Pass after pass – S to N

Pass um Pass von Süd nach Nord

Photo gallery

(English below)

Ein älterer Herr nähert sich uns, schiebt Perret und Blazer zurecht, wirft mir einen flüchtigen Blick zu, lächelt Paul herzlich an, schüttelt ihm die Hand und lädt ihn nach den üblichen Fragen – Woher kommen wir? Wie gefällt uns die Türkei? Sind wir verheiratet? – zu einem Tässchen Çay in einem der tausenden von Teegärten ein. Wir setzen uns an ein Tischchen inmitten plaudernder, rauchender und Çay trinkender Männer, jung und alt. Als einzige Frau weit und breit bin ich eine Attraktion und dennoch unsichtbar: Zwar erhasche ich einige verstohlene Blicke, direkt in die Augen schaut mir jedoch keiner. Während sich unser freundlicher Gastgeber wärmstens mit Paul unterhält, lässt er mich zu keiner Zeit Teil des Gesprächs werden. Ein paar Mal versuche ich, mich einzubringen. Ohne seinen Blick von Paul anzuwenden, verstummt unser Gegenüber für einen kurzen Augenblick, wirkt etwas konsterniert und richtet seine Worte sogleich wieder an Paul. Zunehmends werde ich zur passiven Zuhörerin, ein Gefühl der Ohnmacht beschleicht mich.

Nice coat Mr Donkey

Nice coat Mr Donkey

The nightmare begins...

The nightmare begins…

Finally the Ataturk Dam

Finally the Ataturk Dam

Packed onto the car ferry with jigsaw precision

Packed onto the car ferry with jigsaw precision

Camping and swimming next to Ataturk Dam

Camping and swimming next to Ataturk Dam

Cherries by the cartload

Cherries by the cartload

Fresh bread

Fresh bread

Smoky kebabs

Smoky kebabs

Mosque in Diyarbakir

Mosque in Diyarbakir

Ein Andermal spaziere ich alleine durch die Gassen eines kleinen Städtchens. Verheiratete Frauen sind etweder in Gruppen, meist aber in männlicher Begleitung unterwegs. Viele sind bis auf die Augen verhüllt. Männergrüppchen verlangsamen ihre Schritte, sobald sie auf meiner Höhe sind, mustern mich anzüglich, werden teils gar aufdringlich oder zischen mir zu. Ohne Paul an meiner Seite bin ich zwar wieder sichtbar. Mir wird jedoch zunehmend unwohler in meiner Haut, ich vermeide jeglichen Blickkontakt und werde damit wieder zu einem passiven, kommunikationslosen Wesen.

Die männliche Selbstgerechtigkeit im ländlichen Ostanatolien hat mir in den vergangenen Wochen zunehmends zu schaffen gemacht. Während Männer ihre ganzen Nachmittage in Teegärten verbringen, werden Frauen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und sind oft nur hart arbeitend, mit gebeugtem Rücken und in grösster Hitze auf den Feldern zu sehen. Die wirtschaftliche Ausbeutung und gleichzeitige gesellschaftliche Unterdrückung der Frauen ist nur all zu deutlich sicht- und auch als Durchreisende spürbar. Wichtige Entscheidungen werden von den Männern alleine getroffen. So habe auch ich die Kommunikation und die Einkäufe meist Paul überlassen und mich in Geduld geübt.

Die Stellung der Frau ist eines der Beispiele für die enorme Vielseitigkeit der Türkei. Während Teile Istanbuls und Izmirs europäischen Städten gleich kommen, hatte ich in Ostanatolien teilweise das Gefühl, im ärmsten und konservativsten Nahost gelandet zu sein.  Diese Vielfältigkeit macht sicherlich in vielerlei Hinsicht auch den Reiz der Türkei aus. So haben wir in den vergangenen zwei Monaten jeden Tag eine neue Seite der Türkei kennen gelernt. Wir sind kaum aus dem Staunen heraus gekommen, obwohl es noch so viel mehr zu sehen gäbe und wir ja doch überall nur kurz die Oberfläche angekratzt haben. Wir haben die Türkei in vielerlei Hinsicht zu schätzen gelernt: Die Natur ist atemberaubend schön, die Gastfreundschaft der Menschen herzerwärmend und die Unbekümmertheit erfrischend, das Essen köstlich, die Geschichte eindrücklich, die Zukunft spannend.

Die täglich neuen und mir teils fremden Eindrücke sowie die letzten paar Kilometer durch die bergige Türkei haben mich in den letzten Tagen aber auch ermüdet. Vom Berg Nemrut bis zur georgischen Grenze hin haben wir mehr als 700 Kilometer zurück gelegt, unzählige Pässe überquert und gegen starke Bauchkrämpfe angekämpft. Nach einer zweitätigen Pause verliessen wir Kardut, in der Nähe des Berges Nemrut am 12. Juni Richtung Diyarbakır auf einer Nebenstrasse, die sich zunehmends in eine steile Schotterstrasse verwandelte und mich immer wieder vom Fahrrad steigen und es mühsam hochschieben liess. Nachdem wir uns bereits mehr als eine Stunde und in grösster Hitze mit der Strasse abgekämpft hatten, realisierten wir plötzlich, dass wir von unserer Route abgekommen waren und uns in einem völlig andern Tal, von steilen Bergen umringt, befanden. Wir hatten die Wahl: Entweder wir folgten demselben, schweisstreibenden Weg, den wir gekommen waren, zurück oder wir versuchten, das Tal über einen der Berge zu verlassen. Ersteres erschien uns wenig reizvoll, insbesondere weil wir uns kaum vorstellen konnten, dass sich der Strassenzustand überhaupt noch verschlechtern konnte. Voller Hoffnung stiegen wir also wieder auf die Fahrräder, erfreuten uns für einen kurzen Augenblick ab der idyllischen Landschaft, mussten jedoch schon bald realisieren, dass der Weg auf den Fahrrädern mit jedem zurückgelegten Meter unpassierbarer wurde. Auch stellte sich heraus, dass wir nicht nur einen steilen Berg, sondern zahlreiche weitere steile Hügel zu überqueren hatten. Die Hälfte der Zeit verbrachten wir deshalb damit, unsere Fahrräder mühsam vor uns her zu schieben. Das Tal schien endlos und jeder erklommene Hügel brachte nur viele weitere Steigungen zum Vorschein. Hinzu kam, dass wir schon bald unser Wasser leer getrunken und ausser Nudeln, wofür wir auch Wasser benötigt hätten, keine Essensvorräte dabei hatten. Ausser paar Hirtenkinder war weit und breit keine Menschenseele zu sehen und ich übertreibe nicht, wenn ich die paar Stunden in diesem Tal mit einem Albtraum vergleiche: Das Tal wirkte wie ein Labyrinth mit unzähligen Hindernissen und wir fanden einfach nicht heraus.

Nach 8 Stunden hatten wir ohne eine einzige Pause und in beissender Hitze nur 40 Kilometer zurückgelegt, wovon wir die Räder zur Hälfte hatten schieben müssen. Durstig und erschöpft erreichten wir doch noch die Fähre, die wir ursprünglich kurz nach unserer Abfahrt nach Karadut hatten besteigen wollen und uns über einen See führen sollte. Wir leerten sogleich eine 1,5 Liter Pepsi- und eine 1,5 Liter Wasserflasche, überquerten den See und stellten unser Zelt direkt am Wasser neben einem kleinen Restaurant auf. Nichts und niemand hätte mich an diesem Tag noch mal auf mein Fahrrad gebracht. Dennoch fühlten wir uns nach einer Abkühlung im See schon viel besser und verbrachten einen verdient gemütlichen Abend an diesem bezaubernden Ort.

Not the best road this time

Not the best road this time

Cornfields around Diyarbakir

Cornfields around Diyarbakir

Riverside camping

Riverside camping

Back into the mountains

Back into the mountains

More mountains

More mountains

Beide fühlten wir uns am nächsten Tag (13. Juni) erstaunlich fit und ausgeschlafen, so dass wir unsere Reise nach Diyarbakır fortsetzen konnten. Wir erreichten die Stadt nach zwei heissen und wenig spektakulären Tagen, leisteten uns ein Zimmer in einem klimatisierten Hotel und besichtigten die kulturell, geschichtlich und architektonisch bemerkenswerte Altstadt. Neben einer grossen Anzahl an Moscheen zeugen mehrere orthodoxe Kirchen davon, dass Diyabakir Heimat vieler Ethnien und Religionen war. Zufälligerweise trafen wir in einem Teegarten wieder auf Pauline und Jo aus Lausanne und entschieden uns, die Route nach Erzurum zu viert zurück zu legen.

Die vier Tage nach Erzurum führten uns durch atemberaubend schöne, jedoch äusserst anstrengende Berglandschaften mit Pässen bis zu 2400 m.ü.M. Immer wieder fanden wir dank Jos gutem Pfadfindersinn idyllische Plätzchen für unsere Zelte – seis an einem kleinen Fluss, seis auf einem Hügel mit Sicht über ein ganzes Tal -, wo wir die Strapazen des Tages schnell vergassen und jeweils paar gemütliche Stunden im Abendlicht verbrachten. Am dritten Tag (17. Juni), als unsere Beine die zurückgelegten Höhenmeter bereits zu spüren begannen, erkrankte Pauline an so starken Bauchkrämpfen, dass sie und Jo die letzte Strecke nach Erzurum per Bus zurücklegen mussten. Paul und ich kämpften uns am 18. Juni noch über einen letzten Pass, bevor auch wir Erzurum erreichten und in unserem Hotelzimmer erst mal den Luxus einer langen Dusche genossen. Kurz nach unserer Ankunft wurde auch Paul von Bauchschmerzen befallen und verbrachte zwei Tage in Bett und Badezimmer, während ich die Vorzüge einer Stadt und deren Einkaufsmöglichkeiten nutzte, unsere Essensvorräte auftockte und zum Internetjunkie wurde.

Am 21. Juni, nachdem sich Paul wieder erholt hatte, starteten wir die letzte Etappe unserer Reise durch die Türkei, die uns erst mal auf einen hohen Pass steigen, anschliessend abwärts fahren, aber gegen sehr starken Wind ankämpfen liess. Plötzlich hatte es auch mich erwischt: Gegen Abend, als wir gerade unser Zelt aufgestellt hatten, begann es in meinem Bauch zu rumoren, ich fühlte mich elend und wünschte mir sehnlichst ein Hotelzimmer herbei. Nach einer endlosen Nacht, die mich immer wieder aus dem Zelt stürzen liess, fühlte ich mich am nächsten Morgen (22. Juni) zu schwach für die türkischen Berge. Da sich weder eine Unterkunft noch ein Zeltplatz in der Nähe befanden, nahmen wir das Angebot des LKW-Fahrers Murat, uns bis in die nächste grössere Ortschaft mitzunehmen (ca. 100 km), dankbar an. Murat hat 15 Jahre in Deutschland gelebt, so dass sich Paul während der Fahrt sogar mit ihm unterhalten konnte. Ich war einfach nur froh, mich zurück lehnen zu können und die (eindrückliche!) Stausee-Landschaft an mir vorbei ziehen zu sehen.

Picnic break in Bingöl

Picnic break in Bingöl

And again, some mountains

And again, some mountains

The final ascent

The final ascent

Tent city at lunchtime

Tent city at lunchtime

Up the top

Up the top

Kahvalti - Turkish breakfast

Kahvalti – Turkish breakfast

Mosque in Erzurum

Mosque in Erzurum

High tea with turkish delight

High tea with turkish delight

Kurz nach Mittag und ca. 30 Kilometer vor Hopa am Schwarzen Meer hatte Murat sein Ziel erreicht. Wir verabschiedeten uns dankbar, ich sammelte meine ganze Kraft, kämpfte mich auf dem Fahrrad den letzten türkischen Pass hoch und genoss die letzte Abfahrt durch Teeplantagen und mit Sicht aufs Meer, ohne in die Pedale treten zu müssen. Vielleicht, weil wir die Berge hinter uns gelassen hatten, vielleicht auch, weil ich den ganzen Morgen faul neben einem LKW-Fahrer gesessen hatte; Ich fühlte mich fast schon erholt, als wir in ein Hotelzimmer in Hopa eincheckten. So verbrachten wir unseren letzten Abend in der Türkei am Schwarzen Meer, erlebten einen romantischen Sonnenuntergang, staunten über das modern wirkende und lebendige Hopa und die vielen selbstbewussten Frauen auf der Strasse und wurden ganz kribbelig, wenn wir an unsere Weiterreise durch Georgien und Zentralasien dachten.

Am 23. Juni passierten wir nach unserem letzten ausgiebigen türkischen Frühstück die türkisch-georgische Grenze und radelten nach Batumi, wo wir die Erlebnisse der vergangenen zwei Monate in einem familiären Hostel etwas einsinken lassen, guten Wein und im Vergleich zur Türkei erschwingliches Bier trinken, am Strand liegen, viel Eis essen, Reisende kennenlernen und die nächsten paar Monate, die uns durch Georgien, Azerbajan, Kazakhstan, Usbekistan und Kirgistan führen, planen werden.

Pass after pass – S to N

There can be no denying that Eastern Anatolia is the domain of the man.  Whilst women seemed worthy enough to be put to work in the kilometre after kilometre of fields covering Eastern Turkey (seemingly working harder than the men standing around in the shade), working their hands to the bone, apparently any form of private time must be consumed within the confines of their own home (probably looking after the children, cleaning and cooking).  Men on the other hand, seemed content to spend a large part of their time sitting in tea gardens drinking çay and playing backgammon.  Standing in the middle of any small town, it was not uncommon for Nina to be the only woman present on the street.  People would readily approach me and ask the usual line of questioning, “Where are you from? Am I married? Do I like Turkey? etc” and seem not to notice the fact that Nina was standing beside me.  Those that know Nina well would realise that this reoccurring situation made her blood boil, but the most frustrating part was the knowledge that there was nothing she could do about it.  Her helplessness in this situation meant that she probably crawled a little bit back into her shell.

After rolling down from Mount Nemrut to a guesthouse in Karadut and falling into a 99 year sleep, we felt refreshed enough a few days later to pack our things together and start the last haul north towards Georgia, about 800km away.  Setting of early (12th June) we knew we had about 30km to get to the ferry we had to catch across the Ataturk Dam on our way towards Diyarbakir.  Each new turn we made took us on to a smaller track filled with more gravel, until the surface became so uneven that we spent half the time having to push our bikes.  Thinking that the journey to the ferry would be short and sweet, we hadn’t bothered to fill our water or food reserves sufficiently, and had the (mis)fortune of running out of water around lunchtime.  With the temperature soaring well above 35° and the route out of the valley looking less obvious by the minute, coupled with our progress being constantly hampered by the terrible streets, it seemed like a real possibility that we would have to turn back and retread the 6 hours we’d already covered.  Knowing that we probably didn’t have the energy for another 6 hours, we approached a small farmhouse to ask for water, with the hope that we might be also be able to decipher some information about which way we should continue.  Finally after over 8 hours (but less than 35km – 10km of which were spent pushing) we climbed over a ridge and could see the Ataturk dam waiting for us far below.  A steep descent of over an hour along windy rutted gravel roads with fully loaded bikes sapped the last ounce of energy from us, but we were enormously relieved at the sight of a drink fridge filled with water as we arrived at the ferry crossing.  Totally dehydrated and exhausted, we crawled into the shade and eagerly gulped down mouthful after mouthful of water.  Once we felt human again, and the ability to form saliva had returned to our mouths, we hopped the car ferry across to the other side of the lake.  Although we’d ridden less than 40km and had planned to make it a little further towards Diyarbakir, we all too eagerly accepted the offer to camp next to the lake by the restaurant owner on the shore, and set about diving into the cool clean water to wash away the nightmare of the preceeding 10 hours.

