten Tag (23. August) führte uns die Strasse über die Hügel entlang des Stausees. So sehr wir die vielen Auf und Abs auch in den Beinen spürten, so glücklich machte uns die Aussicht auf See und Berge, die sich uns nach jeder Steigung von Neuem bot. Als wir am frühen Nachmittag hungrig ein kleines Dorf erreichten, klapperten wir auf der Suche nach Brot jeden einzelnen Dorfladen ab. Die ohnehin ganz spärlich gefüllten Regale beschränkten sich auf alte Kekse, Bonbons, Bier und Wodka. Brot war jedoch nirgendwo zu finden. Aus anderen Reiseberichten hatten wir bereits erfahren, dass es – ausser auf dem Markt, der von Zahbürsten über frische Tomaten, Brot, Schuhe und Kleider meist alles bietet – nicht immer einfach ist, in Kirgistan frische Esswaren zu finden. Genau das spürten unsere Bäuche nun all zu deutlich. Da wir unser Tagesziel, das Städtchen Toktogul, nach etwas 20 Kilometern erreichen sollten, verzichteten wir darauf, Kocher und Nudeln auszupacken, gaben uns mit paar nach muffigem Dorfladen riechenden Keksen zufrieden und strampelten umso schneller, Hügel um Hügel, dem See entlang. Mit schweren Beinen und – wie immer, wenn hungrig – etwas mürrisch, quartierten wir uns in ein einfaches Hotel ein, wo wir uns nach einem köstlichen und wohl verdienten Nachtessen und einer langen Dusche schon früh schlafen legten.

Obwohl das Sädtchen Toktogul für Touristen keine Sehenswürdigkeiten bietet, entschlossen wir uns, den Luxus unseres Hotelzimmers mit Bett, Dusche, Internet und einem gemütlichen Gartenrestaurant noch einen weiteren Tag (24. August) zu geniessen. Wie immer an solchen Ruhetagen, planten wir die Weiterreise, spazierten durch den Dorfbasar, schrieben paar Mails, lasen die Nachrichten und verwöhnten uns mit viel gutem Essen.

Greengrocer in Toktogul

Greengrocer in Toktogul

Heading towards the Ala-Bell Pass from Toktogul

Heading towards the Ala-Bell Pass from Toktogul

Erholt setzten wir uns am 25. August wieder auf die Fahrräder und machten uns an die Steigung hin zum Ala-Bel-Pass (3175 m.ü.M.), der in einer Entfernung von ca. 75km und 2000 Höhenmetern lag. Jedes Mal, wenn ich vor unserer Veloreise per Auto über einen Schweizerpass, wie etwa den Brünig-, Grimsel- oder den Sustenpass, reiste, wunderte ich mich über die Radfahrenden, die sich die Serpentinen hoch kämpften: Wie konnte sowas nur Spass machen? Niemals hätte ich mir damals vorstellen können, eines Tages selbst diejenige zu sein, die auf ihrem Tourenfahrrad von kopfschüttelnden Auto- und Mitfahrenden überholt und noch viel höhere Pässe hoch strampeln würde. Spass machte es nicht ganz immer, doch entschädigte die idyllische Berglandschaft für die schweisstreibenden Steigungen. 9 Kilometer vor dem Pass und auf 2400 m.ü.M. bauten wir unser Zelt an einem Bergbach in einem kleinen Nebental, mit Sicht auf schneebedeckte Bergspitzen, auf: Ein weiterer traumhafter Zeltplatz in Kirgistan! Als die Sonne hinter den Bergen verschwand, wurde es augenblicklich kühl. Zum ersten Mal seit dem winterlichen Beginn unserer Reise, packte ich Mütze sowie Daunenjacke aus und hüllte mich schon um 20.00 Uhr in meinen warmen Schlafsack ein.

Nach einem friedlichen Morgen mit Müesli und Kaffee machten wir uns am 26. August an die letzten 9 und damit die steilsten Kilometer vor dem Pass. Dabei radelten wir an den ersten kirgisischen Jurten (traditionelle Nomadenzelte) vorbei, die sich malerisch in die Landschaft einfügten. Aus jeder Jurte hüpften kleine Kinder auf uns zu, um uns ein freudiges “yhello, yhello” zuzurufen oder uns die für Kirgistan typische, vergorene Stutenmilch (“Kymis”) anzubieten. Die Steigung sowie die vielen Fotopausen liessen uns nur langsam vorwärts kommen und so waren wir gegen Mittag umso beschwingter, als wir endlich die Passhöhe erreichten. Nach einer verdienten Piknikpause mit trockenem Brot und viel Nutella begannen wir mit der Abfahrt, die uns durch eine von Jurten gepunkteten Graslandschaft führte: Genauso hatte ich mir die Bilderbuchlandschaft Kirgistans vorgestellt.

Approaching the Ala-Bel Pass

Approaching the Ala-Bel Pass

The next generation of shepherds

The next generation of shepherds

Am 27. August verliessen wir die Hauptstasse und begannen unser Abenteur auf kirgisischen Holperstrassen, die uns letztlich zum Bergsee Song-Köl auf 3000 m.ü.M. führen würden. Die kommenden Tage führten uns durchs traumhafte Suusamyrtal, entlang dem Kökemeren- und anschiessend dem Jumgalfluss, wo wir die Strassen ganz für uns alleine hatten und gemächlich durch die Gegend rollten. Wir übernachteten in Kyzyl-Oi sowie in Chayek jeweils bei Bauern- und Hirtenfamilien, die via CBT (community based tourism) ein Zimmer sowie Nachtessen und Frühstück zur Verfügung stellen. CBT ist in Kirgistan weit verbreitet und ermöglicht uns als Touristen einen Einblick ins kirgisische Familienleben und den Gastfamilien einen kleinen Zusatzverdienst.

Von Chayek aus erreichten wir am 29. August eine beinahe komplett unbefahrene, ungeteerte Strasse und reisten erst durch eine trockene, fast wüstenartige Gegend und anschliessend durch enge, mich teils an die Schweiz erinnernde Täler Richtung Song-Köl. Immer wieder entdeckten wir friedliche Plätzchen zum Übernachten und als Paul von Bauchschmerzen heimgesucht wurde und hinter jedem zweiten Busch verschwand, entschlossen wir uns kurzerhand, unser Zelt neben einem Bergbach aufzubauen und einen Ruhetag (31. August) in einem abgelegenen Tal einzulegen. Paul kurierte sich langsam, während ich die Bergsonne genoss, Bücher las und vorbei ziehenden Schafs- und Pferdeherden zuschaute.

Time for a break

Time for a break

Our campsite at 2400m

Our campsite at 2400m

"yhello, yhello"

“yhello, yhello”

Nach der Überquerung eines weiteren steilen Passes auf 3380 m.ü.M erreichten wir am 1. September endlich den Bergsee Söng-Köl. Wir hielten an der Südseite des Sees, wo wir uns von einer äusserst gastfreundlichen Nomadenfamile beherbergen liessen, einen traumhaften Sonnenuntergang und den hell erleuchteten Sternenhimmel bewunderten und, unter schweren Decken begraben, unsere erste Nacht in einer Jurte verbrachten. Gemächlich reisten wir am nächsten Tag (2. September) um die Ostseite des Sees, um nach 50 Kilometern gleich noch mal den Luxus einer Jurte zu geniessen und einen gemütlichen Nachmittag am See zu verbringen. Unsere Nomadenfamilie beherbergte neben uns noch ein weiteres Paar, Jo und Mel, die uns zu Wodka und Yahtzee in “ihre” Jurte einluden und die wir hoffentlich in Bern oder Berlin irgendwann wiedersehen werden.

