365 days of the year

(English below)

Ein Jahr, 365 Tage, eine Ewigkeit, tausende von Eindrücken. Strassen, die uns mal durch eindrückliche Canyons, mal durch grüne Tannenwälder, über Holper-, Kies- und Sandstrassen, dem Meer entlang, durch Wüste und Ödnis, über Berge, durch Flüsse, Dschungel, Bananenplantagen, über Schnee oder endlose Asphaltstrassen führten.

Ein Jahr, 365 Fotos, die wir jeweils um 11.00 gemacht haben und die meist unvergesslichen, selten aber auch unspektakulären Seiten unseres Veloalltags dokumentieren. Dass wir unser letztes “11am photo” zusammen mit Pauls Grossvater knipsen konnten, freut uns ganz besonders – ein perfekter Abschluss unserer einjährigen Fotoreihe!

So, it’s official.  Exactly one year ago we left Bern in Switzerland.  Along the way, every day at 11am we took a photo, documentation of the amazing places we’ve seen, but also a glance at the occasional unspectacular surroundings.  Either way, every day was memorable, and somehow the fact that the last photo was taken with my grandfather, someone who’s very special to us both, seems like the perfect way to round out our year on the bike.

365 days of 11am photos

Thailand’s tailwinds and tasty food

Photo gallery

(English below)

Ein neues Land zu bereisen, bedeutet nebst der ganzen Spannung und Vorfreude immer auch, neue Herausforderungen anzupacken. In der Türkei etwa waren es die schweisstreibenden Pässe oder im stark muslimisch geprägten Osten des Landes der Umgang mit mir als Frau, in Usbekistan Fieber und Hitze, in Kirgistan hohe Berge und die bis auf trockene Kekse leeren Regale in Dorfläden, in China die Sprache, in Laos wieder Berge und die Fahrt durch erschreckend arme Gegenden. Und nun sind wir in Thailand, wo für uns westliche Durchreisende alles, wirklich alles, einfach ist. Wir kommen dank ebenen Strassen sowie starkem Rückenwind so schnell voran wie noch nie, ohne uns dabei all zu sehr verausgaben zu müssen. Die Menschen sind herzlich und interessiert, das Essen hervorragend und die Hitze noch nicht all zu drückend. Trotz langer Distanzen fühlen wir uns wie in den Ferien.

Taking a refreshing dip

Taking a refreshing dip

Another friendly cyclist - thanks for the isotonic sports drink!!

Another friendly cyclist – thanks for the isotonic sports drink!!

Nach unseren letzten 40 Kilometern in Laos überquerten wir die thailändisch-laotische Grenze bei Chong Mek, hielten an einem Marktstand, um bei einem Eiskaffee dem thailändischen Markttreiben zuzuschauen. Obwohl Laos noch keine fünf Kilometer hinter uns lag, befanden wir uns schon mitten in einer neuen, weitaus vermögenderen Welt. Die immense Vielfalt an Früchten, Gemüse, Backwaren und Currys liess uns das Wasser im Mund zusammenlaufen und erinnerte uns eher ans Angebot auf chinesischen als auf den einfacheren laotischen Märkten. Unterwegs dann sauste ein neuer, schwerer Toyota 4×4 nach dem andern an uns vorbei und auch wir selbst sausten mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern über die makellosen Strassen, vorbei an europäischen und amerikanischen Supermärkten (Tescos, 7/11), wie wir sie seit der Türkei nicht mehr gesehen hatten. Stolz auf einen neuen Tagesrekord (139 Kilometer), den wir in den kommenden drei Wochen noch paar mal brechen würden, erreichten wir gegen Abend die Stadt Ubon Ratchathani, schauten uns paar Tempel sowie den belebten Stadtpark an und fühlten uns gleich noch mal wie im Schlaraffenland: Der Nachtmarkt bestand aus Dutzenden von Essensständen und mit Ausnahme der gebratenen Larven und Käfer hätten wir am liebsten jedes einzelne Gericht und Getränk (verschiedenste Currys, Gemüse, Nudeln, Fisch, Fruchtsäfte, Bananenmuffins, Frappés, Spiegelei mit Hackfleisch und Reis, frische Erdbeeren, Ananas, Papaya und weitere exotische Früchte, gebratenes oder frittiertes Hühnchen, Crèpes, Pfannkuchen, ja sogar Sushi, Sandwiches oder Salate) ausprobiert.