Wild flowers

Wild flowers

Through the Georgian valley

Through the Georgian valley

A good night’s sleep (beginning around 8pm) left us feeling surprisingly fit and we set off eastwards (13th June) around 6am the next morning.  A steep long climb to start the day brought out the sweat, and around 11am it was alreay too hot to keep riding so we found a petrol station and hid in the shade of a restaurant to wait out the heat of the day.  Only once 5pm had been and gone did we even contemplate leaving the safety of the shade.  We set off uphill again with a nice tailwind and managed to complete another 40km before darkness set in and we had to dive into another petrol station to camp for the night.

The luck of the tailwind continued the next morning (14th June) and we sped through the last 40km to reach Diyarbakir just before 9am.  A quick shower after checking into a cheap hotel was followed by almost of whole day of sightseeing around the picturesque old town.  Along with the usual collection of mosques, Diyarbakir also has quite a few beautiful Orthodox Armenian churches hidden down some of the back alleys.

After leaving the dry scorching hot plains of Diyarbakir, it was time to head back over the mountains towards Erzurum.  After meeting up with Jo and Pauline again in a tea garden in Diyarbakir, we continue together along together for the next 4 days (15th June – 19th June).  Spectacular scenery accompanied us, and although tiring on the legs, the heightened elevation bought with it pleasingly cooler temperatures.  Numerous passes above 2300m meant the riding was tough, but the reward of the spectacualar views made it all worth the effort.  Riverside and alpine campsites also provided breathtaking spots to rest our tired legs for the night.

A new resting place for the bikes - thanks Murat

A new resting place for the bikes – thanks Murat

Murat at work

Murat at work

It's off to the Black Sea

It’s off to the Black Sea

Tea plantations along the Black Sea

Tea plantations along the Black Sea

It was the day before arriving in Erzurum that things started to unravel.  Pauline was the first to suffer from stomach problems the day before arriving in Erzurum.  After deciding that her and Joe would complete the journey to Erzurum with the bus, Nina and I continued on the last 60km alone.  Arrival was followed by an Erzurum speciality for dinner (another form of kebab) and then the problems began.  Two days spent as a toilet tourist meant that I only had a small window of opportunity to look around Erzurum.

Finally feeling somewhat fit again, we left Erzurum (21st June) and as we’d become accustomed to, started the climb to the top of another 2200m pass towards the Georgian valley.  Towards the end of the day, Nina commented that her stomach wasn’t feeling so great, and then after finding a place to pitch the tent and eating some dinner before it got dark, spent most of the night dashing into the bushes outside our nylon bedroom.

With Nina feeling totally exhausted and knowing that the next 100km passed through an almost uninhabited valley where we were unlikely to find any accommodation to rest, we made the decision the next day (22nd June) to try and catch a lift.  It soon became apparent that there wasn’t an abundance of traffic passing through this way, and we began to question how successful we’d be at hitchhiking.  When we couldn’t even manage to fit one of our bikes into a bus that had stopped, despite the help (hinderance) of most of the male passengers onboard, our hopes were quickly sinking.  And then along came Murat and his truck.  Turns out he’d lived about 17 years in Germany, but was now back in Turkey driving long haul trucks.  A few lengths of rope were retrieved from the cab, the bikes were somewhat haphazardly tied onto the rear tray of his fully loaded truck, we climbed into his truck along with our 13 bags (4 panniers and 1 handlebar bag each, 1 tent, and 2 waterproof bags) and rumbled away up the valley towards Artvin.

The next 150km wound through a steep valley, totally occupied with construction equipment feverishly building dam after dam for hydroelectricity to feed the growing Turkish thirst for energy.  Every time we thought we’d arrived at our stop, Murat explained that he had to go a little further along the valley, and since our route seemed to mimic his, we saw no need to escape form the confines of his truck.  Finally, about 35km from Black Sea coast, Murat reached his destination, so we unloaded our things, said a thankful goodbye and got ready for the final climb over the last row of moutains before Hopa on the coast.  We crawled the final 10km up to the pass, before setting the bikes to cruise control and rolling down into Hopa, our last stop in Turkey.

Sunset in Hopa

Sunset in Hopa

Last photo in Turkey - thanks for the memories!!

Last photo in Turkey – thanks for the memories!!

A cheap hotel was quickly found along the waterfront and Nina finally started to gain some colour again.  After 3000km and 2 months of Turkish roads, people, food and experiences it was time to get used to the idea of a new country, Georgia.  We spent our last night in Turkey enjoying a kebab in a shaded garden by the seaside washed down with ayran and çay and reflecting upon the amazing experiences we’d had and enjoyed so much.  Seeing women again roaming the streets of Hopa already made it seem like we’d entered a new country, and we considered how different our experiences in Turkey might have been if we’d decided to stick to our originally planned route along the Black Sea instead of taking the route we did.

We enjoyed our last breakfast in Turkey (23rd June) and with the Black Sea to our left started the short flat ride into Georgia.  A bit of umming and aahing at the passport control from the woman checking my passport (apparently I must have looked a bit dodgy or my passport was forged) and then we were on new soil and it was time for a new adventure to begin.

The long road to Mount Nemrut

(English below)

Photo gallery

Überwältigt, zutiefst berührt, beschwingt, manchmal aber auch etwas ratlos und überfordert sind wir ab der Gastfreundschaft der kurdischen Bevölkerung im ländlichen Ostanatolien. Uns wurden in den vergangenen Tagen nicht mehr bloss Çay, ein Schokoladenriegel oder eine Kiste voller Erdbeeren in die Hände gedrückt. Vielmehr werden wir fast täglich in irgendein Haus gezerrt, um ganze Mahlzeiten aufgetischt zu erhalten, wobei sich die Grossfamilie oder auch das halbe Dorf um uns herumsetzt, uns zuschaut und uns womöglich gleich noch mit Honig, Kleidern oder dem wenigen eigenen kitschigen Schmuck beschenkt. Freundlich, aber bestimmt, versuchen wir meist erst mal, die Einladung und Geschenke abzulehnen, doch ist uns das bisher kaum gelungen. Im Gegenzug haben wir mit unserem limitierten Gepäck kaum was anzubieten, haben aber gelernt, ebenso hartnäckig zu sein und den Menschen zumindest unsere Bananen, Äpfel oder getrockneten Aprikosen in die Hände zu drücken. Nicht selten fühlt es sich unwirklich an, wenn wir derart herzlich empfangen werden, uns ohne zu Zögern das grösste Vertrauen entgegen gebracht wird, alle uns berühren und möglichst nah bei uns sitzen wollen, obwohl unsere letzte Dusche meist paar Tage her ist, wir vom Fahren völlig verschwitzt und unsere Kleider schmutzig sind. Die Begegnungen sind so intensiv und emotionsgeladen, dass ich mir jeweils wünschte, kurz die Zeit anzuhalten um mir die Menschen und alles um mich herum genaustens einzuprägen, da schon die nächste herzliche Begegnung irgendwo auf uns wartet und die vorherige bereits etwas verblassen lässt.

A cave church in the Göreme Open Air Museum

A cave church in the Göreme Open Air Museum

Fairy chimneys in Cappadocia

Fairy chimneys in Cappadocia

8 content cyclist enjoying a beer at sunset

8 content cyclist enjoying a beer at sunset

Nicht nur die Begegnungen der letzten Tage waren intensiv. Nach unserer Pause in Göreme in Kappadokien haben wir viele Kilometer zurückgelegt, zahlreiche Hügel und Pässe überwunden und sitzen nun erschöpft in einer kleinen Pension in den Bergen, um das Erlebte etwas zu verarbeiten:

Seit Göreme scheint bereits eine Ewigkeit vergangen zu sein. Wir genossen unsere Tage (31. Mai bis 4. Juni) dort sehr, unternahmen kleinere Wanderungen durch die eindrücklichen Felslandschaften, trafen uns abends jeweils mit andern Tourenfahrenden (siehe Links) und verbrachten vor allem viel Zeit auf der gemütlichen Terrasse unserer Pension mit Ausblick über das ganze Städtchen.

Am 4. Juni erlebten wir noch einen eindrücklichen Sonnenaufgang über Göreme und schauten uns die farbigen und mit Touristen beladenen Heissluftballone an, die morgens jeweils über die Felsen hinweg steigen. Wir setzten uns anschliessend auf unsere Fahrräder und starteten die nächste Etappe zwar mit ausgeruhten Beinen, aber  zunehmenden Bauchkrämpfen (Annina), die mir viel Energie raubten und mich nur langsam und mühsam vorwärts kommen liessen. Stur, wie ich in solchen Situationen sein kann, radelte ich weiter und weiter und weil wir lange keinen geeigneten Zeltplatz fanden, hatten wir gegen Abend trotz allem 116 Kilometer zurück gelegt. Gerade bevor es zu gewittern anfing, erreichten wir eine Tankstelle, wo wir übernachten konnten und ich mich schon bald ins Zelt verzog. Die Krämpfe, die ich tagsüber verdrängt hatte, liessen sich nun umso mehr spüren und mich hie und da zur Toilette rennen. Wie sehr wünschte ich mir in dieser Nacht meine eigene Wohnung herbei!

Fairy chimneys

Fairy chimneys

A building in one of the valleys near Göreme

A building in one of the valleys near Göreme

Hot air balloons over Göreme at sunrise

Hot air balloons over Göreme at sunrise

Glücklicherweise waren die Krämpfe am nächsten Tag (5. Juni) beinahe verschwunden und wir konnten unsere Reise durch die idyllischen Täler und über paar Pässe fortsetzen. Am späteren Nachmittag fanden wir einen perfekten Zeltplatz hinter einer Hecke, ruhten uns in der Sonne aus, kochten Spaghetti und Gemüse und mummten uns wie gewohnt früh in unsere Schlafsäcke ein. Mit Ausnahme eines starken Gewitters, das uns mitten in der Nacht mal aufschrecken liess, verbrachten wir eine ruhige Nacht, so dass ich mich nächstentags (6. Juni) auch von meinen Bauchschmerzen wieder komplett erholt fühlte und mit viel Energie erst mal einen steilen Berg hochradelte. Wir bewegten uns auf einer Hochebene auf einer teils schlecht geteerten Nebenstrasse, die uns hoch-, runter- und wieder hochsteigen liess und die Fahrt etwas verlangsamte. Allerdings entschädigte die idyllische und ausser paar Schafhirten menschenleere Landschaft für sämtliche Beschwerlichkeiten. Nur einmal wurden wir von einem kleineren Lastwagen überholt, der kaum anhielt, mir aus dem Fenster jedoch zwei Brötchen hinstreckte und sich auch schon wieder von uns entfernte. Eine Stunde später erreichten wir eine kleine Baustelle, wurden dahin gewunken, tranken mit den Strassenarbeitern paar Çays, erhielten frische Kirschen, Nüsse und mit Käse gefülltes Fladenbrot und waren froh, dass im Gegenzug unsere getrockneten Aprikosen angenommen wurden. Nach diesem unerwarteten Piknik verliessen wir die Hochebene durch ein grünes und fruchtbares Tal hindurch, schalteten in Tanir in einem Forellenrestaurant eine weitere Pause ein und gelangten anschliessend auf stärker befahrene Strassen, wo wir uns alle zehn Minuten von Neuem unter Tankstellendächern vor Gewittern schützten. Seit wir uns durchs Hochland Anatoliens bewegen, werden wir täglich von meist kurzen, aber sehr heftigen Gewittern heimgesucht und sind einmal mehr froh, an jeder zweiten Ecke eine Tankstelle vorzufinden. Kurz nach Elbistan, als der Himmel all zu bedrohlich zu wirken begann, hielten wir an einer Tankstelle, wollten unser Zelt aufstellen und wurden vom Tankstellenpersonal stattdessen in eine leer stehende Wohnung geführt, wo wir eine warme Dusche, ein bequemes Bett etc. vorfanden und uns vor dem Einschlafen etwa eine Stunde lang englische Nachrichten anschauten. Welch unerwarteter Luxus!

The view above Göreme

The view above Göreme

Nach einer angenehmen Nacht offerierte uns das Tankstellenpersonal am nächsten Morgen (7. Juni) Brot, Honig und Saft und wir fuhren gestärkt aus Elbistan hinaus und zurück ins idyllische und hügelige, teils gar bergige Hochland. Nach 35 Kilometern erreichten wir das kleine Dörfchen Sevdili, wo wir uns im Dorfladen nur kurz ein Brot kaufen wollten. Ein älterer Ladenbesitzer stellte uns jedoch gleich zwei Stühle hin und seine Frau brachte uns zwei Gläser  frischen Ayrans und zwei Tassen türkischen Kaffees. Das halbe kurdische Dorf versammelte sich vor dem Laden und wir versuchten, uns so gut wie irgendwie möglich und mit Hilfe unseres türkisch-englisch Wörterbuchs mit den Leuten zu verständigen.  Plötzlich wurde uns auch das Brot, das wir eigentlich kaufen wollten, Eier, Käse, Salat, Bohnen, Hackfleisch und frisches Yoghurt hingestellt und keine Widerrede zugelassen: Wir sollten all das aufessen. Eine ältere Frau drückte mir zudem eine neue und mit Glitzer bestickte Hose und Paul ein T-Shirt in die Hand, ohne dass es uns auf irgendeine Art und Weise möglich gewesen wäre, diese Geschenke abzulehnen. Nach drei Stunden verliessen wir die herzlichen DorfbewohnerInnen von Sevdili, begleitet von einem Wechselbad der Gefühle zwischen Dankbarkeit, Rührung und schlechtem Gewissen, diesen im Vergleich zu uns armen Leuten selbst kaum was anbieten zu können.

5000km with the help of Ayran

5000km with the help of Ayran

Landscapes east of Cappadocia

Landscapes east of Cappadocia

Wir fuhren also gestärkt weiter, ignorierten einige Zurufe, doch kurz auf ein Çay – und dabei wäre es ja sicherlich nicht geblieben! – vorbeizukommen und legten einige kleinere Pässe und Höhenmeter zurück. Auf einem der Pässe streckte uns eine Familie ihr ganzes Piknik hin und wollte nicht weiterfahren, bis wir zumindest die Hälfte angenommen hatten. Gegen Abend erreichten wir nach einem langen Aufstieg durch eine canyonartige Landschaft den Geçidipass auf 1860 Höhenmetern und waren dankbar, fortan nur noch runterrollen zu können. Wir übernachteten einmal mehr an einer Tankstelle, wobei uns diesmal der Frauen-Gebets-Raum zur Verfügung gestellt wurde und wir unser Zelt wieder nicht aufstellen mussten.