Nach einem stärkenden Buchweizenfrühstück mit selbstgemachter Aprikosen-, Himbeer-, und Cassismarmelade (3. September) liessen wir den idyllischen Song-Köl hinter uns, strampelten erst mal den Kalmak-Ashuu-Pass auf fast 3500 m.ü.M. (der höchste bisher!) hoch und freuten uns trotz Gegenwind und Holperstrassen, dass es fortan nur noch bergab ging. Nach 95 Kilometern erreichten wir das Städtchen Kochkor, wo uns eine nette Gastfamilie aufnahm und wir die vergangenen zwei Tage mit Planen und Schreiben verbrachten. Kochkor bietet eine Lenin-Statue als wohl einzige Sehenswürdigkeit.  Mit ihrem geschäftigen Obst- und Kleidermarkt sowie der belebten Haupststrasse verleihen die Menschen dem Städtchen aber einen besonderen Charme. Wir fühlen uns so wohl, dass wir gleich noch eine Woche hier blieben könnten. Es warten jedoch weitere kirgisische Naturschönheiten auf uns. Unser nächstes Ziel: Der Bergsee Issyk-Köl.

Smiling again in Kyrgyzstan

With the wind back in our bike riding sails, we hit the ground running in Kyrgyzstan.  But before beginning, it would be prudent to make something absolutely clear.  We don’t want people reading this blog and then afterwards thinking that they’ve been brainwashed by the propaganda department of the Kyrgyz tourism board, and as such we’d like to make a small disclaimer: WE LOVE KYRGYZSTAN!! (this is no cash for comment or paid announcement)

5 Star yurt

5 Star yurt

Another bumpy road

Another bumpy road

Upon riding into Kyrgyzstan (19th August), the crossing point resembling more a derelict camp strewn with beer bellied camouflaged hunters than an international border crossing, the pressure and constraints of visas and time, which we’d felt constantly in Uzbekistan, seemed to evaporate.  After a few broken greetings in Russian to the Kyrgyz border guard, he sent his stamp hurtling onto a blank page in our passports with a thump, and we were then officially free to roam his country for the next 60 days.

We’d hardly travelled more than 5km when we bumped into Antoine, a French cyclist coming from Bangkok, so deciding that the trees lining the roadside offered some pleasant respite from the sun, we sat down and ate lunch together and excitedly swapped stories about the places we were coming from, and heard about what to expect from the places we were heading to.  The abundance of melons being sold along the street provided us with a delicious lunchtime dessert, and we’d hardly been seated 5 minutes when an elderly Kyrgyz man wandered across the road to us announced from his house balancing a tray containing a fresh pot of tea and a bowl of black currant jam (the tradition here is to mix a few spoonfuls of jam into the tea, which along with the three spoonfuls of sugar that are also added, make it a fairly sweet experience).  After a long break we said our goodbyes and goodlucks and headed our separate ways, us further away from the plains and into the beginning of the mountains of Kyrgyzstan.

Through the Suusamyr Valley

Through the Suusamyr Valley

After so many weeks of desert, there was an undeniable enthusiasm at finally getting back into the mountains.  Late afternoon we reached our destination, the run down former mining town of Tashkomur, and found the hotel listed in our guidebook.  The room was probably one of the most disgusting places I’ve ever stayed, but frighteningly the other hotel in town received even worse reviews, so we decided to bite the bullet and settle in.  Only later did we find out from other travellers that the hotel served more as a brothel than a hotel, although luckily for us, unlike the other tourists, we didn’t have to listen to things that go bump in the night the whole time.  Towards evening a knock came at our door and we were met by Guillaume und Capucine, a couple of French backpackers, asking us if we wanted to share the cost of a taxi with them up to Sary Chelek, a lake and nature reserve hidden in the mountains about 70km away.  We quickly decided that a day of tourism without the bikes would be a nice change and arranged to meet them again outside the hotel in the morning.

Kokomoron River

Kokomoron River

Kokomoron River

Kokomoron River

The next morning (20th August) we stashed the bikes and baggage away in the bowels of the hotel and pleasantly loaded for once with just daypacks climbed into the waiting taxi with Guillaume and Capucine.  A few stops later (oil check here, tyre check there, fill up petrol) and we were on our way.  The car, like most in Central Asia, had definitely seen better days and probably longed for a little kinder treatment, however, as usual, was driven by someone convinced that he might still qualify as a F1 test driver, so before the long the wheels and brakes were squealing their way towards Lake Sary Chelek.

The further up the valley we went, the worse the condition of the road became.  The last 20km saw us bump along at around 10-20kph until reaching the gates of the Sary Chelek Nature Reserve.  Here our taxi driver suddenly decided that his headache stopped him from going any further, and so we were stuck about 12km from the lake itself.  Of course, his headache didn’t seem to stop him thinking that he’d receive the full amount that we’d agreed upon for him to bring us to the lake.  A kind local guesthouse owner quickly arranged us some other transport, and original driver finally went on his way.  If we thought the last 20km along the road was bumpy, we soon realised we’d seen nothing yet.  The road increased immediately in steepness inside the park gates, the ruts and drains running through/along the road got deeper, wider and more frequent, and we lurched and slid our way the last hour up to the lake.

There must be a way through

There must be a way through

Once there a swim in the crystal clear waters followed by a picnic on the shore whilst admiring the beautiful scenery seemed the only logical activities to be undertaken.  A sudden downpour had us quickly erecting shelter under the trees, but once the sun reappeared tourist groups of Kyrgyz set about entertaining us with vodka and folk music.  We started the 2-3 hour walk back down to the village, where we’d planned to sleep in a guesthouse run by the village English teacher for the night, but were conveniently picked up by a group of Russian tourists in a minivan along the way.  A plov dinner (typical regional rice dish) filled our bellies and we fell quickly asleep after a satisfying day.

Homestay feast in Kyzyl-Oi

Homestay feast in Kyzyl-Oi

"Beshbarmak" - literally "five fingers" (a traditional Kyrgyz dish)

“Beshbarmak” – literally “five fingers” (a traditional Kyrgyz dish)

Our wonderful homestay family in Kyzyl-Oi

Our wonderful homestay family in Kyzyl-Oi

An early start the next morning (August 21st) had us on the 6am bus back to Tashkomur, to retrieve our bikes.  Guillaume and Capucine continued further on south, so we said our goodbyes and look forward to catching up somewhere closer to home sometime.  Our bikes and luggage were patiently waiting for us in the hotel, so we loaded up and got back to riding.  On the outskirts of town we were amazed to bump into Robin and Christel from Holland, who we’d met previously in the middle of Turkey in May, but hadn’t seen since.  We excitedly shared stories and some tips and before we knew it almost an hour had passed.  Once again (and definitely for the last time this trip) it came time to say goodbye and we headed our separate ways.