Abundant night markets

Abundant night markets

Waiting to fill the bellies of the next customer

Waiting to fill the bellies of the next customer

Phanom Rung

Phanom Rung

Intricate designs, Phanom Rung

Intricate designs, Phanom Rung

Die Stadt wurde immer lebendiger, es schien als hätte sich die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner zum gemeinsamen Abendessen auf dem Markt und die andere Hälfte zum gemeinsamen Trainieren (Tanzen, Basketball Spielen, Joggen, Skateboarden, Aerobic) im Stadtpark versammelt und wir genossen es, Teil dieses fröhlichen Treibens zu sein.

Während der nächsten fünf Tage (6. bis 10. Januar) flitzten wir weiter Richtung Westen des Landes, wobei der morgentliche Eiskaffee, gutes Essen, Nachtmärkte und herzliche Begegnungen die Höhepunkte jedes Tages waren. Einige Male wurden wir von Thais an den Strassenrand gewunken, weil uns immer mal wieder jemand eine Flasche Wasser oder eine Büchse Red Bull schenken oder einfach ein wenig mit uns plaudern wollte. Die Menschen sind wahnsinnig freundlich und sprechen oft auch etwas Englisch, so dass uns auch die Kommunikation hier etwas leichter fällt.

Am 8. Januar machten wir einen Abstecher zur Tempelanlage Phanom Rung, die auf einem erloschenen Vulkan liegt. Die Strasse dahin war so steil, dass ich immer wieder mal vom Fahrrad steigen und es hochschieben musste und noch dankbarer für die ansonsten flachen Strassen im zentralen und südlichen Thailand war.

Die hinduistische Tempelanlage Phanom Rung symbolisierte einst die Wohnstätte Shivas und wurde zwischen dem frühen 10. Jahrhundert und dem späten 12. Jahrhundert von den damals dort herrschenden Khmer errichtet, erinnert also auch an die alte Tempelstadt Angkor Wat in Kambodscha und beeindruckt mit ihren phantasievollen, in den Stein gemetzelten Figuren. Mit den Khmer verschwand ab dem 12. Jahrhundert auch der Hinduismus aus dem heutigen Thailand: Heute bekennen sich 94% der thailändischen Bevölkerung zum Theravada-Buddhismus und 5% zum Islam. Der Besuch von Phanom Rung stellte also eine spannende Abwechslung von den hunderten buddhistischen – teils auch enorm prachtvollen! – Tempeln dar.

Riverside house, Ayutthaya

Riverside house, Ayutthaya

Ayutthaya

Ayutthaya

Temple ruins, Ayutthaya

Temple ruins, Ayutthaya

Buddhas, Ayutthaya

Buddhas, Ayutthaya

Sunset in Ayutthaya

Sunset in Ayutthaya

Hungry squirrels, Ayutthaya

Hungry squirrels, Ayutthaya

Ayutthaya

Ayutthaya

Slowly being gobbled up by the tree

Slowly being gobbled up by the tree

Not every day you get to ride with an elephant

Not every day you get to ride with an elephant

Am 9. Januar legten wir noch mal eine Rekorddistanz (168 Kilometer) auf mehrspurigen Strassen zurück und waren froh, tags darauf endlich auf unbefahrenere Nebenstrassen, die uns durch eine idyllische Landschaft aus Reisfeldern, Wasserkanälen und Sonnenblumenfeldern führten, ausweichen zu können. Gegen Abend (10. Januar) erreichten wir die Stadt Ayutthaya, wo wir eine zweitägige Pause einlegen würden.

Ayutthaya ist die frühere Hauptstadt des siamesischen Königreichs und war schon im 16. Jahrhundert eine bedeutende Metropole, die Kaufleute aus aller Welt anzog. In ihrer Blütezeit standen in Ayutthaya drei Königspaläste, hunderte von Tempelanlagen sowie eine Handvoll Synagogen, Kirchen und Moscheen. Die Stadt wurde 1767 von den Burmesen erobert und zu grössten Teilen zerstört. Heute ist Ayutthaya eine eher verschlafene Stadt, doch erinnern die Tempelruinen an jeder zweiten Ecke an die ganze Pracht, die Ayutthaya einst zur Weltstadt machte.

Wir schauten uns die alten und paar neuere Tempel an, entspannten uns am Schwimmbecken unseres Hostels und planten die Weiterreise, die uns nach Ayutthaya ursprünglich direkt nach Bangkok geführt hätte. Aufgrund der Demonstrationen entschlossen wir uns aber, die Hauptstadt via Kanchanaburi zu umfahren und ein andermal zu besuchen.