One of the many passes

One of the many passes

Up up up...

Up up up…

Am 8. Juni wiederholten sich schöne Begegnungen: Etwa dann, als wir Yoghurt für unser Müesli kaufen wollten und uns Hasan frische Kirschen und Erdbeeren, verschiedenste Nüsse und getrocknete Aprikosen aus seinem eigenen Betrieb, den wir uns bewundernd anschauten, schenkte. Die Fahrt selbst zog sich an diesem Tag etwas dahin und gegen Mittag bildeten sich dunkle Gewitterwolken, so dass wir in Sürgü eine Kebabpause einlegten, die sich wegen des starken Regens über den ganzen Nachmittag hinzog. Somit verbrachten wir die Zeit damit, das geschäftige Leben in Sürgü von unserem Restaurant aus zu beobachten und mussten feststellen, dass wir während der ganzen drei Stunden keine einzige Frau auf der Strasse sahen.  Nicht nur in Sürgü, auch sonst bin ich in ländlischen Gebieten oft die einzige Frau weit und breit und die Männer richten sich oft nur an Paul. Als Durchreisende muss ich es bei dieser Feststellung bleiben lassen, aber wütend und – schlimmer noch – hilflos macht es mich schon. Als wir Sürgü gegen Abend endlich verliessen, hatten wir gegen einen starken Gegenwind zu kämpfen, kamen auf schlechten Strassen nur mühselig voran und spürten langsam auch die in den vergangenen Tagen zurückgelegten Kilometer in den Beinen. Trotz schönster vorbeiziehender Landschaften war ich froh, als wir kurz bevor es dunkelte ein gemütliches Plätzchen für unser Zelt fanden. Gerade als wir zu kochen anfingen, kam ein junger kurdischer Bauer, Huseyin, auf uns zu. Er bestand darauf, uns zu sich nach Hause einzuladen und nach langem Hin und Her packten wir unsere Sachen wieder zusammen und wurden herzlichst von Grossvater und –mutter, Eltern, Kindern, Schwestern, Brüdern etc. empfangen. Alle setzten wir uns in einen Kreis auf ihre Terrasse und sogleich bedienten uns die Mädchen mit einem Gemüseeintopf , Tomaten, frischem Ayran und selbst gebackenem Fladenbrot. Die ganze Familie schaute uns interessiert beim Essen zu und mit unserem klein Wenig Türkisch konnten wir herausfinden, dass die Familie die Sommermonate auf dem Bauernbetrieb und die Wintermonate in der Stadt Malatya verbringt, dass sich die Mädchen (20 und 23 Jahre alt) und die Mutter um den Haushalt kümmern und sich die Familie fast komplett selbst versorgt. Wir konnten denn auch zuschauen, wie Mutter und Tochter Fladenbrot räucherten oder wie die Grossmutter Tabakpflanzen plückte, während die Männer meist ihre Zigaretten rauchten. Unser kleines Album mit Fotos von Familie und FreundInnen erwies sich einmal mehr als äusserst nützlich: Trotz der Sprachbarriere konnten wir der Familie anhand der Fotos auch etwas über unser Leben in der Schweiz erzählen. Von der Gastfreundschaft überwältigt und den vielen Eindrücken erschöpft legten wir uns um 22 Uhr in die für uns bereiteten Betten in einem nach Kuhstall riechenden Zimmer und schliefen tief und fest die ganze Nacht hindurch.

Better find a petrol station for cover

Better find a petrol station for cover

Als wir am nächsten Tag (9. Juni) aufwachten, hatten die Mädchen bereits ein Frühstück mit Käse, Oliven, Tomaten und noch warmen Fladenbrot vorbereitet und zu unserer Erleichterung ass diesmal die ganze Familie mit. Alle wollten sie uns überreden, noch paar weitere Tage bei ihnen zu bleiben, doch so gerührt wir von der ganzen Herzlichkeit auch waren, zog es uns dennoch weiter Richtung Nemrut Dagi (Berg im Taurusgebirge). Nach einem herzlichen Abschied und mit frischem Honig und kleinen Geschenken beladen, machten wir uns über Kiesstrassen auf den anstrengenden Weg hin zum Nemrut. Es schien an diesem Tag, als spürten wir all das Erlebte, also nicht nur die vielen zurückgelegten Kilometer, sondern  auch die herzlichen, aber teils ebenso ermüdenden Begegnungen in den Beinen uns so erreichten wir Arsemia, 19 Kilometer vor und 1400 Höhenmeter unterhalb des Gipfels von Nemrut völlig erschöpft. Gerade als wir uns mit dem Gedanken abfanden, erst am nächsten Tag weiter zu fahren, wurden wir von einer piknikenden türkischen Touristengruppe aus Istanul herbeigewunken, die uns Çay, Süssigkeiten und Kebab – alles durchmischt – anbot. Es stellte sich heraus, dass diese Gruppe in einem Minibus den Nemrut hochfahren wollte und so quetschten wir uns und unsere Räder in den Bus hinein und erlebten die wohl lauteste und fröhlichste Busfahrt in unserem Leben. Die engen Nadelkurven und steilen Abgründe hielten niemanden davon ab, lauthals türkische Poplieder zu johlen oder – so gut wie auf holprigen Strassen eben möglich – ganze Tänze vorzführen. Die Strasse war teils so steil, dass einige Autos vor uns umkehren mussten und so waren wir entsprechend erleichtert, diese Höhen nicht auf dem Fahrrad zurücklegen zu müssen. Auf dem Gipfel des Nemruts windete es sehr stark und statt einem Sonnenuntergang beobachteten wir zunehmende Gewitterwolken und dennoch – der Gipfel, der vom König Antiochos ca. 50 v.Chr. künstlich erbaut wurde, sowie die Riesenstatuen der Götter wirkten äusserst imposant und dank des nahenden Gewitters wohl noch mystischer.

Offroad to the wild campsite

Offroad to the wild campsite

Relaxing in the shade after another long day

Relaxing in the shade after another long day

Wir verabschiedeten uns von unseren türkischen Freunden, die sich bereits wieder auf die Heimfahrt machten und wärmten uns in einer einfachen Berghütte mit Çay. Für CHF 15.—konnten wir in Kajütenbetten im selben Zimmer wie die Restaurantmitarbeitenden schlafen und waren trotz einer sehr unruhigen Nacht froh, nicht in Wind, Regen und Kälte zelten zu müssen. Bereits um 4.30 standen wir am nächsten Tag (10. Juni) auf, spazierten noch mal auf den Gipfel des Berges und erlebten an diesem mystischen Ort einen eindrücklichen Sonnenaufgang.

Mit dicken Jacken und Handschuhen stiegen wir gegen 7 Uhr auf unsere Räder und begannen die steile Abfahrt. Unsere Körper waren so müde, dass sogar das blosse Runterfahren anstrengend war. Nach 45 Minuten erreichten wir eine kleine Pension in Karadut, wo wir schon früh morgens einchecken konnten und uns erst mal schlafen legten. Die nächsten zwei Tage (10. und 11. Juni) verbringen wir mit Schlafen, Planen, Schreiben und Lesen. Anschliessend werden wir via Diyarbakır und Erzurum quer durch die Türkei ans Schwarze Meer radeln und in ungefähr zwei Wochen die türkisch-georgische Grenze erreichen. Da wir als AusländerIn aufgrund der kommenden Wahlen zurzeit kein Einreisevisum für den Iran erhalten, wird uns die Weiterfahrt anschliessend durch Georgien, Aserbajan und über das kaspische Meer führen. Wir freuen uns auf alles, was kommt!

Colourful fields of Anatolia

Colourful fields of Anatolia

Ein Letztes noch: Auch wir verfolgen in den Nachrichten die Demonstrationen in türkischen Städten. Da wir uns jedoch mehrheitlich in ländlichen Gebieten bewegen, haben wir von den Protesten gegen den Präsidenten bisher kaum was mitbekommen. Ausahmen bildeten paar interessante Gespräche mit jungen Leuten, die einen starken Zusammenhalt beweisen und sich friedlich für etwas mehr Freiheit, v.a. mehr Meinungsfreiheit, einsetzen.

The long road to Mount Nemrut

The hospitality of the Kurdish people in Eastern Anatolia has totally overwhelmed us and wildly surpassed anything that we’ve experienced so far during our time in Turkey.  Over the last few days, the usual offer of çay has been replaced with whole meals (which we alone were expected to eat, whilst half the village or host family eagerly observed), invitations into family homes for the night (which couldn’t be declined no matter how hard we tried) and gifts of fruits and nuts and clothes (which bordered on exceeding the entire volume of our eight bike bags).  In the beginning we attempted to politely decline these offers, but once apparent that this really wasn’t possible, we allowed ourselves to be swept up by this wave of generosity and genuine interest encompassing us.  The fact that these emotion filled encounters occurred almost daily, retrospectively, it becomes almost difficult to separate one from the other – such was their intensity.  As two cyclists carrying extremely limited luggage and with unfortunately very little to offer, we quickly learned to become equally insistent, and give the small things that we could in return, whether that be the apples, bananas or dried apricots that we were carrying at the time.

Our company over the mountains of Anatolia

Our company over the mountains of Anatolia

The long road down

The long road down

It isn’t only the encounters of the last week that were intense, but also the route that we’d elected to take towards Mount Nemrut.  After our break in Cappadocia, we’ve since covered many kilometers, climbed innumerable mountains and passes and sit exhausted in a small guesthouse in the mountains, in order to recover a little and process our experiences from the last few days somewhat.

Göreme and Cappadocia really seem like a lifetime ago.  We thoroughly enjoyed our time there (31st May – 4th June), which we spent hiking through the endless valleys of rock formations, meeting up with other cyclists we’d met along the way and most importantly relaxing on the terrace of our guesthouse overlooking the town of Göreme.  We stood up to witness of the extraordinary sunrise on the morning of departure (4th June), filled with almost one hundred hot air balloons ferrying tourists above the “fairy chimneys” of Cappadocia.  After breakfast with a view, we loaded up the bikes and set off eastwards with refreshed legs and backsides.  Increasing stomach cramps robbed Annina of much energy and progress was somewhat slower than usual as a result.  Stubbornness kept Annina’s legs pumping and pumping and after finding no appropriate campsite, when we finally stopped for the day, we’d covered 116km.  Just as a late afternoon storm set in, we found cover under the roof of a petrol station, where we then decided to stay for the night.  The cramps that Annina had battled all day intensified once her body was at rest, and for the first time thoughts of being in the peace and quiet of her own bed in her own apartment crept into her head.

Hills as far as the eye can see

Hills as far as the eye can see

Patchwork fields

Patchwork fields

As luck would have it, Annina’s symptoms had more or less vanished the next morning (5th June), and so we could both enjoy the riding through idyllic valleys and over more mountain passes.  Late afternoon we found the perfect wild camping spot hidden behind a hedge, relaxed in the cool of the shade, prepared the standard camping dinner of spaghetti and vegies, before contentedly crawling into our sleeping bags just as the last daylight departed for the day.  A wild mountain storm shook us from our slumber, (where we spent an hour wondering whether we’d survive the night), but as soon as the storm had passed far enough so that it didn’t sound like lightning was landing directly outside our tent we managed to fall back into a deep sleep until morning.

With Annina now totally recovered from her stomach problems (6th June) and for the first time in days feeling fully fit, we began the long haul bouncing along a dusty gravel road up towards the next pass 400m above us.  The terrain plateaued after the pass and we continued along wondrously gazing at the beautiful scenery almost devoid of traffic, just the occasional shepherd looking after his flock.  At one point a delivery van braked suddenly beside Annina, a hand filled with two deliciously warm sweet bread rolls was poked out of the window, and then the van vanished almost as soon as it had arrived.  Shortly later we arrived at a road construction site, were naturally invited for çay, and before long had cherries, nuts and gözleme (cheese filledpastries) laid out before us.  We were then pleased that the dried apricots we offered in return were accepted.  Refreshed after our impromptu picnic, we left the alpine plateau and continued along through a green and fertile valley and around lunchtime stopped in Tanir, where we set about sampling the grilled trout fresh from the fish farm under the waterfall.

Our luxurious petrol station hotel room

Our luxurious petrol station hotel room

Back on the upward journey

Back on the upward journey

Since leaving Göreme we’ve been hounded almost every afternoon by sudden wild storms, and this day was no different, so we spent the afternoon dashing madly from one petrol station to the other seeking shelter from the rain.  At times this, we’re glad that there are so many petrol stations!!  We arrived in Elbistan and decided to enquire about camping at a petrol station there.  The attendants quickly decided that the spare living room above petrol station would be a much better place for us to stay for the night, and we were rewarded with luxury when it turned out that there was a comfortable fold out sofa bed, TV with English news channels and shower waiting for us – very gladly accepted!!

A wonderful night’s sleep left us refreshed to carry on through the mountainous landscape the next morning (7th May).  After a 35km ascent we arrived in the very small mountain village of Sevdili, where we went in search of Ayran (a typical Turkish yoghurt drink) for our muesli and some bread.  Upon arrival in the tiny but cram packed shop, the owner assembled two small stools and ordered us to sit, whereupon fresh homemade Ayran and Turkish coffee was promptly served to us.  In the meantime, half of the Kurdish village assembled in front of the store, and we attempted to communicate as best we could with our broken Turkish and our trusty (but somewhat limited) phrasebook.  A short while later, the bread that we’d ordered appeared, along with a huge tray filled with fresh homemade cheese and yoghurt, hard-boiled eggs, salad, tomatoes and beans with mincemeat.  Attempts at refusal were quickly rebuffed, and it was soon clear that these two cyclists were required to finish every last bite.  An elderly woman then appeared with jewel-covered leggings for Annina, and then realising that Paul shouldn’t leave without something too (forgetting that his stomach had already been filled to bursting point), dashed off and reappeared with a T-shirt.  Any form of payment was to be forgotten and after almost three hours, we personally said goodbye to all present, and set off again up the hill filled with the memories of the genuine, kind-hearted and generous people we’d just met.

Having a chat with the residents of Sevdili

Having a chat with the residents of Sevdili

Our unexpected lunch in Sevdili

Our unexpected lunch in Sevdili

Our wonderful generous hosts in Sevdili

Our wonderful generous hosts in Sevdili

Full of energy we had to ignore many more invitations for a quick çay (knowing naturally that it would be anything but short) and continued up to the next pass.  Here another Kurdish family emptied their car boot of food and wouldn’t leave until we’d agreed to take half of it.  Towards evening we reached the Geçidi Pass (1860m) and then began the long descent under the steam of a strong tailwind towards Akçadag, passing kilometer after kilometer of apricot trees (we later found out that the Malatya Province it responsible for around 80% of the world’s dried apricot production).  We again asked if we could camp at a petrol station, and were promptly shown to the women’s prayer room at the back of the building, which again meant the luxury of not having to pitch our tent for the night.