Our route followed the Naryn River along a canyon, topped with high mountain peaks plunging, sometimes almost vertically, into the river below.  After 40km of curving and winding slowly upwards beside the river, we found a small stream flowing out of another valley, jumped in for a swim, cooked dinner and pitched our tent for the night, thoroughly content.

The stunning surroundings, as well as the pleasant temperature meant we were in no hurry to rush off the next morning (22nd August).  Breakfast was slowly enjoyed, and an extra cup of coffee before we finally got moving again.  The road for the next 20km either went straight up or straight down along the cliffs overhanging the river, but always slowly in ascent.  The scenery throughout the day was stunning and changed around every corner, making it a struggle to concentrate on the road before us.  The late afternoon presented us with one last long steep climb up over the Kok-Bel Pass (1700m) before we saw Lake Toktogul shimmering in the distance before us.  A long steep 10km descent bought us to its southern bank, where we quickly dismounted from the bikes and set about getting in for a swim to cool down as the sun slowly dropped down towards the mountain peaks on the western side of the lake.  Dinner at sunset on the lake rounded out another perfect day.

Changing landscapes along the Kokomoron River

Changing landscapes along the Kokomoron River

On the way to Song Köl

On the way to Song Köl

Campsite near Kara Ketse

Campsite near Kara Ketse

A couple of vodka-infused Kyrgyz disrupted our sleep for an hour or so sometime during the night, but the view upon crawling out of the tent the next morning (23rd August) quickly made us forget all of our cares.  The road around the lake rolled up and down between the hills lining the lake so we had our work cut out getting around to the town of Toktogul on the northern side.

Lunchtime arrived and a small village seemed like a good place to pick up some supplies.  However, as we’d heard and read, finding food isn’t always so easy in Kyrgyzstan.  The tiny threadbare shops hiding in most villages tend to contain a few dry biscuits, out of date chocolates, lollies, and of course without fail beer and vodka.  Fresh produce (fruit and vegies) is a rarity, and bread fairly hit or miss.  With growing hunger and waning energy levels, we gobbled down the few small things we could find, and struggled on the last 20km towards Toktogul, which we knew wasn’t so far away.  In Toktogul we quickly checked into a small nicely run family hotel, washed away the dust and sweat, and satisfied our hungers with the biggest ice creams we could find.

Although Toktogul doesn’t offer much from a tourist perspective, we decided that our bodies deserved the luxury and regeneration that a hotel offered and so stayed there for two nights.  Our rest day (24th August) was spent wandering about the town taking in all that the bazaar had to offer, eating, drinking and planning our onward route through the mountains.

A whole valley just for us below Song Köl

A whole valley just for us below Song Köl

Refreshed and revitalised we set off the next morning (25th August) to tackle the looming Ala-Bel Pass (3175m), about 75km and 2000m in altitude away.  Whenever I travelled over a high mountain pass by car in Switzerland (Nufenen, Grimsel or Susten), it always amazed me to come across a cyclist, and I looked on in awe to see them slowly climbing their way up the endless switchbacks towards the top.  To be honest though, it also made me ask myself how much fun it could really be.

At around 2400m and after riding 60km, the afternoon began to turn cooler so we thought that rushing to the top to only then have to descend with approaching darkness wasn’t such a smart decision.  Instead we moved away from the road, found a lovely slightly raised flat grassy platform perfect for our tent tucked beside a cascading mountain stream.  With full stomachs after dinner we enjoyed the sky change through the colours of the rainbow, and contemplated how lucky we were to be sitting together in such a beautiful place on this planet.  As soon as the sun disappeared, we scuttled for the warmth of our down sleeping bags in our tent and slept peacefully through the night.

Struggling towards Song Köl

Struggling towards Song Köl

Song Köl in the distance

Song Köl in the distance

A proper Swiss breakfast of muesli and coffee (26th August) gave us the energy for the assault at the last 10km and 800m in altitude to the top of the Ala-Bel Pass.  The gradient stayed constantly over 10 degrees, sometimes pushing almost 15 or 20 (at least that’s how it seemed) and we crept like ants up the side of the valley.  The tooting from passing cars continued, but all concentration and energy was invested in keeping the pedal just turning one more time, and one more time after that, and so on and so forth.  An obligatory photo atop the pass was made (Nina being mainly disappointed that there was no sign), warmer clothes pulled from the panniers, and then the descent began.

The landscape slowly flattened out into a wide open valley, dotted as far as the eye could see with yurts (traditional nomadic Kyrgyz huts), all selling kymys (fermented mare’s milk), kurut (small dry curd balls) and any manner of dairy products.  Upon sighting us riding along the road, smiling children appeared from their improbable hiding places, happily waving and excitedly calling out “yhello, yhello” as we rode past.  Just before reaching the start of the next pass towards Bishkek, we called it a day and set up camp on the edge of a field.

Happy at my yurt, Song Köl

Happy at my yurt, Song Köl

Camel herds, Song Köl

Camel herds, Song Köl

Rather than heading directly towards Bishkek, we’d already made the decision to instead take the road east towards Song Köl.  A bumpy gravel road led us into the Suusamyr Valley the next morning (27th August), following the Kokomoron River.  Apart from some persistent flies, we were more or less alone on the street, and could enjoy the stunning scenery of the steep gorge hugging the river’s edge.  In the picturesque town of Kyzyl-Oi, ringed by mountains on three sides and the fast flowing river on the other, we found the local CBT office, where we arranged some lovely accommodation for the night with a local family.

Community Based Tourism (CBT) is organised such that the local community has substantial control over and involvement in the development and management of tourism in the area, with the idea that a major proportion of its benefits remain within the community.  Through the use of existing buildings and facilities, tourism infrastructure can be offered to tourists.  There are numerous different organisations scattered throughout Kyrgyzstan (CBT, Shepherd’s Life, Jailoo) that offer similar products, helping to support the local community.  Accommodation consists of yurt stays, or the renting of rooms from local farmers or shepherds, whereby dinner can also be provided.  CBT can be found throughout Kyrgyzstan, offering tourists a glance into the culture of the locals, whilst at the same time giving some financial assistance to the local people.

Out of the gorge around Kyzyl-Oi the land flattened out, although the road stayed bumpy and dusty, and we carried on towards Chayek (28th August).  A night here gave us time to gather some supplies for our journey towards Song Köl, since according to the map there were no more villages along our route, where we could buy food.  That meant loading up our bags with enough food for about 5 days, not exactly knowing how long it would take to get up to Song Köl and back down again.

Jumping with happiness

Jumping with happiness

About 20km past Chayek (29th August), we turned south, the road became even more rutted, dustier, and harder to ride, and our progress was slowed further.  The soft sand sometimes gave way to a firm riding surface on the shoulder of the road, but at other times it seemed that we were zigzagging across the whole width of the road searching for that elusive decent path.  All the same, the road was free of traffic and we got excited looking at the imposing mountains looming ever larger and closer in the distance.