Nach zwei Ruhetagen setzten wir unsere Reise also erst mal Richtung Westen fort und erreichten am 13. Januar nach einem langen Reisetag (150 Kilometer) Kanchanaburi, wo wir gleich noch mal eine Pause einlegten. Die Stadt ist in erster Linie bekannt für ihre Geschichte während des zweiten Weltkrieges. Tausende von alliierten Kriegsgefangenen, aber auch Inder, Thais und Burmesen wurden damals nach Kanchanaburi gebracht, um zu unmenschlichen Bedingungen unter Aufsicht der kaiserlich japanischen Armee eine insgesamt 415 km lange Bahnverbindung (“death railway”) zwischen Burma und Thailand zu erbauen. Heute erinnern zwei Museen, die Brücke am Kwai sowie verschiedene Gedenkstätte an das Schicksal der vielen Kriegsgefangenen, die beim Bau der Bahnlinie ums Leben kamen. Besonders eindrücklich ist das Museum “Thai-Burmese Railway Centre”, das einen guten Überblick über das dunkle Kapitel dieser Gegend schafft.

Kanchanaburi war auch der erste Ort, an dem wir einen bierbäuchigen Europäer nach dem andern mit einer nicht halb so alten Thaischönheit sahen. So einfach Reisen in Thailand auch ist, so viel Unschönes (z.B. Menschenhandel und verschiedenste Menschenrechtsverletzungen, Korruption oder Mafiastrukturen) bleibt für uns Reisende meist verborgen. Die glatzköpfigen Herren, deren Selbstgefälligkeit sich in den Armen der jungen Begleiterinnen, ihrer Thai-Girls, gleich noch verdoppelt, erinnern uns aber immer wieder daran, dass wir uns trotz aller Schönheit und allem Komfort in einem Land aufhalten, dessen Landsleute nicht selten mit Armut und Mangel an beruflichen Perspektiven zu kämpfen haben.

Am 16. Januar verliessen wir Kanchanaburi und damit auch die Touristen aller Art. Wir reisten auf ruhigen Nebenstrassen durch kleine Dörfer, an buddhistischen sowie chinesischen Tempeln und einmal sogar an einem riesigen chinesischen Friedhof vorbei und erreichten gegen Abend das hübsche Städtchen Phetchapuri, übersät mit buddhistischen Tempeln und überthront von einem imposanten Palast. Am meisten faszinierten uns aber die Dutzenden von Affen, derem Treiben wir stundenlang zuschauen könnten. Wir erfuhren, dass sich diese Affen in Gruppen aufteilen, die beinahe “gangmässig” agieren. So herrscht eine Gang etwa über einen Parkplatz, eine andere über einen bestimmten Strassenabschnitt und sobald ein Affe fremdes Territorium zu betreten versucht, wird so heftig gezankt, gefaucht, gekreischt und gar zähnegefletscht, dass einem ganz angst und bange wird.

Kurz bevor wir Phetchaburi am nächsten Tag (17. Januar) verliessen, besuchten wir eine mit goldenen Buddhastatuen ausgestattete Höhle, lernten dort den Tourenfahrer Emanuel aus Spanien kennen und vertrieben beim Parkplatz zehn Affen, die sich über sein Fahrrad hergemacht und es besonders genossen hatten, an Rädern und Sattel zu kauen. Emanuels Sattel war dahin.

Rice fields

Rice fields

Lunchtime delight - grilled chicken and sticky rice

Lunchtime delight – grilled chicken and sticky rice

25 Kilometer nach Phetchaburi erreichten wir das Meer – ein lang ersehnter Moment, nun würde sich die Reise noch mehr wie Ferien anfühlen. Fortan radelten wir, wenn immer möglich, auf kleinen Nebenstrassen dem Meer entlang und schafften es so zu grossen Teilen, der mehrspurigen Hauptstrasse zu entgehen. Wir übernachteten am 17. Januar im Badeort Hua Hin, der uns eher an die spanische Riviera als an Thailand erinnerte und waren erleichtert, als wir am 18. Januar das viel hübschere, ruhigere und weitaus authentischere Städtchen Prachuap Khiri Khan erreichten. Dort fanden wir eine kleine Pension direkt am Meer, genossen ein hervorragendes Fischcurry und anschliessend unseren freien Nachmittag. Gegen Abend stiegen wir einen kleinen Hügel hoch, den wir mit paar freundlichen Affen und thailändischen Touristen teilten und konnten uns kaum sattsehen an den uns umgebenden Karstfelsen und einem stimmungsvollen Sonnenuntergang. Den Abend verbrachten wir auf dem Nachtmarkt, dessen vielen Versuchungen wir wie so oft kaum widerstehen konnten und der uns mit vollen Bäuchen in unsere Betten fallen liess.