The morning (8th June) was spent riding alongside more apricot trees and our midmorning break became another memorable encounter.  We stopped for some yoghurt for our muesli for breakfast at a petrol station, and quickly met Hasan the owner.  I bought a huge bag of dried apricots for AUD2.50 and was invited to try almost every sort of nut and dried fruit Hasan had in his small shop.  We then began eating our breakfast, only for Hasan to reappear with more dried fruits and nuts, as well as fresh apricots and cherries from his garden.  As soon as we’d finished eating, he instructed us to follow him into his garden, where he then introduced us to his family and showed us around.  The family (including three young children) then set to work picking a bucketful of strawberries (which we again struggled to fit into our bags) for us to take with us.

Our bedroom in the women's prayer room

Our bedroom in the women’s prayer room

Family picking strawberries for us!!

Family picking strawberries for us!!

The generous Hasan and his children

The generous Hasan and his children

Huseyin and his brothers enjoying dinner

Huseyin and his brothers enjoying dinner

Baking pide for breakfast

Baking pide for breakfast

Our host family tucked away in the mountains

Our host family tucked away in the mountains

Once again fully loaded our journey rolled on against a backdrop of approaching storm clouds.  A lunch break al fresco in Sürgü consisted of Adana kebab before we had to duck for cover inside the restaurant to escape the rain.  Two hours later we emerged from our shelter and got back to battling the hills (with noticeably heavy legs) against a strong headwind.  The riding was tough, and the kilometers from the past few days seemed to have noticeably zapped our energy levels.  The beautiful scenery continued and after another pass, the walls of the valley we were riding along became steeper and steeper (not really so conducive to wild camping).  We were therefore relieved to stumble across a small flat area suitable for pitching a tent hidden next to the many terraced fields covering the valley.

Just as we’d begun cooking, Huseyin, a young Kurdish farmer, approached us and insisted that we come and stay the night at his house.  It soon became clear that he wouldn’t take no for an answer, so we packed our things together and followed him a short way back up the road we’d ridden along.  Upon arrival there was a whole family waiting to greet us – grandparents, parents, sisters and brothers (although at first it’s always difficult to know who belongs where and with whom etc – we’re still not exactly sure to be perfectly honest).  Everyone gathered on the porch outside, and again we were instructed to eat (this time at least with Huseyin accompanying us) as everyone eagerly looked on.  Even the crude camping concoction of vegetables with tuna that we’d half cooked was served – everyone naturally being very interested in trying our camping cuisine.  The grandmother was even so kind as to compliment it (çok iyi – very good) – yeah right!!

With our limited Turkish we found out that the family lives in the mountains in summer to work their land, but spend the winter months in Malatya.  They grow a range of vegetables (tomatoes, capsicum, onions, cucumbers etc) for themselves and tobacco to sell.  Everyone spends long days working the fields, and the younger children live in Malatya during the week to go to school.  Everyone was extremely interested in the photos we had of us from our life in Switzerland and from our wedding, and the two older sisters insisted that we (Annina mainly) stay a few more days with them.  Finally everyone drifted off to bed and we were happy to get to lie down and turn our heads off.  It had been such a wonderful evening, but we were both exhausted.

Hills, hills and more hills

Hills, hills and more hills

Turkish travel group from Istanbul

Turkish travel group from Istanbul

Mount Nemrut

Mount Nemrut

Sunrise on Nemrut

Sunrise on Nemrut

The mother and daughters baked fresh pide in the morning (9th June) and we all ate breakfast together (which was nice for once, rather than just eating in front of people).  We said our goodbyes, both daughters not really wanting to let Annina go, and continued towards Nemrut, again loaded with presents, food and fresh honey from the beehives in the garden.  We had the roads more or less to ourselves, but the quality quickly deteriorated, and the gradient of ascent became somewhat arduous.  The constant up, down, up, down really tired us, and we made ridiculously slow progress.  It seemed that all of the intense experiences over the last few days, although wonderful, heartwarming and eye opening, as well as the many kilometers up and forwards, had really fatigued us somewhat, and we were relieved to reach Arsemia in the evening, just inside the borders of the Nemrut Dagi National Park.  Knowing that we had another 1400m to climb over just 19 kilometers to the peak really was a problem for another day – for today we’d had enough.

And so it was that in such situations the stars just seem to align.  Upon reaching the camping/restaurant where we’d planned to stay the night before beginning the final ascent the next morning, we were invited for çay and cake with a group of Turkish tourists from Istanbul.  As usual they were very interested in our travels (thinking we were a little crazy, of course) and immediately insisted that we come with them to the top of Mount Nemrut.  Whilst this wasn’t exactly our plan, it didn’t take much convincing to decide that this was a much better plan, and so it was that we packed all of our bike bags into the back of their minibus, positioned both bikes along the middle aisle like a jigsaw puzzle, crammed everyone in and set off up the mountain.  As soon as the bus door was shut, the quiet, inquisitive people we’d picnicked with metamorphosed into 12 screaming contestants for the Turkish version of The Voice.  Suddenly it was like being in the middle of a cabaret show, everyone was singing and dancing and jumping around the bus.  That there were sheer cliffs plunging hundreds of meters down right besides the steep gravel road zigzagging up the mountain seemed to bother no one.  In the end, the entertainment made the one-hour journey pass quite quickly, and maybe it reduced the nerves of everyone in the bus (the driver certainly being the exception).

Sunrise

Sunrise

When we arrived at the top the wind was howling and you could see the storm rolling towards us.  Everyone scrambled up the last 600m to the top of the mountain, where the ancient crumbling stone head remains lay overlooking the valley below.  King Antiochos I Theos of Commagene ruled the region around Mount Nemrut and in 62 BC ordered the building of a tomb-sanctuary atop the mountain flanked by huge statues of himself, eagles, lions and various Greek, Armenian and Iranian gods.  The imposing remains of the statues, together with the ever-nearing storm as the sun set, added a mystical aura to the site.

We said goodbye to our new Turkish friends, who were heading back down the mountain, and made thoughts about erecting our tent in the middle of a storm at an altitude of 2100m.  Thankfully one of the staff from the café asked if we’d like to sleep on a bunk bed in the sleeping room of the staff, which we all too gladly accepted.  Despite a very lousy night’s sleep, we were glad to have stayed out of the rain, wind and cold.

Mount Nemrut

Mount Nemrut

Just before 5am (10th June) we dashed out of the bedroom, and headed back up to the peak to see the sunrise.  Although still very windy, the skies had cleared, and we could enjoy the beautiful view from the eastern terrace of the site.  Keeping our warm jackets and gloves on, we hopped back on the bikes and wearily rolled the 1400m of altitude back down the mountain to Karadut, where we promptly found a guesthouse, ate a quick breakfast, crawled into bed and fell soundly asleep.

We decided that we’d also rest the next day (11th June), before setting off towards Diyarbakir the day after.  Our rest days involved very little activity, since the town had very little to offer – which was exactly what we needed.

Mount Nemrut

Mount Nemrut

With the probability of getting a visa for Iran so shortly following their elections looking increasingly unlikely, we’ve made the tough decision to bypass Iran and head directly north towards Georgia, before going east through Azerbaijan and then catching a ferry across the Caspian Sea towards Kazakhstan.  Now begins a new struggle with visas, we’ll see how we go…

One last thing: We too have been closely following the development of the demonstrations throughout Turkey.  Since we’ve spent most of our time recently in isolated areas far from the main cities we’ve personally seen nothing of the protests; the only exception being a few young university students who approached us and wanted to speak to us about the ideas that they’re demonstrating about, ultimately the right to freedom of speech.

Moving east – Western and Central Anatolia

(English below)

Photo gallery

Immer gegen Osten: West- und Zentralanatolien

A delicious lunchtime gift

A delicious lunchtime gift

Campsite in a Pide Restaurant

Campsite in a Pide Restaurant

Thermal mud bath

Thermal mud bath

Wenn ich während unserer Reisevorbereitungen gefragt wurde, auf welches Land ich mich denn am meisten freue, habe ich trotz nur vager Vorstellungen immer gleich an die Türkei gedacht. Und tatsächlich: Die letzten paar Tage in West- und Zentralanatolien zählen zu den allerschönsten Reisetagen bisher.

Es sind vor allem die Menschen, die mir ihrer herzlichen Gastfreundschaft jedem noch so unscheinbaren Ort Charme verleihen. Täglich staunen wir über die Grosszügigkeit der Türken wie z.B. auch damals, als uns einfach so eine ganze Kiste Erdbeeren geschenkt wurde (siehe Foto) oder als wir gegen Abend bei einer Kreuzung von einem jungen Studenten angehalten und zu sich nach Hause eingeladen wurden. Sobald wir von den Fahrrädern steigen, werden wir innert Sekunden von Kindern oder Männern umrundet, die mit ehrlichem Interesse gleich alles über uns wissen wollen. Die erste Frage lautet immer, ob wir verheiratet sind, die zweite, ob wir Kinder haben. Unsere erste Antwort  beschert uns jeweils Wohlwollen. Dass wir keine Kinder haben, obwohl wir schon 30 bzw. 31 Jahre alt sind, versteht jedoch niemand so recht. Sobald wir wieder auf den Fahrrädern sitzen, werden wir von fröhlichem Gehupe vorbeifahrender Autos, Lastwagen und anderen interessant zusammengebastelten Fahrzeugen oder von motivierenden Zurufen begleitet, was uns jeweils noch stärker in die Pedale treten lässt und in den letzten Tagen sicherlich dazu beigetragen hat, dass wir im Schnitt ca. 100 Kilometer pro Tag ziemlich mühelos zurücklegen konnten.

Apparently good for the skin

Apparently good for the skin

Nebst der vielen herzlichen Begegnungen motivierten auch eindrückliche und idyllische Landschaften zum Weiterfahren. Da die Temparaturen tagsüber bereits auf über 30 Grad, teils sogar auf 40 Grad, steigen, brechen wir am Morgen jeweils um 6 oder 7 Uhr auf und sehen so die ganze Welt um uns herum erwachen. Für mich sind diese ersten paar Stunden im Morgenlicht jeweils die schönsten und friedlichsten während des ganzen Tages.

Zu den letzten paar Tagen:

In Pamukkale, wo wir am 24. Mai eine Ruhepause einschalteten, hatten wir ein für uns luxuriöses Hotelzimmer für 15 Euro die Nacht inkl. Frühstücksbuffet gefunden: Mittlerweile schätzen wir bequeme Betten und eine warme Dusche sehr. Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben wir uns zu den natürlichen Quellen in Karahayit, wo wir – mehr für die Fotos als fürs Wohlbefinden – ein Bad im Schlamm nahmen. Anschliessend spazierten wir mehrere Stunden lang durch die Hierapolis, eine antike Stadt, und entlang der schneeweissen Kalkformationen Pamukkales. Über die Kalkberge rinnt warmes Thermalwasser, das sich kaskadenartig von Pool zu Pool ergiesst und je nach Sonnenlicht türkis, hell- oder dunkelblau erscheint. Es erstaunt nicht, dass Pamukkale eine der beliebtesten Touristendestinationen in der Türkei ist. Glücklicherweise waren die Busse voller Tagestouristen gegen den späten Nachmittag bereits wieder abgefahren, so dass wir dieses Naturspektakel und Farbenspiel nur noch mit wenigen Leuten teilen und einen eindrücklichen Sonnenuntergang bewundern konnten. Wir spazierten auf den weissen Felsen und im warmen Wasser ins Dorf hinunter, trafen uns zum Abendessen mit Ashley und Jamie (www.pedallingfree.com) sowie Pauline und Jo (www.biclou.ch) und genossen es, unsere Reiseerlebnisse auszutauschen, die meist sehr ähnlich, teils aber auch total gegensätzlich sind.

Wandering through Hierapolis

Wandering through Hierapolis

Hierapolis

Hierapolis

Pamukkale travertines

Pamukkale travertines

Theatre aboveHierapolis

Theatre aboveHierapolis

Looking across Pamukkale

Looking across Pamukkale

Spring

Spring

Sunset over the travertines

Sunset over the travertines

Wading through the travertines back into town

Wading through the travertines back into town

The travertines

The travertines

Sunset over Lake Egirdir

Sunset over Lake Egirdir

Efes (beer) and köfte - the perfect end to the day

Efes (beer) and köfte – the perfect end to the day

High above Lake Egirdir

High above Lake Egirdir

The ever changing landscape of Anatolia

The ever changing landscape of Anatolia

Sunset from our wild campsite in the forest

Sunset from our wild campsite in the forest

THe journey out of the forest the next morning

THe journey out of the forest the next morning

Riding through the construction site

Riding through the construction site

On the way to Konya

On the way to Konya

The metropolis of Konya

The metropolis of Konya

Our expert warmshowers host, Behçet

Our expert warmshowers host, Behçet

Nächstenstags (25. Mai) brachen wir früh (6.30 Uhr) auf und erreichten nach einigen Kilo- und Höhenmetern eine Art Hochplateau mit einem Salzsee und umringt von schneebedeckten Bergen. Zufälligerweise trafen wir am späteren Nachmittag wieder auf Pauline und Jo, die eigentlich eine kürzere Route geplant hatten, und fanden zusammen einen Piknikplatz bei einer Tankstelle, wo wir unsere Zelte aufstellen und die Nacht verbringen durften.

Der nächste Tag (26. Mai) führte uns durch atemberaubend schöne Landschaften, hoch, runter und dann wieder hoch, durch Nadelwälder, Blumenwiesen und schliesslich an einen gemütlichen Zeltplatz direkt am Egirdirsee, wo wir bei Bier und Sonnenuntergang Köftebällchen genossen und uns – wie immer – früh schlafen legten.

Es erwartete uns ein weiterer traumhafter Morgen (27. Mai) am und um den Egirdirsee herum und weiter durch ländliche Gegenden mit bunten Blumenwiesen. Als es gegen Mittag zu heiss zum Fahren wurde, hielten wir im Schatten einer Tankstelle an und ruhten uns paar Stunden aus. Tankstellen in der Türkei haben sich für uns als äusserst nützlich erwiesen. Es gibt sie nicht nur an jeder zweiten Ecke, sondern es gehören jeweils gleich noch eine oft grosszügige Piknikfläche und ein kleiner Laden dazu, der meist Tag und Nacht gehütet wird, so dass Tankstellen auch ein sicherer Ort zum Zelten sind.

An diesem Tag jedoch spürten wir noch genügend Kraft in unseren Beinen, um gegen Abend paar weitere Kilometer zurückzulegen und so fuhren wir im Abendlicht durch idyllische, ländliche Gegenden, bis wir auf einem Hügel in einem Tannenwald einen perfekten Ort zum Zelten fanden und uns kurz vor einem Gewitter gerade noch eine Pfanne Spaghetti kochen und uns anschliessend ins Zelt verkriechen konnten. Nach 130 zurückgelegten Kilometern waren wir so müde, dass wir um 21 Uhr schon tief und fest schliefen.