Eventually at 2600m we stopped, found a quiet camping spot, and slept soundly in preparation for the final push over the pass the next day.  Unfortunately my stomach had other ideas the next morning (30th August), and feeling decidedly under the weather, and after making it just another 6km up the road, we unpacked the tent again at 11am, and waited for things to improve.

Grazing flocks, Song Köl

Grazing flocks, Song Köl

Song Köl (3015m)

Song Köl (3015m)

Leaving Song Köl

Leaving Song Köl

The only time I escaped from the tent the next day (31st August), was to duck behind the nearest bush.  Nina on the other hand, enjoyed the beauty of the valley we found ourselves in, sunbaking, reading, going for strolls, and observing the comings and goings of the shepherds bringing their flocks of sheep, cows and horses up and down from the lake (Song Köl).

Two days later (1st September), totally devoid of energy but wanting to keep moving, we began the final climb to the pass about 800m above.  Physically I was still struggling, and every ten minutes of riding was followed by ten minutes slumped over the handlebars of my bike.  Hour after hour we struggled on, Nina patiently waiting and encouraging, and when we finally hit 3380m on the GPS, and saw that the street finally started descending I could have cried.  This euphoria however was short lived since the bumpy street played havoc as we rode downhill, and the cramps that had somewhat subsided sprang back to life.  30km later we’d finally made it to the edge of the beautiful Song Köl (3016m), where we found a yurt camp waiting for us, offering a warm comfy bed for the night and a generous tasty dinner.  Like on cue, my stomach problems seemed to finally disappear, and for the first time in days, eating and dinner was again something to be enjoyed.  When the eyelids started to droop, we crawled under the covers in a yurt for the first time for a wonderful night’s sleep.

A stunning cloudless sky presented Song Köl in its best light the next morning (2nd September), sheep and cattle grazing around the edge of the lake under the watchful eye of shepherds, mountains ringing the lake, some peaks still covered with snow and the morning sun shimmering on the blue water.  From the southern shoreline we headed in an anti-clockwise around the lake to the opposite shore.  After 50km we found another yurt camp on the northern shore and enjoyed the afternoon in the sun, reading, dozing, eating and marvelling at the beauty surrounding us.  The evening was spent enjoying vodka and Kniffel (the German equivalent of Yahtzee) in a yurt with Joe and Mel (a couple of backpackers from Germany) – hope to make it to Berlin soon.

Kalmak-Ashuu Pass (3450m)

Kalmak-Ashuu Pass (3450m)

One final breakfast (3rd September) at Song Köl consisting of warm milky buckwheat drizzled with black currant jam (as appealing it doesn’t sound, it was actually pretty good, and great for energy none the less) and then we were back to riding skywards.  One final push had us standing proudly atop the Kalmak-Ashuu Pass (3450m and our highest point of the trip thus far) and then it was all down hill.  The road on the other side of the pass seemed to snake along the side of the valley as far as the eye could see.  Unfortunately the quality of the road didn’t improve much either, so rather than being able to let loose, we spent the whole time braking until our fingers were numb, bouncing over potholes, and trying not to slide over the edge of the cliff.  Eventually the switchbacks ceased and the road levelled out a little.

Rather tired, but knowing that a warm bed in a guesthouse waited for us if we kept going and got to Kochkor, we battled on along the bumpy road, teeth chattering incessantly from the corrugated sections.  Eventually we turned onto the main road, and could hardly hide our pleasure at cruising along newly sealed bitumen for the first time in a week.  A strong headwind and intermittent road works made for a tough end to the day, but we were happy to arrive in Kochkor late in the afternoon, after 95km of riding, and find a guesthouse with a warm shower so that we could wash the accumulated dust away.

Kochkor is used mainly as a base by tourists to head up to Song Köl, so we didn’t feel too compelled to exhaust ourselves looking around much.  Not that there seems too much to do anyway.  A statue of Lenin and a fairly run down looking museum boasting an old tank mounted out front seem to be the two points of interest.  All the same, the small town does have a certain charm, all the locals going about their business, smiling, chatting to one another, friendly children greeting us at every corner, and most importantly for our onward journey finally a market again where we could find some decent food supplies.

The descent from the Kalmak-Ashuu Pass

The descent from the Kalmak-Ashuu Pass

A couple of days in Kochkor (4th/5th September) were spent organising our China dilemma, since we found out it’s no longer possible to obtain Chinese visas in Bishkek, as we’d planned.  Effectively since the 12th August it became impossible to get a Chinese visa in Kyrgyzstan unless you’ve resided there more than twelve months.  Potentially it’s still possible to get one in Tashkent in Uzbekistan, but that would also mean applying for a new Uzbek visa, something that also isn’t so easy.  In the end after turning in circles and changing our mind ten times, we made the decision that we will fly to Hong Kong from Almaty in early October.  Once there, we hope to pick up a China visa, and then head north over the border into China from there.  Most disappointing of all, is that we can’t continue along our overland route, but that’s just the way it is.

Knowing now that we have so much time in Kyrgyzstan, has allowed us to take the path less travelled.  Although these roads aren’t conducive to speed, we’ve seen unimaginable beauty, and best of all, had it almost to ourselves.  94% of Kyrgyzstan is made up of mountains, the average altitude in 2750m, and 40% of the country is over 3000m high.  Such heights and mountains makes for some pretty challenging riding, especially with a heavily loaded touring bike, but never on our whole trip have we been as happy as we are here (it was known as the Switzerland of the Soviet Union – maybe that’s a hint).  Never have we been so physically challenged as here, but the innumerable mountains, valleys, rivers, lakes, plateaus give us innumerable places to sit, rest, enjoy a picnic, pitch a tent and enjoy the beauty surrounding us.

With that in mind, we’ll keep bouncing along these dusty roads enjoying everything Kyrgyzstan throws our way, spend a few days in Bishkek at the end of September, ride up to Almaty in the first week of October, then pack everything into boxes and hop on over to Hong Kong.  Fun times ahead

Finally fit and healthy in Uzbekistan

(English below)

Photo gallery

Wie im letzten Blogeintag teilweise bereits beschrieben, zehrten Fieber, Bauchschmerzen, Temparaturen bis 45°, Fahrradpannen, Ausweichen auf Zug und Taxi, willkürliche Polizeikontrollen, unverständliche Touristenpreise sowie die auf 30 Tage begrenzte Aufenthaltserlaubnis in Usbekistan stark an Geduld und Nerven. Trotz der etwas getrübten Reisebegeisterung verzauberten uns prachtvollste Moscheen und Paläste, geschäftige Basare sowie die fröhlichen und bunt gekleideten Menschen. Mehr als einmal schien uns, als wären wir mitten in einem orientalischen Märchen gelandet.

Bukhara

Bukhara

Bukhara

Bukhara

Am 1. August, gegen Abend, erreichten wir unsere gemütliche Pension in Buchara nach einer siebenstündigen Taxifahrt durch die Wüste. Zwar waren wir noch immer geschwächt, doch spürten wir allmäglich die zum Reisen nötige Kraft zurückkehren. Während der kommenden zwei Tage (2. und 3. August) faulenzten wir im Innenhof unserer Pension und schlenderten durch die schmalen Gassen der Altstadt Bucharas, wo an jeder Ecke ein eindrückliches Gebäude, sei’s eine Moschee, ein Palast oder eine Koranschule, zum Staunen einlud.