Rice fields and palm trees

Rice fields and palm trees

Dank starkem Rückenwind waren wir so schnell unterwegs, dass wir auch an den kommenden Tagen meist schon gegen Mittag 100 Kilometer zurückgelegt hatten und den Rest des Tages an den für die Ostküste typischen wilden Stränden (Ban Saphan und Hat Thung Wua Laen) verbrachten. Schon jetzt fühlten wir uns wie in den Ferien, doch konnten wir unsere Velopause in Phuket und damit den Besuch meiner Schwester Jana und das Wiedersehen mit Pauls Onkel Bruce kaum erwarten, verbrachten am 22. und 23. Januar daher noch mal zwei ganze Tage auf dem Fahrrad, legten lange Distanzen zurück und erreichten am 24. Januar die Wohnung von Bruce im Norden Phukets. Bruce ist momentan noch geschäftlich unterwegs und hat uns seine Wohnung mit Pool und Sicht aufs Meer überlassen. Wir leben im Luxus und freuen uns auf richtige Ferien hier!

Thailand’s tailwinds and tasty food

The excitement of visiting a new country brings with it sky-high expectations and unlimited possibilities, but also the knowledge that new hurdles and unforeseen challenges lie in waiting, just out of sight.  Turkey challenged us with sweat-inducing passes and Nina especially, with her position as a woman in the religiously conservative east, Uzbekistan offered up heat waves and on-going fever, Kyrgyzstan had even bigger mountains, and therefore even bigger passes, as well as sometime almost empty food stores, China had us scratching our heads with the language, and Laos confronted us with yet again more mountains and its obvious, abundant poverty.  Now we’ve made it to Thailand, where, to be honest, everything is just a little easier.  Thanks to the smooth wide streets, relatively flat terrain and favourable tailwinds, we’ve covered ground faster than at any other time during this trip, without any noticeable increase in energy output.  The local people are warm and helpful, our mouths have been treated to one highlight after the other, and although far from cool, the temperatures haven’t been too agonising.  Despite the long riding distances, there has definitely been a genuine “holiday” feel to our recent travels.

Allied War Cemetery, Kanchanaburi

Allied War Cemetery, Kanchanaburi

Bride over the River Kwai, Kanchanaburi

Bride over the River Kwai, Kanchanaburi

Chinese cemetery

Chinese cemetery

Cow "peak hour"

Cow “peak hour”

A final push of 40km from Pakse saw us leaving Laos and heading over the border into Thailand (January 5th).  We stopped for an ice coffee break at the border town of Chong Mek and observed proceedings for a while.  Although Laos lay less than a kilometre away geographically speaking, developmentally, it was clear that we were in a newer, much more affluent world; the roads were better, the range of fruits and vegetables endless, and loaded market stands were slowly buckling under their own weight.  An endless stream of sparkling new 4WDs and utes constantly whizzed past, and we also soon found ourselves whizzing along, averaging almost 30km/h, courtesy of the floorboard smooth roads and friendly tailwind.  139km later we rolled into Ubon Ratchathani and, after finding a hotel, set off to explore the night market, a tourist highlight in itself in Thailand.  Dozens of stands and carts were spread across a street corner, and the market was buzzing with local people loaded up with bags of food collecting their and their family’s dinner, as well as the odd tourist unsure of what to sample next.  The amount of food available was endless, and although we gave it our best shot, sampling everything was even beyond us.  Every type of curry imaginable, or unimaginable, vegetables, noodles, omelettes, fish and prawns, banana muffins, frappes, barbecued and deep-fried chicken, fried eggs atop piles of spicy mince and rice, fresh strawberries, pineapples and mangoes, a rainbow of fruit shakes, crepes, pancakes, sushi, sandwiches and even salad.  The range on offer just didn’t seem to end.