Am nächsten Morgen früh (28. Mai) kochten wir uns stärkenden Kaffee und assen die am Vorabend übrig gebliebenen Spaghetti (ja, wir werden langsam unkompliziert…) auf. Von unserem Zeltplatz aus breitete sich uns ein ganzes Tal aus, so dass wir einen weiteren, herrlichen Sonnenaufgang bewundern konnten. Trotz Spaghetti zum Frühstück war dieser friedliche Morgen in der freien Natur der perfekte Start in einen neuen Tag. Zufrieden setzten wir uns auf unsere Fahrräder und bewältigten die ersten paar Höhenmeter – es sollten an diesem Tag noch viele mehr auf uns zukommen. Diese, die schlechten Strassen sowie ein starker Gegenwind erschwerten unser Fortkommen sehr und wir erreichten Konya, eine Millionenstadt und unser Tagesziel, hungrig und erschöpft. Den Abend verbrachten wir mit und bei Behçet (warmshowers), einem pensionierten Geschichtslehrer, der uns nicht nur herzlichst empfing, sondern uns gleich noch einen Linseneintopf auftischte und uns bequeme Betten zur Verfügung stellte. Behçet hat in den vergangenen zwei Jahren via warmshowers und couchsurfing mehr als 340 Gäste bei sich beherbergt!

Es folgten zwei anstrengende Tage (29. und 30. Mai) durch monotone und beinahe wüstenartige Gegenden mit einem Zwischenhalt in Sultanhani, wo wir uns eine eindrückliche Karawansarai (traditionelle Herbergen für Händler und deren Kamele) anschauten. Der Staub, schlechte Strassen, ein starker Gegenwind und die nach den vergangenen Tagen immer schwerer werdenden Beine liessen mich jeden einzelnen zurückgelegten Kilometer zählen. Die Tage schienen endlos und ich war entsprechend erleichtert, als wir am 30. Mai, kurz nach dem Mittag, Belisirma im tief gelegenen Ihlara-Tal erreichten, das mit seinen grünen Bäumen und in Felsen gemeisselte Kirchen aus dem 10. und 11. Jahrhundert nach der öden Landschaft der vergangenen zwei Tage wie eine Oase auf mich wirkte. Gegen Abend waren wir die einzigen in Belisirma zurückbleibenden Touristen und so grillierte Birol, der Restaurantbesitzer, eigens für uns Auberginen, Paprika, Tomaten, Fisch und Fleisch und beide sind wir uns einig, dass dies eines der allerbesten Abendessen an einem der allerschönsten Orte bisher war. Da es direkt am Fluss kein Hotel gibt, stellte uns Birol eines seiner auf Stelzen in den Fluss gebautes Hüttchen zur Verfügung, wo wir uns mit Sitzkissen ein Bett zusammenbauten, mit vollen Bäuchen den Vögeln im Wald und dem Fluss unter uns lauschten und erschöpft, aber sehr glücklich einschliefen.

Beide hatten wir in unserem Hüttchen und in der frischen Luft so gut geschlafen, dass wir uns am nächsten Morgen (31. Mai) von den Strapazen der vergangenen Tage erholt fühlten und die letzten 80 Kilometer nach Göreme in Kappadokien problemlos zurücklegten. Schon auf der Hinfahrt enthüllte uns Kappadokien einige seiner einzigartigen Felsformationen, die wir uns in den kommenden Tagen genauer anschauen werden. Erstmal sind wir aber einfach glücklich, unsere Pension in Göreme mit Terrasse und herrlichem Ausblick erreicht zu haben, unsere Beine nach sieben langen Fahrtagen etwas ruhen zu lassen, paar andere Fahrradreisende zu treffen oder wieder zu sehen, in bequemen Betten zu schlafen und uns ganz allgemein etwas Luxus zu gönnen.

Moving east: Western and Central Anatolia

Before we began our trip and people asked which country excited me the most, Turkey was always the first place that came to mind.  Although the only real knowledge of Turkey I had came from other people’s travel stories and visits to King’s Kebab (across the street from us in the Lorraine), it was always the first country that delivered a sense of the unknown.  The last few days of travel through Western and Central Anatolia have really left such a wonderful impression, mostly through the hospitality and kind-heartedness of the people we’ve encountered.

We’re constantly amazed at the generosity of the Turkish people, whether that involves being offered yet another çay, having a huge box of deliciously juicy freshly picked strawberries plonked down onto our table at a service station during our lunch break, or being stopped at traffic lights by a young Turkish university student to ask if we need a bed at his apartment for the night.

Within seconds of hoping off our bikes, we find ourselves being approached by men or children wanting to know everything about us.  We’ve noticed that there seems to be a very systematic line of questioning, which goes as follows:

First question, “Where are we from?”

Second question “Are we married?”

Third question “How many childen do we have?”

That we can answer question 2 in the affirmative seems to satisfy everyone.  However, the fact that, at the ages of 31 and 30 respectively, we have no children but instead 2 bikes seems quite a confusing proposition for most Turkish people.

Caravanserai in Sultanhani

Caravanserai in Sultanhani

Flat, windy, arid landscapes

Flat, windy, arid landscapes

Cave church in Ihlara Valley

Cave church in Ihlara Valley

Inside a cave church

Inside a cave church

Our bungalow for the night over the stream

Our bungalow for the night over the stream

The perfect BBQ dinner - thanks Birol

The perfect BBQ dinner – thanks Birol

Getting ready for bed

Getting ready for bed

The Ihlara Valley

The Ihlara Valley

Mountainous roads

Mountainous roads

Once we’re back on our bikes, the untiring orchestra of car, truck and bus horns and shouts of “merhaba” and “hello” accompany us along our way, giving us a little extra energy when our legs actually sometime don’t feel like turning the pedals around anymore.  This constant encouragement has meant that we’ve been able to average over 100km per day without too much problem (just minus a lot of sweat).  Adding to all of the friendliness we’ve encountered, the idyllic landscape has been equally inspiring.

Since we’ve had to contend with temperatures well over 30° (sometimes even pushing 40°), we’ve been ready every morning on our bikes between 6am and 7am in order to get a few kilometres under our belt, before the heat sets in for the day.  We’ve also found that these first few cooler hours to be extremely peaceful, as we get to watch the world around us waking up and coming to life.

Knowing that we had a day off in Pamukkale (24th May), we rewarded ourselves with the luxuriousness of a hotel room for 2 nights.  At 15 Euro per night for the room including breakfast, we found an offer too good to pass up.  After enjoying another typical tasty Turkish breakfast, we set off to Karahayit (a neighbouring village) where we proceeded to cover ourselves with mud from a thermal bath in order to reinvigorate our somewhat tired sun-dried skin.  It was then off to wander through the ruins of the ancient city of Hierapolis scatter across the hill overlooking Pamukkale, before gazing in amazement at the cascading calcium formations flowing down the hill towards the village.  These incredible formations of terraced pools created through the mineral-rich thermal water gushing out of the top of the mountain over the last few hundred thousand years, really are a sight to behold. From afar, what appears to be a snow-covered mountain is in fact a wedding cake for giants (inedible of course).  It’s no surprise that this World Heritage listed site counts itself as one of the highlights of the Turkish tourist trail.

As the day began to cool down and the busloads of tourists disappeared, we could peacefully watch the sun slowly set over the still pools, reflecting an array of colours in front of an ever changing background.  A route through the shallow pools filled with warm thermal water along the cascading levels of the travertines led us back down to the village of Pamukkale.  We then met up again with Jo and Pauline (www.biclou.ch) and Ashley and Jamie (www.pedallingfree.com) for dinner and to swap more stories about our experiences over the last few days.

The next day (25th May) was another early start and after a long climb of 30km the terrain plateaued out and we ended up riding along a long saltpan lake covered with tip-trucks and caterpillars busily arranging salt piles.  Coincidentally we met up with Jo and Pauline on the road just after lunch and continued on together until the evening, where we found a petrol station to pitch our tents before crawling in, and falling into a deep sleep.

A day of breathtaking scenery (26th May) through pine forests and flower filled fields, up steep mountains and down into shady valleys led us to the shores of Lake Egirdir, where we found a campsite directly by the lake, washed away a few days of grit and dirt in the crystal clear water and feasted on köfte and beer as the sun set over the lake.

Our route (27th May) continued along the edge of Lake Egirdir, sometimes at the water’s edge, sometimes on cliff tops high above, always spectacular, before turning again eastwards and heading through the rolling hills of the countryside.  Once the sun made riding too uncomfortable, we sought shelter at a petrol station, had a picnic lunch and relaxed for a few hours waiting for the day to cool slightly.

Göreme

Göreme

Paul's bike happily parked at our pension in Göreme

Paul’s bike happily parked at our pension in Göreme

Sunset from our balcony

Sunset from our balcony

Nina from our room

Nina from our room

Breakfast and research time

Breakfast and research time

Though hard to believe, petrol stations in Turkey are very useful places for a cyclist.  It’s not just that they can be found everywhere (almost to excess), but also that they supply us with food and water, toilets (sometimes even showers), they stay open through the night (meaning security), and there’s more often than not a grass patch just big enough for our tent.

Revitalised after our break, we rode for another 40km before nipping from the road and into a sparse pine forest, where we quickly cooked some spaghetti under ever darkening skies, before jumping into the tent just as a thunder and lightening turned into heavy rain.  With 130km ridden for the day, 9pm came and we were both already sound asleep in our sleeping bags.

After a somewhat interrupted sleep courtesy of a stray dog irritated by our presence in his forest (who seemed determined to bark at our tent for at least 10 minutes every few hours), we got up early (28th May), made coffee, finished off the spaghetti and pesto from the previous evening and pushed our bikes back through the forest to the road.  The rain and storm clouds from the night before had well and truly disappeared and had been replaced with strikingly blue skies.

The day started with a long ascent, before we reached the crest of the hill to find a “No Through Road” sign staring back at us blocking the road we had planned to follow.  With the road clearly under construction, we ignored the sign, rode around it and set off along the now gravel road.  The construction workers busily working along the road looked at us inquisitively, waved, even offered us çay, however none seemed too bothered that we were riding through the middle of their construction site.  After about 5km of rough gravel road, where we sometimes had to wait for the tip truck blocking the road to be completely filled before it could drive off and allow us to continue on, the asphalt returned and our tempo was increased.

An increasing headwind and the deterioration of the roads meant that we really had to battle on to Konya, where we’d organised a warmshowers host for the night.  We finally arrived exhausted late in the afternoon at Behçet, our host’s apartment.  After a shower to freshen us up, we were served fresh lentil soup and bread for dinner.  Instantly we could both feel the energy creeping back into our bodies.

Behçet, a retired history teacher, was a warmshowers expert and his hospitality and kindness were incredible.  Through warmshowers and couchsurfing, he explained to us that he’d hosted more than 340 people within the last 2 years.  He seemed to get real pleasure in hosting people in his apartment, and we’re thankful for his generosity and the energy-filled breakfast he sent us on our way with.

Strong headwinds and bumpy roads made the first 150km of the flat steppe landscape we had to cross east of Konya seem far longer.  These two days (29th and 30th May) of flat arid desert like landscapes wore us both down, and we were always happy to arrive somewhere for the night to rest.  For the first time this trip, there were times when for as far as the eye could see, there was absolutely nothing.

We spent one night in a small village called Sultanhani, where a 12th century caravanserai still stands.  Traditionally during this period, small outposts were built to offer shelter and safety at night to the travelling caravans, usually a days travel apart (every 20 to 30km).  One of the best-preserved examples can be found in Sultanhani, so we found a perfectly positioned campsite around the corner, and set about having a look at the caravanserai.  The camp owner, Mustafa, then whipped us up a tasty dinner.  Very impressively, he spoke about 6 different European languages, although at no stage had he ever lived in any of the countries.

Mustafa’s son, Tahir then convinced us that rather than heading directly to Göreme as we’d planned, we should consider taking a detour via the impressive Ihlara Valley.  With a new plan we set off in that direction, and after again battling head winds and long and tiring ascents and descents, we arrived exhausted at the valley floor of the Ihlara Gorge in Belisirma.  Birol, the local campsite host, promptly offered us a bed for the night in one of the wooden huts he’d built atop the trickling stream through the valley (which incidentally served as dining rooms during the day).  Not having to unpack our tent and mats seemed like an offer too good to refuse, and sleeping outside in nature with only the sounds of birds and the stream as meditative background music meant we both slept like babies.  Birol also cooked up an amazingly mean BBQ of more fish, chicken wings, lamb chops and grilled vegetables than any normal person could eat (having ridden the whole day meant we finished it off without a sweat).

The deep hidden gorge of the Ihlara Valley is home to an array of cave churches and dwellings.  Christians escaping from Roman soldiers first settled the area, and later during the Byzantine period many beautiful frescoed churches were built into the walls of the canyon at different places all along the valley.

A tough steep climb over cobblestones out of the valley the next morning (31st May) with cold legs wasn’t the easiest start to the day, but the knowledge that we’d be arriving in Göreme later that day, where we’d planned a break for a few days, seemed to add a little extra pep to each revolution of the crank.  Early afternoon we arrived at the edge of Göreme and for the first time saw what all of the hype was about.  The alien landscape laid out before us seemed like the set of a science fiction film.  Pointed “fairy chimneys” dotted the valley as far as the eye could see, in all possible shapes, sizes and colours.

We quickly located our pension built into the hillside, positioned ourselves on our terrace outside our room with an amazing panorama of the whole valley and excitedly began planning our movements for the coming days as the sun set for the day and the sky turned from blue to pink and orange before our eyes.

Aegean Turkey

(English below)

Campsite in Erdek near Bandirma

Campsite in Erdek near Bandirma

Sunset over the Marmara Sea

Sunset over the Marmara Sea

Photo gallery

Am 12. Mai verliessen wir Istanbul auf einer Fähre nach Bandirma und erreichten die andere Seite des Marmarameeres nach knapp dreistündiger Fahrt. Beim Verlassen der Fähre trafen wir auf Pauline und Jo aus Lausanne, die ebenfalls Richtung Usbekistan unterwegs sind.  Zu viert radelten wir los, um uns auf die Suche nach einem Zeltplatz zu machen. Wir fuhren dabei auf unbefahrenen Strassen dem Meer entlang, es roch nach Pinien und Rosmarin und mit jedem Tritt durch diese bezaubernde Landschaft wich die Wehmut nach Istanbuls Abschieden mehr und mehr der Freude, wieder auf dem Fahrrad zu sitzen und so viele schöne Ecken der Welt zu entdecken.

Nach etwa 20 Kilometern fanden wir einen kleinen und beinahe menschenleeren Zeltplatz, wo wir unser Zelt direkt am Meer aufstellten und bei einem kühlen Bier, einem einfachen Abendessen und einem kitschigen Sonnenuntergang unsere Reiseerlebnisse austauschten.

Dinner time

Dinner time

Zu viert radelten wir am 13. Mai weiter dem Marmarameer entlang. Die zuerst friedliche Morgenstimmung wich schon bald dunklen Wolken und immer näher kommenden Donnergeräuschen. Als es stark zu gewittern anfing, verzogen wir uns unter ein Tankstellendach, wo wir uns mit einem Piknik stärkten (danke für die Minipic, Cristina, und die Toblerone, liebe Familie!)  und uns – wie gewohnt – Cay und Kekse offeriert wurden. Bei leichtem Regen radelten wir anschliessend weiter bis wir Biga, ein kleines und unspektakuläres Städtchen. Wir fragten paar ältere Herren nach einer günstigen Unterkunft, wurden aber erst mal zu einem Tässchen Çay eingeladen und mit Händen, Füssen, einem Notizblock und etwas Englisch, Deutsch und Französisch über unsere Reise ausgefragt. Es gesellten sich noch einige weitere Herren hinzu, die uns mit einem Auto schliesslich in eine Art Studentenwohnheim eskortierten, wo die Çay-Prozedur mit dem Direktor und paar Studenten von vorne begann und uns schliesslich sehr günstige Zimmer zur Verfügung gestellt wurden. Nach einer warmen Dusche und einem Köfte-Menu setzten wir uns in eine Bar und jassten den ganzen Abend lang – fast wie in der Schweiz.