Am 4. August, wie immer in aller Früh, stiegen wir komplett erholt und zum ersten Mal seit langem wieder auf unsere Fahrräder. Ziel war die Stadt Samarkand, die wir nach 3 Tagen (270 km) erreichen wollten. Die Strecke war eher langweilig, die Hitze nur knapp erträglich, der Gegenwind wurde immer stärker und gegen Abend beinahe unbezwingbar und doch war ich glücklich, wieder in langsamerem Tempo durch die Welt zu reisen, Menschen zu begegnen, abends meine schweren Beine auszustrecken und – wie immer nach einem langen Tag – ganz tief durchzuschlafen. Da die Nachmittage zum Fahren zu heiss sind, verbrachten wir viel Zeit bei Tee und Laghman (usbekisches Nudelgericht) in schattigen Gartenrestaurants, um gegen Abend gestärkt noch paar Kilometer zurückzulegen. Weil wir am 5. August, kurz bevor es dunkel und damit zum Fahren zu gefährlich wurde, in der Stadt Kattakurgan kein Hotel fanden, das ausländische Touristen beherbergen darf, stellten wir unser Zelt neben einer Baustelle, kurz ausserhalb der Stadt, auf. Paar usbekische Bauarbeiter hatten gerade einen Nudeleintopf gebrüht, tischten einen Haufen Süssigkeiten auf und luden uns zum Mitessen ein. Einmal mehr staunten wir über die enorme Gastfreundschaft und Grosszügigkeit, die wir in Usbekistan zu spüren bekommen, sobald wir uns etwas von den Touristenmagneten wie Khiva oder Bukhara entfernen. Wir verbrachten den Rest des Abends mit diesen freundlichen Männern, versuchten uns so gut wie möglich in Russisch zu verständigen und dankbar zu zeigen und verkrochen uns schliesslich erschöpft in unser Zelt.

Bukhara

Bukhara

Am nächsten Morgen (6. August) trennten uns nur noch 60 Kilometer von Samarkand und wir hofften, die Stadt noch vor dem Mittag zu erreichen. Der Verkehr verdichtete sich zunehmends und die Strasse wurde immer holpriger. Ständig wichen wir Schlaglöchern oder aber vorbei rasenden Autofahrern aus. Plötzlich war es zum Ausweichen zu spät: Paul flitzte geradewegs in ein tiefes Schlagloch hinein. Glücklicherweise wurden nur die Vordertaschen, nicht aber Paul selbst davon geschleudert! Die Fahrradreifen waren jedoch platt und schon bald zeigte sich, dass die Felge am Vorderrad einen Riss hatte. Noch nie zuvor hatte ich Paul derart fluchen gesehen: Gute Felgen, die auch schwer beladene Fahrräder über Hoplerstrassen tragen, sind in Usbekistan nicht erhältlich, wir hatten also ein grösseres Probem. Mit etwas Glück im Unglück offerierte uns ein äusserst hilfsbereiter Usbeke die Mitfahrt in seinem Kleinbus nach Samarkand. Wir quetschten Fahrräder, Gepäck und uns selbst in den Bus hinein und liessen uns in die Stadt Samarkand chauffieren.

Striking plates for sale, Bukhara

Striking plates for sale, Bukhara

The bike mech at work

The bike mech at work

Annina swimming in Som

Annina swimming in Som

In Samarkand fanden wir eine günstige Pension mit Reisenden aus aller Welt, einem gemütlichen Innenhof und einer schnellen Internetverbindung, so dass wir erst mal in aller Ruhe unsere Weiterreise organisieren konnten. Wir bestellten eine neue Felge aus England, die hoffentlich noch vor dem Ablauf unseres Usbekistanvisums in Tashkent, der Hauptstadt Usbekistans, eintreffen würde. Bis dahin würden wir weiterhin auf Taxis angewiesen sein, was zwar ärgerlich war, uns jedoch mehr Zeit für die Besichtigung der prachtvollen Bauten und des geschäftigen Basars Samarkands gab.

Samarkand, einst bedeutendes Handels- und Kulturzentrum der Seidenstrasse, ist über 2500 Jahre alt und vereinte Künstler, Mathematiker, Philosophen und Geistliche. Noch heute zeugen die restaurierten Paläste und Mausoleen Samarkands mit ihren Ornamenten, Mosaiken und tiefblauen Kuppeln und Fassaden vom einstigen Reichtum dieser Stadt. Die fein herausgeputzte Altstadt ist durch dicke Mauern vom restlichen Samarkand und seinen vielfach zerbröckelnden Plattenbauten aus den Sowjetzeiten abgetrennt. Wieder spürten wir hier also die enormen Gegensätze zwischen dem touristischen und dem alltäglichen Usbekistan.

Am 11. August fuhren wir per Taxi nach Tashkent. Statt vier Tage (mit dem Fahrrad) dauerte die Reise in die usbekische Hauptstatt bloss 4 Stunden und wir begannen schon langsam, uns an Tempo und Bequemlichkeit zu gewöhnen. In einer familiären Pension quartierten wir uns für paar Tage ein und freuten uns auf das breite Spektrum an Kultur, das Tashkent angeblich zu bieten hat. Leider mussten wir erfahren, dass sämtliche Museen sowie die Oper und das Theater während des Monats August geschlossen sind, so dass wir mehr Zeit im Innenhof unserer Pension als auf Tashkents Strassen verbrachten. Wie in jeder usbekischen Stadt, faszinierte vor allem der bunte und geschäftige Basar, dem wir jeden Tag mindestens einen Besuch abstatteten, um kurz ein frisches Brot, eine reife Melone oder süsse Pfirsischen zu kaufen oder bei einem Strassenhändler Geld zu wechseln. Einige Ausflüge machen wir zudem auf die kasakische Botschaft, um unser zweites kasakisches Visum zu beantragen und 3 Tage später abzuholen. Die Weiterfahrt Richtung China via Almaty war damit organisiert. Auch andere Tourenfahrende mussten irgendwelche Visa organisieren, so dass wir bei Bier und Laghman das Wiedersehen mit Alex, Rebecca und Tim aus England feiern und unsere Erfahrungen in Usbekistan austauschen konnten: Alle hatten wir heftige Bauchschmerzen gehabt und auf Taxis oder Busse umsteigen müssen, alle hatten wir mit der Hitze zu kämpfen gehabt und alle freuten wir uns darauf, bald ein neues Land bereisen zu können – sei’s Kirgistan oder sei’s Tajikistan.

Cotton fields

Cotton fields

Friendly builders

Friendly builders

Wir waren erleichtert, als uns am 15. August endlich die neue Felge zugestellt wurde. Paul verbrachte den Nachmittag damit, sein Fahrrad zu reparieren, während ich im Innenhof unserer Pension faulenzte und die Weiterfahrt plante.