As the sun slowly set, the market became ever livelier, thanks to the constant stream of people constantly arriving.  At times it seemed as though half of the city was there, and after having a walk around the city park following our diner, it seemed that the other half of the city had gathered there, either jogging, or dancing, or skateboarding, or playing basketball or football.  The enthusiastic, colourful atmosphere made it a very memorable evening.

Buddhas hiding in a cave

Buddhas hiding in a cave

Bike enthusiasts

Bike enthusiasts

We spent the next five days (January 6th-10th) heading further west.  A morning ice coffee, or two, from a roadside stall, delicious food, fascinating night markets and warm encounters with the local Thais made for the highlights of our days on the road.  Occasionally someone would stop us, either for a quick chat, or to give us some cold water or an isotonic drink.  The people are incredibly friendly and genuinely interested and since they often speak a little English, communication was a touch easier than in the recent past.

A detour (January 8th) to the Khmer temple site of Phanom Rung had us, following a short, steep climb, a touch out of breath.  Set atop a dormant volcano, the road leading there seemed to take the most direct route at times, rather than slowly winding its way up the hillside.  Standing up in the pedals and an extra dose of huffing and puffing saw us finally make it the top, and the entrance, dripping from head to toe.

Drying fish

Drying fish

Colourful fishing villages

Colourful fishing villages

Seaside picnic

Seaside picnic

Built between the 10th and 12th centuries by the ruling Khmer, the Phanom Rung temple complex is a Hindu shrine dedicated to Shiva, and symbolises his heavenly dwelling, Mount Kailash.  The intricate fantasy-filled stone carvings adorning the temple are quite impressive.  Hinduism’s prevalence in Thailand began to decrease from the 12th century onwards, as the Khmer empire slowly crumbled.  Today, 94% of the Thai population identify themselves as Theravada Buddhists and the other 5% as Muslim.

An early start (January 9th) and a long day of riding saw us set a new record (168km), making the most of the relatively flat terrain and helpful tailwind.  The majority of the following day led us along quiet side streets, past idyllic landscapes of rice fields, canals and field of sunflowers, all pointing their faces skyward in the morning, but slowly wilting and drooping under the ferocity of the midday sun.  We arrived on the inland island of Ayutthaya early in the afternoon and quickly located a place to stay.  Since a few rest days were in order to allow us to look around, the only prerequisite for our accommodation was the luxury of a swimming pool – now that’s holidays.

The Kingdom of Ayutthaya was Siamese kingdom that existed between the 14th and 18th century.  Ayutthaya was friendly to foreign traders, allowing Europeans and Asians to set up villages outside the city walls.  Towards the end of the 16th century, it was one of the largest and wealthiest cities in the East, with a population estimated by some to be as high as one million.  During the 17th century the kingdom declined in importance, until it was conquered and sacked by the Burmese in 1767.  They almost totally destroyed the city, and the remains and ruins littered about the city today, display only a fraction of the importance and imposing grandeur that was once present.

Prachuap Khiri Khan

Prachuap Khiri Khan

Prachuap Khiri Khan

Prachuap Khiri Khan

Checking out the swell - surf's up

Checking out the swell – surf’s up

A UNESCO World Heritage Listed site, Ayutthaya is packed with temples (mainly ruins) spread across the city, making it the prefect place to explore by bicycle – as if we hadn’t already ridden enough you might ask.  A sunset boat cruise around the canals circling the town centre offered us a view from a different perspective in the fading light.  Temple and ruin gazing was interrupted intermittently by a refreshing dip in the pool at our guesthouse, and like always the two days quickly passed, and it was time again to move on.

With the on going tension and protests in Bangkok, we made the tough decision to leave it for another time and instead head further west toward Kanchanaburi.  After reaching our planned destination for the night early afternoon (January 13th), but finding no reasonable mould and bug-free accommodation, we decided to keep pedalling westwards and 155km later reached the banks of the River Kwai.

Kanchanaburi, located on the River Kwai, remains infamous for its role during WWII.  After Thailand feel to the Imperial Japanese Army in 1942, plans were made to build a railway from Thailand in the east across the mountainous jungle to the coastal area of Burma in the west, thus securing troop and supply lines for the Japanese Burmese campaign, removing the need for the longer and more hazardous sea route around Singapore and through the Malacca Straights.