Twister near Biga

Twister near Biga

Jass and beer - the perfect combination

Jass and beer – the perfect combination

A Korean cyclist coming the other way (600 days on the road, and maybe 5-6 years more he says...)

A Korean cyclist coming the other way (600 days on the road, and maybe 5-6 years more he says…)

Canakkale - Eceabat ferry crossing

Canakkale – Eceabat ferry crossing

Im Studentenheim wurde uns am nächsten Tag (14. Mai) noch ein ausgiebiges Frühstück offeriert und so genossen wir Oliven, Eier, Gurken, Tomaten, Käse und Brot, bevor die Reise weiterging. Wir radelten den ganzen Tag zu viert durch den teils starken Regen, trockneten und wärmten uns dann und wann mit einem Çay an einer Tankstelle und kamen so zwar mühsam, aber stetig voran. Nach knapp 100 Kilometern erreichten wir Çanakkale, wo wir uns erst mal von Pauline und Jo verabschiedeten und die Fähre nach Eceabat, auf der Halbinsel Gallipoli, nahmen. Dort sanken wir nach einem langen und nassen Tag schon bald in die Betten in unserer Pension.

Während des ersten Weltkrieges kam es auf der Halbinsel von Gallipoli zu der vor allem für Türken, Ausralier, Neuseeländer und Engländer bedeutenden “Schlacht von Gallipoli” und auch heute pilgern nicht nur Türken, sondern auch viele Australier und Neuseeländer an diesen Ort. Auch wir liessen uns am 15. Mai in einem Kleinbus voller AustralierInnen von Denkmal zu Denkmal chauffieren und erfuhren von einem türkischen Historiker einiges über die Kämpfe, die dort stattgefunden haben. Sicherlich ist das Gedenken an die Gefallenen ein wichtiger Akt im Geschichtsverständnis des eigenen Landes und teils sogar im Verständnis einer eigenen, tragischen Familiengeschichte. Allerdings befremdete mich diese Pilgerfahrt (sowohl der Türken also auch der Australier und Neuseeländer), die auf mich als einen all zu patriotischen Akt wirkte, auch etwas und so genoss ich es vor allem, per Bus von einem zum nächsten schönen Strand auf dieser Halbinsel chauffiert zu werden und war froh, wegen einer starken Erkältung nicht radfahren zu müssen.

Gallipoli

Gallipoli

Anzac Cove

Anzac Cove

ANZAC Cove

ANZAC Cove

Ataturk's message

Ataturk’s message

Lone Pine War Memorial

Lone Pine War Memorial

Lone Pine

Lone Pine

Gallipoli

Gallipoli

Am 16. Mai Frühmorgens  nahmen wir die Fähre zurück nach Çanakkale und radelten über hügelige Strassen und an tausenden von Olivenbüschen vorbei nach Assos. Ein starker Gegenwind und die steilen Strassen gegen Ende des Tages machten die Route anstrengend, dafür aber boten sich uns schönste Ausblicke auf die Ägäis und die Insel Lesbos sowie ein beinahe menschenleerer Strand in Kadirga, wo wir übernachteten. Angeblich sind die Strände in und um Assos ab Juni jeweils mit Pauschalreise-Touristen bepackt. Noch fehlten aber jegliche Touristen und so teilten wir den Strand und ein kleines Fischrestaurant mit paar Einheimischen, die sich auf die Saison vorbereiten, und verkrochen uns schon früh in unser Zelt um den Wellen zu lauschen und in Ferienstimmung einzuschlafen.

Bei friedlichster Morgenstimmung auf auf menschenleeren Strassen radelten wir am nächsten Tag (17. Mai) der Ägäis entlang und hatten mal wieder das Gefühl, die Welt gehöre uns ganz alleine. Kurz vor Mittag erreichten wir eine befahrenere Strasse und fanden einen Fahrradladen, in welchem wir einen neuen Fahrradständer für Paul zu kaufen hofften. Wir stiegen von unseren Rädern und sofort  eilten mindestens fünf Männer auf Paul zu, um ihm bei der Reparatur seines gebogenen Fahrradständers behilflich zu sein, während ich innert Kürze ein Glas Çay in die Hände gedrückt erhielt. Nach eineinhalb Stunden verliessen wir den Fahrradladen zwar an einer  Begegnung mit frendlichen Türken reicher und mit viel Çay in den Bäuchen, jedoch mit einem noch immer gebogenen Fahrradständer.

Die Weiterfahrt wurde wegen eines starken Gegenwindes zunehmend anstrengender und wir waren froh, gegen Abend das charmante Städtchen Ayvalik zu erreichen, wo wir in einer hübschen Pension Pauline und Jo wieder trafen, um fortan wieder zu viert weiterzureisen.

Am 18. Mai kamen wir auf flachen Strassen zügig voran, piknikten wie gewohnt und um der Hitze zu entkommen im Garten einer Tankstelle und erreichten unser Tagesziel, einen Zeltplatz in Bergama, bereits am frühen Nachmittag. Nach einer kurzen Abkühlung im Pool des Campings (was für ein Luxus!) machten wir uns auf, Pergamon, eine antike griechische Stadt auf einem 300 Meter hohen Gebirgsausläufer, zu besichtigen und von dort die Aussicht über eine weite, fruchtbare Landschaft zu geniessen.

Auch am nächsten Tag (19. Mai) waren wir – trotz zwei platten Reifen an Pauls Fahrrad – gut unterwegs und erreichten nach 90 schnellen Kilometern Izmir, die drittgrösste Stadt der Türkei, wo Paul in einem Fahrradladen endlich einen neuen und genügend stabilen Fahrradständer fand und Jo sein Hinterrad repariert erhielt. Den Abend verbrachten wir in Izmir, ohne jedoch viel von der Stadt zu sehen. Wir waren so müde, dass wir uns nach einem Kebab und einem Bier an der Strandpromenade bald schon schlafen legten. Ein freundlicher, aber etwas lallender Türke hatte uns bei unserer Ankunft in Izmir zu einem eher heruntergekommenen Hotel in einem nicht sehr vertrauenswürdigen Quartier geführt, so dass wir sehr erleichtert waren, als wir unsere Fahrräder am nächsten Morgen (20. Mai) unberührt im Eingangsbereich stehen sahen.

Morning light on the Dardarnelles

Morning light on the Dardarnelles

After lunch nanna nap

After lunch nanna nap

Looking down to Assos (Lesbos in the background)

Looking down to Assos (Lesbos in the background)

Rolling along the Aegean

Rolling along the Aegean

A break on the coast, Akcay

A break on the coast, Akcay

Uns stand ein weiterer heisser Tag bevor und wir beeilten uns, noch möglichst vor dem Nachmittag in Selçuk (Ephesos) anzukommen. Überall, wo wir eine Pause einlegten, drückte uns jemand eine kleine Stärkung in die Hand: Çay, ein Teller voller Lokum oder Schokoladenriegel. Wir sind nach wie vor überwältigt von der Gastfreundschaft und Grosszügigkeit der Türken! In  Selçuk, wo wir einen Ruhetag einlegen würden, verbrachten wir den Abend einmal mehr mit Kebab und Jass.

Um Ephesos, eine der ältesten, größten und bedeutendsten griechischen Städte Kleinasiens anzuschauen, schalteten wir am 21. Mai eine Velopause ein. Unter tausenden anderen Touristen und bei 32° besichtigten wir die vielen Ruinen und genossen es, unsere Beine nach fünf Velotagen etwas ruhen zu lassen. Morgen (22. Mai) verlassen wir die Ägäis endgültig, um uns langsam quer durch das Landesinnere der Türkei bis hin zur iranischen Grenze zu bewegen. Es erwarten uns einige Hügel und Berge, hohe Temparaturen und ganz sicher viele weitere schöne und interessante Begegnungen.

Aegean Turkey

After saying goodbye to Nina’s parents (12th May) and boarding a ferry, we arrived about 3 hours later on the other side of the Sea of Marmara at the port of Bandirma.  Upon disembarking, we bumped into another young couple travelling by bike.  Turns out Jo and Pauline were riding from Lausanne (in the French-speaking part of Switzerland) and are heading towards Uzbekistan.  We decided that we would ride together to the camping ground apparently located by the seaside not too far away along the coast.  After 10 days consumed by eating and devoid of bike riding, it was nice to get the legs turning again, and we cruised along in our 4-person peloton enjoying the breath taking views of the coast and inhaling the scent of pine trees and rosemary.  After a pleasant 20km of riding we found a basic but well-kept campground on the edge of a sandy beach (not that there were a plethora of other ones to choose from mind you), set up the tents, prepared a simple dinner and set about swapping stories from our travels over a beer, which began coincidentally within 1 day of each other 9 weeks earlier just 100km apart in Switzerland.

An excited tourist on the cable car to Pergamon

An excited tourist on the cable car to Pergamon

Having changed our plans and made the decision to head south along the Aegean coast instead of our planned route north along the Black Sea, we were thoroughly excited at the prospect of exploring such a historically interesting and important area of the world over the next few weeks. We set off together the next day (13th May) and headed further along the coast of the Sea of Marmara.  The sunny morning slowly gave way to darker clouds and soon afterwards we began to hear thunder.  A sizeable twister appeared above us and then the heavens opened up.  A quick dash down the hill (luckily) brought us to a petrol station, where we were able to seek shelter from the extremely large and numerous raindrops (SE Asia style).  With the storm showing little sign of abating, we decided that lunch was in order, so we packed out our picnic, and as we’ve found to be customary, within minutes complimentary çay and sweet biscuits arrived at our table.  Once the rain had slowed to a slight drizzle we set off again westwards and arrived mid-afternoon in Biga.  We sat down for a drink in a small tee garden and chewed the fat with some of the town elders in order to find out where we might find some accommodation for the night.  As it turns out there happened to be what was described to us as a student teacher house, and after confirming that this fitted our requirements we were escorted there by a carload of locals.  Upon arrival the director of the student house invited us (courtesy of another English student who’d been roped in to act as translator) to drink, what else, çay.  Following a 30 minute “meet ‘n’ greet” we were finally shown to our rooms so that we could enjoy a warm shower.  Feeling a bit more human again, we set off together for a dinner of köfte followed by a few beers in a bar, where we spent the rest of the evening playing Jass (a typical Swiss card game, not dissimilar to 500, for the Australian contingent).

Ancient theatre, Pergamon

Ancient theatre, Pergamon

A glance out the window the next morning (14th May) indicated another hardly inviting grey rainy day, but the buffet breakfast in the student house consisting of hard-boiled eggs, cheese, cucumber, tomatoes, olives, bread, butter and honey washed down with the national drink, tea, gave us the energy to pack our bikes and head off towards Çanakkale, about 100km away.  Intermittent to constant rain slowed our progress somewhat, but a generous sprinkling of tea breaks kept us warm and gave us the motivation and energy to keep pedaling along the Dardanelles, which we reached at the mouth of the Sea of Marmara.  In Çanakkale we said goodbye to Jo and Pauline, caught the ferry across the narrow strait separating Asia and Europe, and landed in Eceabat on the Gallipoli Peninsula (and back on European soil).

Pergamon

Pergamon

A high school curriculum filled with the history of The Great War means that Gallipoli needs no introduction to any Australian.  The formation of the ANZAC legend, followed by the romanticism and subsequent commercialism of this same legend, has turned Gallipoli into a pilgrimage site vital to any European tour.  The hordes of Turkish tourists, all coming to idolise Mustafa Kemal (Atatürk), the leader of the Turkish forces in the region during the Gallipoli campaign, and subsequent first president of the newly formed Republic of Turkey, suggests that a similar level of nationalistic fanaticism from the side of the Turkish people surrounding the events played out over 9 months now almost 100 years ago around a strategically important seaway also exists.  That this campaign sometimes gets mentioned as the last “Gentlemen’s War” somehow trivialises the slaughter during the fighting of so many men, young and old, and children.

View from Pergamon

View from Pergamon

Of course a visit to the Gallipoli Peninsula wouldn’t be complete without a tour of the battlefields and war memorials, and so we climbed into a small minibus (May 15th) filled with Australians and were driven around to the vast number of historically important sites.  A young Turkish historian (whose name unfortunately escapes me) spent the afternoon informatively explaining different aspects of campaign to us and tirelessly answering questions.  He’d spent many years researching the history of the battles; poring over pages and pages of official Turkish and Commonwealth Army documents and his infinite knowledge on the subject enabled him to portray the fighting for me in a different light.  Like with any war, truth always becomes the first casualty, and it was refreshing that our guide could present so much different evidence, which contradicts many of the widely circulating mistruths taken by so many people as gospel.  The only truth that remains is that sending people to war will only get them killed.  The most poignant thought is that a whole generation of people grew up without a father, a brother, a son, or a friend, both Turks and non-Turks.  Today, the Gallipoli Peninsula is bullet riddled as a result of it’s past, but incredibly stunning in it’s natural beauty.

4000km down and going strong...

4000km down and going strong…

The Swiss Peleton

The Swiss Peleton

The next day (16th May) a short early morning ferry ride (which gave us 20 minutes to eat breakfast on the deck) across the Dardanelles brought us back to Asia and Çanakkale, where we then continued south along the Aegean coastline towards our next destination, Assos.  Up and down long rolling hills past thousands of olive trees under an ever intensifying sun soon bought a sweat to the brow and every descent became a short opportunity to momentarily cool down and dry off a little.  Spectacular views were afforded to us back along the Dardanelles, and later in the afternoon, after climbing a few even higher hills, we were presented with an amazing view over Assos (including the remains of the Temple of Athena built high above the city in the 6th century BC) and the Greek island of Lesbos floating in the Aegean Sea.  We rolled down the hill into Assos, decided against the journey up to see the remains of the temple having heard that the work experience kid had had a crack at trying to reassemble it within the last 30 years, and kept going down to the coast at Kadirga Beach, where we hoped to find a campsite.  With summer still on the way and the package tourists still just dreaming of their summer vacation from their desks at work, apparently “preparation season” was in full swing but we found the only campsite (minimalist camping would be an understatement) ready to accept guests, pitched our tent, and settled into a seaside restaurant (also in the preparation phase) for a well earned cold beer and some freshly grilled fish to enjoy the last few peaceful daylight hours.