Nach einer langen Pause stiegen wir am 16. August endlich wieder auf unsere Fahrräder und radelten erst mal eine Stunde lang durch die Stadt Tashkent hindurch und anschliessend durch grüne und fruchtbare Gegenden, die vorwiegend dem Anbau von Baumwolle dienen. Die sich in staatlicher Hand befindlichen Baumwollproduktion beruht mehrheitlich auf Kinderarbeit: Die usbekische Regierung orndet jeden Herbst die Schliessung zahlreicher Schulen an. Zwischen 1,5 und 2 Millionen Kinder, aber auch Staatsangestellte und ArbeitnehmerInnen aus der Privatwirtschaft werden jeweils vom Staat gezwungen, die Baumwolle wochenlang unter prekären Bedingungen zu ernten, wobei der erzielte Gewinn grösstenteils in die Hände der Eliten rund um die usbekische Regierung fliesst. Die Familien der Kinder profitieren nicht davon.

Packed into a rally van with a broken rim on the way to Samarkand

Packed into a rally van with a broken rim on the way to Samarkand

So sehr wir es auch genossen, nach der langen Pause wieder auf unseren Fahrrädern zu sitzen, so erschöpft waren wir, als wir uns abends in ein günstiges Hotel in Angren einquartierten und uns nach einer kräftigenden Laghmansuppe in die bequemen Betten fallen liessen. Der nächste Tag sollte noch anstrengender werden, da ein Pass auf 2300 m.ü.M. (Kamchipass) auf uns wartete. Wir radelten früh los, verschlangen nach den ersten 40 Kilometern eine fettige Suppe mit Fleisch und Gemüse und machten uns an die letzte steile Steigung. Kurz vor dem Pass wurden wir von einem heftigen Gewitter und Hagel eingeholt, so dass wir eine halbe Stunde unter einem in aller Schnelle zusammengebastelten Plastikdach verbrachten. Nass und etwas durchfrohren erreichten wir etwas später einen vom Militär stark bewachten Tunnel und mussten einmal mehr unsere Pässe vorweisen und unsere Reisepläne beschreiben, um den Tunnel passieren zu dürfen. Ein weiterer Offizier wartete beim Tunnelausgang und wir mussten die gleiche Prozedur noch mal über uns ergehen lassen. Dasselbe Spiel wiederholte sich beim nächsten Tunnel. Befürchteten sie, dass wir im Tunnel einen Spion getroffen und neue Pässe erhalten hatten? Wohl nicht. Vielmehr waren die Offiziere – wie so oft – gelangweilt und dankbar für die Abwechslung, die wir ihnen boten. Nach dem ganzen Theater freuten wir uns, Pass und Tunnels hinter uns zu lassen und uns an die lange Abfahrt zu machen. Nach 60 schnellen Kilometern erreichten wir ein kleines Restaurant, verschlangen einmal mehr ein Laghmangericht und durften unser Zelt im Innenhof der Restaurantbesitzer aufstellen, wo wir eine ruhige Nacht verbrachten.

Outside the Registan, Samarkand

Outside the Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Looking towards the Registan, Samarkand

Looking towards the Registan, Samarkand

Am 18. August radelten wir nach Namangan, der letzten grösseren Ortschaft vor der Grenze zu Kirgistan, und schlenderten im kleinen, aber sehr lebendigen Städtchen ein letztes Mal durch einen usbekischen Basar, genossen zum Nachtessen noch mal usbekische Schaschlik (Fleischspiesse) und waren froh, unsere letzten drei Tage in Usbekistan so sehr genossen und so viele freundliche Menschen getroffen zu haben, so dass wir Usbekistan doch noch versöhnlich verlassen würden.

Von Namangang zur usbekisch-kirgisischen Grenze bei Uchkurgan waren es noch 50 Kilometer, die wir am nächsten Tag (19. August) in gemütlichem Tempo zurücklegten. Im Gegensatz zum Grenzübergang bei Osh wird derjenige bei Uchkurgan kaum benutzt. Wir hofften deshalb, dass der Grenzübertritt auf usbekischer Seite etwas lockerer gehandhabt würde. Tatsächlich mussten wir aber jede einzelne Tasche auspacken, den Inhalt genaustens erklären und dabei versuchen, geduldig zu bleiben und steif weiter zu lächeln. So genervt wir innerlich auch waren, so amüsant war es, als der Zollbeamte meine Toilettentasche durchsuchte, ein Tampon in die Luft hielt und mich stirnrunzelnd fragte, was das sei. Nach zwei Stunden in brühtender Hitze hatten wir die letzte Geduldsprobe in Usbekistan hinter uns gebracht und waren erleichtert, den Polizeistaat hinter uns zu lassen.

Zum Schluss noch drei Dinge:

Erstens ist mein (Annina) Handy vor ungefähr einem Monat kaputt gegangen, so dass ich zurzeit weder SMS noch What’s up erhalten kann. Ich freue mich aber umso mehr über E-Mails!

Zweitens, zur Beruhigung aller: Die Reiselust hat uns in Kirgistan wieder voll und ganz gepackt. Wir staunen jeden Tag von Neuem über die Naturschönheiten dieses Landes, sind froh, Usbekistan und unsere oft schlechte Laune hinter uns gelassen zu haben und mit gesunden Bäuchen und geflickten Velos die Berge Kirgistans zu erkunden.

Fruit sellers in the bazaar, Samarkand

Fruit sellers in the bazaar, Samarkand

Bazaar, Samarkand

Bazaar, Samarkand

Bazaar, Samarkand

Bazaar, Samarkand

The bread deliveryman

The bread deliveryman

Our quiet oasis, the guesthouse in Samarkand

Our quiet oasis, the guesthouse in Samarkand

Drittens hat die chinesische Regierung vor 10 Tagen ihre Einreisebestimmungen verschärft, so dass es als Schweizerin und Australier plötzlich nicht mehr möglich ist, in Kirgistan ein chinesisches Visum zu erhalten. Hätten sie doch noch einen Monat gewartet! Die Alternativroute von Kirgistan aus würde uns durch Kasachstan, Russland und die Mongolei führen. Bis wir die Mongolei jedoch erreicht haben, wird dort bereits der eiskalte Winter eingetroffen sein, was Radfahren und Zelten unmöglich macht. So ärgerlich es auch ist, es blieb uns nichts anderes übrig, als einen Flug nach Hongkong zu buchen. Dort werden wir erneut ein chinesisches Visum zu beantragen versuchen, um zumindest den Süden Chinas zu bereisen. Sollte das nicht klappen, müssen wir uns was Neues überlegen: Japan? Mehr Zeit in Südostasien? Von West nach Ost in Australien? Neuseeland? Die Welt ist ja so gross.

Finally fit and healthy in Uzbekistan

The trials and tribulations of our first week in Uzbekistan have already been well documented in our last blog.  With a little trepidation we had to ask ourselves what this big dry dusty country still had in store for us.

Upon arrival late in the evening in Bukhara (1st August) after a seven-hour taxi ride through the desert from Khiva, we quickly found a guesthouse to rest our weary heads.  Feeling decidedly better the next day (having at least the urge to leave the sanctity of our bed that is), we ventured out to wander about the alleys of the old town.  At every corner we were met with one imposing building after the other, beit mosques, palaces, medressas or towers.  The few days we spent relaxing in Bukhara gave us back the energy we desperately required in order to keep riding through Uzbekistan.

Just as the sun began to rise over the horizon for the start of a new day (August 4th), we left Bukhara and started the journey further eastwards towards Samarkand, about 3 days and 270km away.  The landscape switched often between fertile, heavily irrigated fields and barren, arid plains.  The temperature quickly rose to resemble an oven, and the headwind, which was relatively mild early in the morning, increased to the point where we couldn’t manage much more than 12kph from about lunchtime onwards.  Despite these hindrances, we were just happy to be healthy again and sitting on our bike doing what we’d become so used to doing during the preceeding 5 months, travelling slowly through the world, meeting people going about their daily business, feeling the heaviness in our legs, and the pure joy of falling asleep every evening, happily exhausted.

Gur-e-Amir Mausoleum, Samarkand

Gur-e-Amir Mausoleum, Samarkand

Since the middle of the day wasn’t really what we deemed enjoyable bike riding weather, we spent most of this time lying around in the gardens of shaded restaurants, drinking litre after litre of water and tee, and eating lagman (a delicious Uzbek noodle soup) and melon – water or honey, we’re not so fussy!

On August 5th towards evening and after 110km of riding we started looking for a place to sleep for the night.  The town of Kattakurgan, about 5km prior didn’t have any hotels that accepted foreign tourists, so we continued on until a while later down the road we heard the all too familiar call of “chai, chai”.  As it turned out, it came from a group of workers building a restaurant there, and without any consideration they agreed that we could pitch our tent next to the construction site for the evening, where they were also sleeping.

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Without even considering otherwise, they set about cooking a delicious dinner and promptly requested that we sit with them and eat.  Once again we were reminded of the genuine hospitality and generosity of the people we’ve met along the way, especially once we were away from the tourist hotspots.  We spent the evening communicating as best we could (with our broken limited Russian and Uzbek) with the men, trying our best to explain how grateful we were, before sliding into our tent totally exhausted.

We next morning (August 6th) we started the final 60km into Samarkand.  The side road we took was in much worse condition than the highway we’d travelled on the two days previously, but there was a constant stream of traffic that got heavier as the morning wore on.  At times the road was as smooth as newly polished floorboards, only for it to suddenly totally disappear into a mess of holes and cracks – not exactly ideal to find a decent path through this mess when cars are whizzing past with as little breathing space as possible.

Making good progress sitting on the tail on Annina, I hardly knew what hit me, when my front wheel suddenly plunged into a hole in the middle of the lane we were riding in, partially unclipping my front left pannier and catapulting my right one away from my bike and skidding onto the dusty shoulder of the road.  A little shocked and dazed, I rolled away from the road, looked at the exploded front tire now totally devoid of air, and saw the back tire slowly following the same fate.  Upon inspection of my front rim, I was less than impressed to find a large dent in the wall of the rim, which upon removal of the tire and tube revealed a split along the inside of the rim – being a McLeish, naturally at this point in time, some (not too many of course) expletives were uttered and the bike was in danger of finding itself flying through the air into the nearby bushes.

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

Registan, Samarkand

After cooling down a touch and repairing both flat tires, only to see them deflate again, and not knowing whether the rim was actually stable enough to ride for another 30km, we piled our things by the roadside, hoiked a thumb in the air (actually the technique here requires something similar to bouncing an invisible basketball) and waited for someone to stop and give us a life to Samarkand.  Being tourists standing by the roadside heightens the Uzbek sense of curiousity, and so it wasn’t long before a small delivery van pulled up, opened his rear door and invited us to load our things into the back.  What followed was a crammed, rally-esque ride into Samarkand, weaving terrifyingly through the traffic in a van being pushed physically to its limits – it actually seemed to be screaming in pain most of the time.

Our generous rally driver dropped us at a guesthouse in town.  We thanked him profusely (mostly relieved to have arrived in one piece) and started considering our options regarding the damage to the bike.  A little research soon proved what I’d expected, no decent bike shops in Samarkand, maybe some in Tashkent (the capital 300km away), but certainly no rims to be had of high enough quality and strength to carry the weight of me, a bike and up to 40kg of gear.  In the end the painful (financially at least) decision was made to get a rim delivered from the UK to Tashkent (where we would be heading), which was to take about 5 business days with DHL (thank goodness for worldwide German efficiency).  Our Uzbek visa was ticking, so everything had to happen fairly speditively to ensure that the new rim was mounted and in action before the visa ran out.

Making a jigsaw with our bikes and luggage

Making a jigsaw with our bikes and luggage

Knowing that we just had to wait and see how things transpired, we decided the most important thing was to go and enjoy the sights of Samarkand and enjoy the tranquility and cool of the courtyard in our guesthouse.  The benefit of not being able to ride onwards to Tashkent also meant that we had a couple of extra days up our sleeves to relax without the stress of thinking we should be riding.

Building my wheel back together, Tashkent

Building my wheel back together, Tashkent

Throughout history, many a poet or writer has penned works inspired by visits to Samarkand or after hearing about it.  Samarkand, over 2500 years old, was at one time or another the most important centre for trade and culture along the Silk Road.  Artists, Mathematicians, Philosophers and Scholars based themselves due to its central position between China and the West.  The heavily restored palaces, mausoleums and mosques with their ornate mosaics and towering aqua coloured domes and fascades give a clear indication of the wealth and power once present here during the rule of Tamerlane during the 14th century.  The city is dotted with an amazing array of beautiful buildings, each clearly warranting a visit, although the ultimate highlight has to be the Registan, with its public square framed by three exquisite medressas (Islamic schools) each of distinctive Islamic architecture.

Heading towards the mountains to the Fergana Valley

Heading towards the mountains to the Fergana Valley

From the hook to the grill - doesn't get any fresher than that!!

From the hook to the grill – doesn’t get any fresher than that!!

Happily atop the Kamchi Pass (2300m)

Happily atop the Kamchi Pass (2300m)

Having visited as many of these buildings as anyone can possibly handle, we set off in a taxi (again filled to the brim with bikes and luggage and a broken rim) for the four-hour drive to Tashkent (August 11th).  Instead of the four riding days it should have taken, we saw the world around us flash past in the blink of an eye, and to some degree we were again travelling in a totally different way from what we’d longed for.  Arrival in Tashkent, meant finding another guesthouse, and it wasn’t long until we were comfortably checked into a quiet, friendly, family run place, slowly counting down the days until the DHL deliveryman arrived with a very important package.

As the capital and largest city in Uzbekistan, Tashkent offers a large range of cultural attraactions.  Unfortunately for us, these attractions seem not to be on offer during the summer months of July and August.  The opera season was closed, the theatre season was closed, many museums were closed, and so we found ourselves more or less just wandering aimlessly around the city.  One highlight of any Uzbek city, which thankfully decides not to close during summer, is the bazaars.  The fascinating world of pungent and heavenly smells, winding, narrow alleys and stairwells filled to overflowing with goods of every sort imaginable, and unimaginable, foods, crafts, tools, clothes, colours, yelling, agreeing, bargaining and arguing, everything is to be found there, you just have to know where to look.  A quick walk to the Chorsu bazaar just around the corner from our guesthouse became our daily routine, lunch each day was a new experience.