Ephesus

Ephesus

Amphitheatre, Ephesus

Amphitheatre, Ephesus

Peak hour down the main street, Ephesus

Peak hour down the main street, Ephesus

The Library of Celsus, Ephesus

The Library of Celsus, Ephesus

Knowing that the day would quickly become hot again, we set off early (May 17th) and continued riding along quiet coastal roads next to the Aegean.  At one stage we had to stop quickly for a çay and pide to escape a thunderstorm, but once the storm clouds had passed we continued further along the coast.  Shortly before midday we spied a bike shop, and stopped hoping to find a new bike stand for my bike (since the other one was slowly deteriorating to the point where the bike now stood at about 45° when parked).  Upon arrival I was immediately surrounded by about 5 staff (1 who had been working, the other 4 talking and drinking çay) who set about inspecting the bike, while Annina was requested to sit down and drink a çay.  One and a half hours later, with a stand that was still broken but somewhat reinforced and should get me to the next big town in Izmir where we were told we’d find better bike shops, we parted ways with our new friends (having shared many cups of tee and dried apricots) and continued on our way with a helpful tailwind.  Knowing that our route required us to make a 120° right hand turn later in the day back into that aforementioned tailwind, we stopped by the sea for a picnic lunch for a break and to top up some much needed energy for the challenge which lay ahead in the afternoon.  As the afternoon progressed, the intensity of the wind increased substantially and became extremely gusty, almost to the point where we were almost blown from the road.  We battled the last 30km against the elements into Ayvalik, and were relieved to find our pension and pack the bikes away for the day after 100km.  Here we met up with Jo and Pauline again and enjoyed dinner together in town, and since we had similar routes planned for the next few days, made the decision to continue on as a group for the next few days.

Library of Celsus

Library of Celsus

The next day (18th May) our group of four made rapid early morning progress and we stopped for lunch in a shady garden at a petrol station knowing that we only had 10km to ride in the afternoon to make it to Bergama.  Those last 10km in the baking sun after lunch proved extremely tiring after our relaxing midday break, but the sight of a swimming pool (pure luxury!!) as we rolled into the campsite in Bergama brought a smile back to everyone’s face.  After a refreshing dip, we hopped onto a dolmuş (small bus) and headed towards the town centre.  A cablecar carried us the rest of the way up to the top of the hill above the town, where the ruins of the ancient Greek city of Pergamon lie.  The views from the ruins alone, made it worth the ascent, however, the stunning remnants from a bygone millennia almost devoid of other tourists really were something to behold.

Ephesus

Ephesus

To avoid the forecasted heat the next day (May 19th), we got up early and packed our bags ready to go.  Finding that my front tire had a puncture wasn’t the best start to getting away early, and then inadvertently riding over a small metal hook later in the day and getting a flat tire on the rear wheel gave me the impression that the bike gods were against me today.  After almost 100km we found the neighbourhood in Izmir supposedly filled with bike shops, and set about locating one.  After finally finding one, I went bike stand shopping.  An elderly bike mechanic sold me on the virtues of the stand he had at hand, and within minutes we’d replaced mine with a new one.  We got my bike loaded up, put the stand down, and then SNAP, broken on the first try.  We had a short discussion (in broken English) looking at the different possibilities, and then came to the conclusion that a combination of the old and new stands might do the trick.  The mechanic set about grinding, sawing and screwing the two stands together, and then mounted it on my bike…5 days later it’s still holding so fingers crossed!!

We kept heading towards the centre of Izmir, and after stopping to check the directions, we were approached by a relatively unkempt gentleman smelling quite strongly of booze.  He asked if we needed help and having only made good experiences with Turkish people and their helpfulness, we struck up a conversation with him and said we needed a cheap hotel for the night.  After enquiring about our preferred budget, he set about leading us into the bazaar towards a fairly non-descript looking hotel in the red light district.  Following an unnecessarily long check-in procedure, where we happy to get under the shower to wash the sweat away.  We ate Turkish takeaway (döner kebap and chips) for dinner then enjoyed a beer sitting looking out over the bay on the edge of the promenade along with all of the other Izmir locals enjoying the cool of the evening.

Upon arrival in the foyer the next morning (May 20th), we were relieved to find all four bikes still calmly waiting for us.  Breakfast from the bakery on the street gave us some energy for the big climb out of Izmir, and a friendly tailwind meant we made fast progress towards Selçuk.  Every time that we had a break, someone appeared with a small gift, whether that be çay, chocolate bars or a plateful of Turkish delight.  A direction change brought with it a headwind and we were glad to arrive in Selçuk early in the afternoon after battling the heat and a headwind for 2 hours.  More köfte (Turkish meatballs) and more Jass were followed by an early night in bed.

A day off riding was planned for the next day (May 21st), but we still had to rise early to get to the ruins of Ephesus before the heat set in for the day.  Ephesus was an ancient Greek city, and later a major Roman one, boasting at one stage more than 250,000 inhabitants during the 1st century BC, making it one of the largest cities in the Mediterranean world at that time.  Although only 15% of the city has to date been excavated, the immense volume of artifacts and buildings give a good impression of the immensity of the city.  The famed Temple of Artemis completed in 500 BC, one of the Seven Wonders of the Ancient World, is also located not far from Ephesus, although all that now remains is one rebuilt column.

Accompanied by busload after busload of arriving tourists (which somehow gave Ephesus an authentic bustling city feeling) we set about exploring the ruins.  Although located a little over 10km inland, during Greek and Roman times, the city was connected to the Aegean Sea via the Cayster River, which enabled it to grow to become such a large commercial centre.  A large earthquake in 614AD followed by the continuing silting up of the harbour (despite repeated dredging attempts) led to a mosquito plague and the eventual decline of the city.  The sheer size of the site as well as the number of remains of imposing buildings gives a good impression as to former importance of the city.

On Wednesday (22nd May) we will say goodbye to the Aegean coast, and head eastwards towards Pamukkale in Western Anatolia.  The central part of Turkey becomes quite mountainous, so we’ll certainly have plenty of work to do on the bikes.

Istanbul without bikes

(English below)

Photo gallery

Istanbul ohne Fahrrad

Die Tage vom 1. bis zum 12. Mai verbrachten wir in Istanbul. Es würde wohl Monate, wenn nicht Jahre dauern, um diese Metropole in ihrer Vielseitigkeit gänzlich begreifen zu können. Dennoch ermöglichten uns die zwölf Tage einen umfassenden Eindruck Istanbuls, insbesondere weil wir uns Zeit nahmen, auch weniger touristische Gebiete (z.B. Wohnquartiere auf der asiatischen Seite oder um die Chora-Kirche herum) kennen zu lernen.

Süleymaniye Mosque

Süleymaniye Mosque

Spice Bazaar

Spice Bazaar

Copper coffee pots

Copper coffee pots

Fisherman at the Bosphorus

Fisherman at the Bosphorus

Carpet anyone?

Carpet anyone?

Not exactly the biggest boat on the river

Not exactly the biggest boat on the river

Building with Roman, Islamic and Jewish construction year

Building with Roman, Islamic and Jewish construction year

View of the Blue Mosque from Hagia Sofia

View of the Blue Mosque from Hagia Sofia

Blue Mosque

Blue Mosque

View over Istanbul from the rooftop

View over Istanbul from the rooftop

Atatürk - a national hero (you can't escape his presence)

Atatürk – a national hero

Das Schönste an unseren Tagen in Istanbul war das Wiedersehen mit Cristina (3. bis 6. Mai) sowie meiner Schwester Sara und meinen Eltern (8. bis 12. Mai). Alle verwöhnten sie uns so sehr und ich war überglücklich, sie Teil unserer unvergesslichen Reise werden zu lassen. Der jeweilige Abschied nach solch intensiven, gemeinsamen Tagen fiel mir entsprechend schwer und so war ich froh, Istanbul zur gleichen Zeit wie meine Familie zu verlassen und mich bald schon wieder voll und ganz auf unser Reiseabenteuer einzulassen.

Um dem Verkehrschaos Istanbuls zu entgehen, bestiegen wir am 12. Mai erst mal eine Fähre, die Istanbul nach und nach hinter uns verschwinden liess und uns quer über das Marmarameer nach Bandirma führte.

Istanbul without bikes

From the 1st until the 12th May, a little less than two weeks, we enjoyed a revitalising break in Istanbul.  Due to its sheer size and diversity, it would take months, if not years, of living there for one to even begin to think about saying they have any idea about how Istanbul really ticks.  All the same, 10 days allowed us enough time to form an impression, and to also explore a few parts of the town not usually visited by tourists.

For all of it’s alluring and mesmerising qualities, the two highlights of our time in Istanbul, were the visits of Cristina (May 3rd-6th) and a portion of the Grädel family (May 8th-12th).  Our visitors looked us after incredibly well, and we had a fantastic time enjoying the sights, smells, tastes and sounds of the city with them all.  From our perspective, it was especially memorable in the fact that they then inadvertently became a part of our larger adventure.

Dinner with Cristina on the rooftop

Dinner with Cristina on the rooftop

Sunset over Istanbul

Sunset over Istanbul

Basilica Cistern

Basilica Cistern

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Packed in like well...sardines

Packed in like well…sardines

Rifle range with a view

Rifle range with a view

Çay time

Çay time

Carpets in the mosque

Carpets in the mosque

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Istanbul from the rooftop

Istanbul from the rooftop

Approaching sunset on the Bosphorus

Approaching sunset on the Bosphorus

Topkapi Palace

Topkapi Palace

Grand Bazaar

Grand Bazaar

Galata Tower

Galata Tower

Chora Church

Chora Church

Looking over the Bosphorus towards Europe

Looking over the Bosphorus towards Europe

Saying goodbye (again) was difficult, knowing that the time until the next reunion would definitely be longer than the last.  In this respect, we were both glad that the departure of Nina’s family coincided with us also leaving Istanbul and the continuation of our journey.  In order to avoid the traffic chaos of Istanbul (bike riding on the bridge over the Bosphorus being exceptionally favourably documented in many a bike blog), and having decided that our route would for now continue in a southerly direction along the Aegean Sea, we boarded a ferry on Sunday (12th May) with the bikes at the Yenikapı Port on the European side of Istanbul and set sail across the Sea of Marmara towards Bandirma.

Eastern Thrace and the Marmara Sea in Turkey

(English below)

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Die Region Ostthrakien und das Marmarameer

Am 26. April, kurz nach Mittag, überquerten wir die bulgarisch-türkische Grenze, womit wir die EU endgültig hinter uns liessen um uns dem asiatischen Kontinent mehr und mehr zu nähern. Unser erster Halt in der Türkei galt Edirne, der ehemaligen Hauptstadt des Osmanischen Reichs mit seiner imposanten Selimiye-Moschee und weiteren eindrücklichen orientalischen Bauten. Da wir mit den bepackten Fahrrädern auf unseren Gastgeber Murat (www.couchsurfing.org) warten mussten, verbrachten wir paar Stunden in einem der zahlreichen Teegärten, lauschten den gelegentlichen Imam-Gebeten, beobachteten das fröhliche Treiben und tauchten so langsam in die für uns neue Welt ein. Gegen Abend trafen wir Murat, der uns in seiner Wohnung sogleich mit einem Käsemacaroni-Abendessen bekochte und uns später zu noch mehr Tee (Çay) ausführte.

Enough said...

Enough said…

The Turkish bike lane

The Turkish bike lane

Market stall owner in Edirne, Turkey

Market stall owner in Edirne, Turkey

Edirne

Edirne

Military zone (interesting costume)

Military zone (interesting costume)

Mimar Sinan monument and Selimiye Mosque, Edirne

Mimar Sinan monument and Selimiye Mosque, Edirne

Domed roof of the Selimiye Mosque

Domed roof of the Selimiye Mosque

Selimiye Mosque, Edirne

Selimiye Mosque, Edirne

Nach einem ausgiebigen türkischen Frühstück (Eier, Oliven, Tomaten, Gurken, Frischkäse, Brot und Çay) mit Murat stiegen wir nächstentags (27. April) für einmal ohne Gepäck auf unsere Fahrräder und kämpften uns auf Edirnes Strassen unserem Gastgeber hinterher, der uns jeden Winkel der Stadt zeigte und trotz einigen Kommunikationsschwierigkeiten  – denn Türkisch sprechen wir beide leider kein Bisschen – ein hervorragender Reiseführer war und grossen Wert darauf legte, immer wieder mal eine Çay-Pause im Schatten einzulegen. Von den vielen Sehenswürdigkeiten überwältigt und der Hitze (32° C) erschlagen, genossen wir abends noch ein gemeinsames Nachtessen in Edirnes beliebtesten Restaurant, wo ausschliesslich die für Edirne typische gebratene Leber (Edirne ciğeri) mit Chillis, Brot, Oliven und Tomaten serviert wird.

Am 28. April verliessen wir Edirne und damit den äusserst gastfreundlichen Murat, radelten auf guten Strassen durch hügelige Landwirtschaftsgebiete und wurden immer wieder von Tanksellenwärtern zu einem Tässchen Çay herbei gewunken. Der uns entgegenblasende Nordwind nahm stetig zu, so dass wir uns am frühen Abend erschöpft in einer Köfte(Fleischbällchen)-Bude in Muratli niederliessen und uns nach einem einfachen, aber herrlichen Köfteteller nach einer Schlafgelegenheit, sei’s mit Zelt in einem Garten oder sei’s in einer billigen Pension, erkundeten. Jedoch blieben wir diesmal erfolglos und wurden auf das 20 Kilometer südlich und am Marmarameer liegende Tekirdağ verwiesen. Uns blieb nichts anderes übrig als uns mit unseren bereits sehr müden Beinen wieder auf die Fahrräder zu setzen und den Kampf gegen den Wind fortzusetzen. Knapp zwei Stunden später erreichten wir Tekirdağ, wo uns Meeresgeruch und –sicht die Strapazen sogleich vergessen liessen. Als hätte alles so kommen müssen, wurden wir gleich schon am Ortsbeginn von einem neugiereigen, türkischen Mountainbiker angehalten, freundlich begrüsst und anschliessend zum günstigsten Gasthaus Tekirdağs (und das war es wirklich!) geführt. Ein Spaziergang der Strandpromenade entlang und ein grosses Eis zum Dessert rundeten den Tag ab und wir liessen uns erschöpft in unsere Betten fallen.

Dank den vielen zurückgelegten Kilometern Tags zuvor, nahmen wir den Montag, 29. April, gemütlich in Angriff und so setzten wir uns erst mal in ein Restaurant an der Strandpromenade, wo wir ein ausgiebiges Frühstück genossen. Um 11 Uhr, kurz bevor wir abfahren wollten, schossen wir noch das alltägliche “eleven-o’clock-picture” am Marmarameer und wurden dabei von einer jungen Türkin auf unsere Reisepläne angesprochen. Gulsen war so begeistert von unserem Vorhaben, dass sie darauf beharrte, uns auf ein Tasse Çay und später zu einem für Tekirdag typischen Käsedessert mit Eis einzuladen. Gulsan ist Englischlehrerin und so konnten wir uns bestens unterhalten und vieles über die Gegend, türkische Musik und türkisches Essen erfahren. Mich freute es ganz besonders, mich auch mal mit einer Frau unterhalten zu können, da wir normalerweise eher von Männern angesprochen werden, die sich eher mit Paul und weniger mit mir unterhalten wollen.