Our saviour - layman

Our saviour – layman

Through the Fergana Valley

Through the Fergana Valley

Always a curious bystander up for a chat

Always a curious bystander up for a chat

The other task to be completed in Tashkent, involved the procurement of a second Kazakh visa.  Having changed our plans to travel into China via Almaty (Kazakhstan) then Urumqi instead of directly from Kyrgyzstan into Kashgar meant that we now needed a new Kazakh visa.  Shame we hadn’t decided this already in Baku when we got the first one, since we could easily have gotten a double entry visa there – that’s life I suppose.

Tashkent seemed to be a meeting point for touring cyclists we’d already met at different points along the way, waiting for visas to begin, picking up new ones and so forth.  An enjoyable evening was had with Tim and Rebecca and Alex from England over beer and lagman, swapping tales of what Uzbekistan had thrown at us – beside the heat and tummy troubles.

Close scrutiny of the DHL tracking website allowed me to keep a close eye on the whereabouts of the desperately needed rim.  The day it arrived (August 15th) I had the feeling of being a child at Christmas.  Although I hadn’t had to wait a whole year, nor promise to be not naughty but nice, you can imagine my dismay upon unpacking the new rim, to find that it had been damaged in transit, and was bent.  A hectic email exchange inclusive photos followed with the bike shop in the UK, but thankfully they were able to confirm that although the rim had been damaged, structurally and strengthwise the damage should pose no problems – let’s wait and see L

Annina ready to attack her shashlyk

Annina ready to attack her shashlyk

I then got to work and set about building the rim onto the dynamo hub.  A few drops of sweat and a pinch of patience later the wheel was spinning true and ready to be ridden (hopefully) a few thousand kilometers more or where ever the road shall lead us.

Ten days without riding meant that the cycling fever had well and truly set back in.  We packed up our things (August 16th), and started the last part of our Uzbekistan journey through the Fergana valley and on to Kyrgyzstan.  It took almost an hour to escape the overflowing metropolis that is Tashkent, and find green, fertile fields filled with cotton along the roadside.

The Russians implemented the massive irrigation systems spread throughout the country many decades earlier, and the tradition of growing cotton under government control, although not the best crop for such arid conditions, continues strongly until this day.  The government refuses to allow small-scale farmers to change their farming practices, and forces them to continue planting cotton.  Each harvest season (between September and November) the Uzbekistan government forcibly mobilises up to 2 million adults and children (some as young as 10) for the manual harvesting of cotton.  Schools are closed for long periods of time, and public servants and private sector employees are coerced into picking cotton in order to meet cotton production quotas, under threat of loss of employment or pension benefits.  The government, under the president Islam Karimov detains and tortures Uzbek activists seeking to monitor the situation, and refuses to allow international monitors into the country.  Basically it constitutes a government-controlled form of slavery.

Shashlyks being grilled

Shashlyks being grilled

As much as we enjoyed to be riding again, our bodies had lost a touch of their condition, so we were relieved to find a cheap hotel late in the afternoon, munch down a few manty (stuffed dumplings) and some more lagman for dinner and fall into bed for an early nights sleep.

With the Kamchi Pass (2300m) waiting for us some time in the afternoon (August 17th), we knew we had a tough day in front of us.  Like always, we set off early and by about 10am after 40km of gradual ascent, we dived into a small restaurant for some nourishment.  A quick soup made up of vegetables, lamb and fat filled up our tanks, and we were again back to climbing.  Within sight of the tunnel just before the pass, we became the innocent victims of a flash hailstorm, which saw us diving for cover under a tarp until the weather calmed.  Ten minutes later, the skies cleared and we scuttled the last few hundred meters to the heavily guarded tunnel, were instructed to show our passports upon entering, then again upon exiting the tunnel (you never know what might have occurred in the 500 meter long tunnel, maybe they suspected we’d had a rendezvous with a spy) and continued on our way.  Less than two kilometers later, another tunnel, same procedure, would rather have smacked the bored soldier on the nose with the passport, but thought better of it, and instead behaved myself and handed over the reqested documents.  This little theatre complete, it was time to enjoy the long descent.  Thankfully the quality of the road stayed good and we quickly sailed 60km downhill until finding somewhere for dinner.  Another restaurant, another lagman (not sure if we’ll be able to live without it to be honest), then a quick discussion with the management led to us being allowed to pitch our tent in their backyard for the night.

There is hardly a roadside without melon sellers

There is hardly a roadside without melon sellers

Mmm, anyone hungry?

Mmm, anyone hungry?

Our route the next day (August 18th) took us ever closer to the Kyrgyz border.  The town of Namangan was to be our last night in Uzbekistan.  A tour of all of the hotels in the town under the hot afternoon sun finally beared fruit, and we carted our mound of luggage up to the basic room and washed the sweat away.  The tea garden downstairs offered an unlimited supply of delicious ice-cream, of which I effortlessly polished off 8 scoops (even Nina, not being the ice-cream addict I am, managed 4).  The town seemed well away from the tourist trail, to the point where a wander through the bazaar, meant almost everyone wanted to talk to us.  Following the scent of grilled meat, we found a roadside stall and hungrily devoured a couple of huge, tasty, juicy shashliks each.  More ice cream for desert then followed of course.

A short 50km morning (Agust 19th) and we’d made it to the small border crossing at Uch-Kargan.  Unlike the border on the road to Osh, here we were almost alone.  This unfortunately did not mean that things would progress any faster.  First fill out some forms, then have one officer explain something, only for another to explain something else.  Oops, write something else here, write the amount in number, then in letters, oh this bit, don’t worry about that, oh yes, that bit has to be filled out.  Next thing our passports disappear to some other building with some other officer.  And now, bag search, yes please, all bags, yes please, and what is this, and what is that etc etc.  I almost couldn’t contain myself anymore when one of the guys pulled out Nina’s tampond to ask what it was for.  I quickly explained using charades.  Ashen faced he dropped it like a hot potato.  Another guy unscrewed Nina’s contact lense case, inadvertently spilled the water out, she quickly gave him a piece of her mind (in Swiss German of course), and after that the whole procedure got wound up fairly rapidly.  He even came back to apolgise once more as we were leaving through the gates, now proud holders of an exit stamp from Uzbekistan.

The two hours we spent at the border control (sometimes ringed by up to 5 staff) demonstrates to some degree the absurdity of Uzbekistan.  The police state element of the country is nauseating, but there were so many times where the idiocity and inefficiency of the system, makes me wonder, where to from here.

Although the time we spent in Uzbekistan as a whole was in many respects quite trying, the last three days we spent on the road, meeting so many friendly, hospitable and generous people and seeing beautiful landscapes really meant that we left Uzbekistan with much fonder memories than if you’d asked us a week earlier.  Maybe our experiences would have been a little more positive if we’d spent more time on our bikes.  Maybe our trip as a whole would have been a less rewarding experience had we not ridden our bikes so much.  Probably, but the main thing for us is to look forward, and for now, we’re so excited about the next month where we get to ride through the mountains of Kyrgyzstan.