Von Gulsen bezaubert und der türkischen Gastfreundschaft beschwingt setzten wir unsere Reise Richtung Istanbul (ca. 140 km) fort. Nach wie vor freue ich mich jeweils wie ein kleines Kind, mich dem Meer zu nähern und so radelte ich trotz stark befahrener Schnellstrasse überglücklich dem Marmarameer entlang. Bereits nach 50 Kilometern fanden wir ein Plätzchen für unser Zelt und verbrachen den Rest des Tages mit Lesen, Pikniken und Çaytrinken bei unserem Nachbarn.

Unsere Unterkunft in Istanbul hatten wir erst auf dem 1. Mai gebucht, so dass wir auch am 30. April nur wenige Kilometer zurücklegten, um uns am Nachmittag auf einem Zeltplatz am Meer niederzulassen. Allerdings fanden wir – trotz Einträgen in unserer Landkarte – weit und breit keinen Zeltplatz und und kamen dem Stadtzentrum Istanbuls und damit Geschäfts- und Hochhäusern  immer näher. Wir leisteten uns daher ein Hotelzimmer in Büyükçekmece, wo wir die farbenfrohe und lebendige Strandpromenade auf- und abspazierten, das unserer Meinung nach allerbeste Fischsandwich der Welt vertilgten und bei Sonnenuntergang Çay tranken und Backgammon spielten.

Turkish homemade roll-ups

Turkish homemade roll-ups

Üç Şerefeli Mosque, Edirne

Üç Şerefeli Mosque, Edirne

Annual week long oil wrestling tournament near Edirne

Annual week long oil wrestling tournament near Edirne

Selimiye Mosque, Edirne

Selimiye Mosque, Edirne

Bayezid II Complex, Edirne

Bayezid II Complex, Edirne

The Murat bike tour

The Murat bike tour

Çay

Çay

Am 1. Mai radelten wir erst auf vierspurigen, später auf einspurigen, dafür verstopften Strassen in die Stadt Istanbul hinein. Aufgrund des Feiertags schien die ganze Bevölkerung Istanbuls draussen zu sein: In den Parks und auf den Meerpromenaden wimmelte es nur so vor Familien und Freunden mit eigenem kleinen Grill und Çaykocher. Wir erreichten unser Hotel in Sultanahmet ohne grosse Schwierigkeiten, sperrten unsere Fahrräder weg und richteten uns im Hotelzimmer, unserem neuen Zuhause, ein.

Was für ein Gefühl, den ganzen Weg durch Europa bis in die Türkei und nach Istanbul auf dem Fahrrad geschafft zu haben! Europa kommt mir einerseits so klein vor. Anderseits sind die ersten paar winterlichen Wochen unserer Reise bereits in weite Ferne gerückt und unsere Herzen und Köpfe scheinen mit Erinnerungen an die vielen eindrücklichen, emotionalen, anstrengenden, vor Glück überwältigenden, kalten, müden und zufriedenen Momente schon jetzt beinahe zu platzen. Immer öfters fängt jemand von uns mit dem Satz “weisst du noch…” an, fördert bereits tief vergrabene Erinnerungen zu Tage und beide können wir jeweils kaum glauben, erst knapp zwei Monate unterwegs zu sein. Ich kann mir nach wie vor nur vage vorstellen, per Fahrrad durch Vorder-, Zentral- und Südostasien zu reisen, werde aber vor Freude auf unsere weiteren Begegnungen und Abenteuer ganz kribbelig. Gleichzeitig tut uns die fast zweiwöchige Pause in Istanbul gut: So können wir das bereits Erlebte auch mal etwas einsinken lassen, müssen uns nicht jeden Abend um eine neue Schlafgelegenheit kümmern und dürfen uns im Hotelzimmer so richtig ausbreiten ohne nächstentags gleich wieder alles zusammen zu packen. Auch kann ich den Beusch von Cristina, meiner Schwester Sara und meiner Eltern in Istanbul kaum erwarten!

Am 13. Mai werden auch wir Istanbul wieder verlassen. Zu entscheiden ist nur noch, ob wir dem Schwarzen Meer oder erstmal dem Mittelmeer entlang radeln wollen. Die Wahl fällt uns nicht leicht und Tips und Vorschläge nehmen wir nur zu gerne entgegen.

Eastern Thrace and the Sea of Marmara in Turkey

The day arrived (26th April) where our legs finally propelled us, like the preceding 3072 kilometers, out of the EU, over the Bulgarian border and into Turkey.  A fast-tracked visa (tourist tax would be more appropriate) lightened my wallet of 60USD (Nina being Swiss and all, just had to wave politely) and we were on our way through the Turkish passport control and standing on Turkish soil.  A lovely wide emergency lane running alongside the highway especially reserved for two weary cyclists greeted us – bike-lane luxury like we hadn’t seen for a while.

The first stop we’d planned in Turkey was in Edirne, which was a short ride of 20km from the border.  Edirne served as the capital of the Ottoman Empire during the 14th and 15th centuries and as a result of it’s wealth from this time possesses an array of impressive sites which we decided warranted a rest day for us, in order to better explore the city.  Courtesy of www.couchsurfing.com we’d organised to stay with a local, Murat.  After arriving early in the afternoon in Edirne, and knowing that our rendezvous with Murat wasn’t until in the evening, we set about copying what everyone else in Edirne seemed to be doing, sitting in the shade, either in a park or a café, and drinking çay (Tee).

Edirne ciğeri (thinly sliced calf’s liver deep fried and served with deep fried red chillies)

Edirne ciğeri (thinly sliced calf’s liver deep fried and served with deep fried red chillies)

The Old Mosque, Edirne

The Old Mosque, Edirne

Selimiye Mosque, Edirne

Selimiye Mosque, Edirne

Typical Turkish breakfast prepared by our couchsurfing host Murat

Typical Turkish breakfast prepared by our couchsurfing host Murat

One of the numerous poppies dotting the landscape

One of the numerous poppies dotting the landscape

Finally something slower than us on the road

Finally something slower than us on the road

Fields of Eastern Thrace

Fields of Eastern Thrace

Dessert with Gulsun, Tekirdağ

Dessert with Gulsun, Tekirdağ

Sea of Marmara

Sea of Marmara

Watermelons for sale

Watermelons for sale

The BEST fish sandwich ever

The BEST fish sandwich ever

Our "fish sandwich" restaurant

Our “fish sandwich” restaurant

Backgammon and çay by the sea

Backgammon and çay by the sea

Sunset over the Sea of Marmara

Sunset over the Sea of Marmara

Istanbul

Istanbul

Out of the hot sun, we enjoyed the few hours of relaxation, people watching, observing the hustle and bustle of a new town, hearing the imam’s call to prayer from the numerous loudspeakers surrounding every minaret of every mosque and constant honking and tooting of cars, buses, scooters etc.  Later that evening we met Murat at his apartment and enjoyed a Turkish inspired macaroni and cheese that he cooked for us.  The time following dinner can only mean one thing, more çay, so we set off to a local tea garden to enjoy the warm evening air and learn a little more about Murat and his thoughts on Turkey.

We struck gold having our day off in Edirne on a Saturday (27th April), since it meant Murat had the day off work, and as such we had our own personal tour guide for the day.  Murat, himself a keen cyclist, suggested that we make our way around Edirne by bike (the idea of a day on our bikes, free of all of our usual luggage, without any serious distance to cover sounded almost therapeutic).  The day was spent inspecting diverse Turkish war memorials from the Turkish-Balkan wars, crossing incredible (albeit bumpy) stone bridges (some dating from the 14th century) and gazing in amazement at the collection of mosques found scattered around the city.  The famous Ottoman master architect, Minar Sinan, created in Edirne in 1574 what he considered his finest work, the Selimiye Mosque, complete with the highest minarets (70.9m) in Turkey (luckily for the SVP he wasn’t employed in Switzerland).  The beautiful symmetry (and simplicity) within the mosque as well as it’s immense towering dome really do make it a sight to behold (not so surprising that UNESCO banged it into it’s World Heritage List in 2011).

Murat excitedly steered us around Edirne and it’s sights, and with Turkish efficiency found time for enough çay breaks in the shade, in order to combat the 32° day patiently baking the streets.  As the evening cooled down, we arrived at an Edirne institution (where a queue was waiting for us – always a good sign) to enjoy Edirne’s culinary specialty, Edirne ciğeri (thinly sliced calf’s liver deep fried and served with deep fried red chillies (ridiculously spicy) and yoghurt).  The ongoing fire in our mouths was only minimally soothed with Ayran (a typical Turkish watery natural yoghurt drink), so post-dinner we set off to do what people here seemed to do best – drink some more çay.

After Murat’s overwhelming hospitality, it was time to say goodbye to our wonderful host (of course not before he’d risen especially early on a Sunday morning to prepare us a Turkish breakfast), leave Edirne and head towards the Sea of Marmara (28th April).  A strong sidewind slowed our tempo, although the constant invitation to drink çay from all of the service station attendants we passed (had we accepted them all) would have slowed us even more.  Deciding that we’d had enough riding for the day, we slipped into a Köfte (Turkish meatballs) shop in a small village for some cheap and tasty dinner.  We were instantly surrounded by a least 10 young Turkish guys (only a couple could speak a bit of English) who interestedly asked where we were from, what we’re doing etc etc.  Coming so far via bike and landing in their boring town (their words), suggested to them that we were a little crazy, but it allowed us to enquire regarding pensions or campsites.  The resounding bad news was that there was definitely nothing where we were in Muratli, and that our best bet was to keep heading towards Tekirdağ.  With 115km already behind us for the day, the idea of another 20km to Tekirdağ was less than appealing, but we calculated that there were still another few hours of daylight left in the day, so we made the decision to keep going towards the coast.  The final 20km into a headwind left us exhausted as we arrived in Tekirdağ just on sunset (the final roll down the hill into the town after climbing hill after hill after hill was pure bliss).  A friendly local cyclist took pity on us, made a few calls, and promptly found us a cheap room for the night – once again the victims of incredible Turkish hospitality J

Thanks to our long than expected journey the day previously and our planned arrival in Istanbul later in the week, we had no reason to hurry along the coast of the Sea of Marmara.  By the waterfront, shortly after taking our 11am pic (29th April), a young Turkish woman approached us and struck up a conversation with us after taking an interest in our method of transport.  Gulsen, it turns out, was an English teacher in Tekirdağ, and she promptly invited us to come and drink a çay with her.  Following a few glasses of Turkey’s finest ruby syrup, Gulsen then insisted that we come with her to sample a delicious typical Tekirdag cheese-based dessert (since it was topped with ice-cream, I didn’t need much convincing).  It was interesting for once to hear about Turkey from a female perspective.  Generally on the street we’re approached by men, and following polite formalities and introductions, Nina seems to become somewhat invisible – this phenomenon will probably increase as we venture further east.  Nina especially enjoyed the time speaking to Gulsen about her life, people, education and politics in Turkey.  Sadly Gulsen had to go to work (although we probably wouldn’t have ended up leaving Tekirdag if she hadn’t), so we said our goodbyes and with fond memories of such a spontaneous meeting rode further east along the coast.

Knowing that we had 3 days to travel the 150 or so kilometers into Istanbul we were quite happy knowing that there were no long riding days ahead of us for a while.  After about 50 km we found a ramshackle campsite directly on the waterfront without any staff, were greeted by an elderly Turk who only spoke Turkish but seemed to direct us to set up our tent up the back of the site somewhere and settled into reading and lying around in the shade for the afternoon.  Later on in the day another Turk informed us that the campsite was actually closed but told us that since there were no staff anyway, we could just stay the night and head off again the next morning – no harm done (payment was rejected of course).  For all of the retired couples in the place, we were a bit of a novelty, so there were a constant procession of passersby greeting us and stopping by for a chat (German seemed to be quite widely spoken, with many of the couples having at some stage lived in Germany or Switzerland).  At sunset an elderly gentleman invited us to his hut to drink çay (what else), so we spent the evening learning Turkish words and communicating with lots of hands and drawing and pointing.

As we rode along the next day (30th April), the shoreline along the Sea of Marmara became increasing filled with apartments and holiday complexes, owing to its close vicinity to Istanbul.  Although campsites were shown on our map, less than 50km from Istanbul we soon realised that we were out of luck (those places that had existed had all been redeveloped into large complexes).  A little annoyed that we hadn’t anticipated the situation better, we set about trying to find the cheapest hotel possible in a sea of posh holiday hotels scatter along the seaside.

Once we’d found something within (not really, but the best we could haggle) our budget, we followed the masses down to the pleasant waterside promenade to enjoy a stroll in the fresh sea air.  Boats filled with the days catch were anchored along the promenade offering freshly grilled fish sandwiches.  After devouring one each, the only thing to do of course was order another.  We were both in agreement that it really was the best fish sandwiches we’d ever eaten.  Backgammon and çay filled the rest of evening of what was a very relaxing day.

Our apprehension levels were high with the knowledge that today (1st May) we had to navigate our way through the metropolis that is Istanbul.  In all of the blog entries we’d read from other bike traveller’s experiences in preparation for our own trip, getting into Istanbul really seemed to be THE downside to travel through Turkey.  Sitting happily now in our hotel room, I’m not really sure what all of the fuss is about. J  I think we struck it very lucky that May 1st is a public holiday (which meant much less traffic) and rather than trying to ride through the city along the main arterials, we stuck to the southern coast road so that we couldn’t really get lost (just had to keep the sea on our right) – maybe however I’ve spoken too soon, after all, we haven’t left the place yet.

Since it was the Labour Day holiday, everybody seemed to be outside enjoying the weather, families and groups of friend filled the parks along the coast cooking barbecues on portable coal grills, tantalising scents filling the air, lying around in the shade, playing football and just enjoying the day off work or school or whatever.  Without much hassle, we found our hotel near the old town, Sultanahmet, unloaded and packed away our bikes, and looked forward to seeing the sights in Istanbul over the next two weeks (sans Bike).

Hair today...

Hair today…

...gone tomorrow

…gone tomorrow

Relaxing in Istanbul

Relaxing in Istanbul

What a feeling, to have made it with our bikes the whole way across Europe, from Bern in Switzerland right through to Istanbul in Turkey.  Coming from Australia, I’m not sure how far we would’ve got there in just over 7 weeks, but these 3372km we covered have filled our hearts and minds with innumerable memories and experiences, which will stay with us for life.  Now that we’ve felt the warm of the Turkish sun, that first month of snow and cold seems like a lifetime ago.  We’ve both overcome so many hurdles, physically and mentally (and of course meteorically), but for us most importantly; we’ve immensely enjoyed the time spent together having our own adventure.

The thing that probably stands out most for us are the people we’ve come into contact with along the way.  We’ve been totally humbled and overwhelmed by the friendliness, warmth, generosity and hospitality of everyone (some already friends, some strangers but now friends) we’ve met and in a world where we sometimes find ourselves surrounded a little too much by cynicism and suspicion, it’s been such a refreshing experience and has reaffirmed our belief in the good of people.

Right now we’re excited about a two week break in Istanbul to let everything sink in a little, seeing Cristina this week, and then Sara and Nina’s parents next week.  In the next fortnight we’ll spend some time thinking about and excitedly planning our onward journey (tips and advice are always welcome), and of course drinking çay.