Forced labour was used for the construction of the 415km railway line between Bangkok and Rangoon, or Death Railway as it came to be known. 180,000 Asian labourers (mainly Malay, Indians and Indonesians) and 60,000 POWs (British, Australians and Dutch), worked on the project, and the appalling working and living conditions resulted in the deaths of 90,000 Asian labourers and 12,000 POWs, mainly as a result of disease, malnutrition and accidents, all within the  mere 15 months it took to complete.  The railway line required the construction of hundreds of bridges, one of which crossed the Kwai River near the town of Kanchanburi.  This bridge was immortalised in the 1950s film, The Bridge on the River Kwai, although in reality, the conditions and treatment of the prisoners was far worse than anything depicted in the film.  Today, a number of museums pay tribute to the victims of the construction of the Death Railway, the most interesting and informative being the Thailand-Burma Railway Museum.  Numerous war cemeteries are also situated in and around the town, offering but a glance at the brutality and human cost paid during WWII.

Early morning, Prachuap Khiri Khan

Early morning, Prachuap Khiri Khan

Holiday feeling

Holiday feeling

Our time in Kanchanaburi (January 14th/15th) focused mainly on visiting the war memorials and museums, as well as recharging the batteries.  Again we found ourselves with the luxury of a swimming pool, all for the bargain price of 250 Thai Baht (about $US8) per night.  It was also in Kanchanaburi that we were first witness to the darker side of Thailand.  The bars seemed to be filled with older Western men enjoying the company (hourly, daily or weekly rentals available) of very young Thai (usually not actually Thai) women.  As simple as it is to travel in Thailand, and to be hypnotised by the smiling faces and friendly people, it is easy to forget that a much darker, less desirable side exists.  Corruption through all levels of government and officialdom are rife, nothing gets moved, built, sold or bought without the say so of the mafia, whilst people smuggling and prostitution are a common struggle of life here.  As much as Thailand undeniably has to offer to tourists, the prospects for a large portion of the population are much less rosy, poverty is widespread, and human rights are often just a foreign word, not something to protect the people.

Relaxed and recovered, we left Kanchanaburi (Februry 16th) and its full assortment of tourists, and headed again south towards Phetchaburi, 135km away.  For the majority of the route, we could stick to smaller, quieter roads, passing little villages and ornate temples, occasionally large Chinese cemeteries, alongside canals and once even getting caught in cow “peak hour”, as a villager led his herd home along a dirt road.  A couple of serves (each) of delicious Pad Thai at a roadside stall gave us the energy to reach Phetchaburi around mid-afternoon.

Phetchaburi overflows with a collection of beautifully detailed Buddhist temples and is adorned with an imposing palace perched high on the hill looking over the town.  Groups of monkeys spread around the park at the base of palace add a touch of entertainment (or frustration or terror).  The different families of monkeys work together as gangs, being responsible for, and where necessary violently protecting their own kingdoms.  Time always seems to pass so quickly, when we’re enchanted by the performance of the monkeys going about their business.

Another early start to the day

Another early start to the day

Deserted beaches

Deserted beaches

Early the following morning (January 17th) we set off with unloaded bikes to visit a cave temple filled with Buddhist statues, close to Phetchaburi.  Again here, monkey gangs roamed about, hunting unsuspecting victims carrying food and drinks, waiting for the next load of tourists to step out of their bus.  Upon re-emerging from the cave temple, a group of monkeys were clambering over a pair of now upturned bicycles belonging to two other unfortunate cyclists we’d met in the cave, chewing away at the seats and tires, and jumping from one wheel to the next.  Luckily we’d tied our bikes securely to a pole a little further away from the cave entrance, and for reasons unknown to us, the monkeys had left our bikes alone.

After returning to the guesthouse to retrieve our things, we were then back on the road.  25 kilometers later we reached the seaside, and saw the ocean for the first time since Macau, 3 months earlier.  An ice coffee in the sea breeze topped up our energy levels and we spent the rest of the day following the coastline south, sometimes unavoidably on busy roads but wherever possible on quiet roads along the sea.  We spent the evening in the overdeveloped holiday town of Hua Hin, but enjoyed wandering around the narrow alleys and sampling our way through the night market there.

More coastal roads the next day (January 18th) brought us to the quiet, windswept seaside town of Prachuap Khiri Khan.  A small guesthouse opposite the seaside promenade offered us shelter for the night, and following a delicious fish curry lunch, we wandered along the promenade enjoying the views of the craggy islands dotted across the horizon.  Towards evening we headed up to a temple perched atop a hill overlooking the town and encompassing bay and watched us the sun slowly set, the sky changing through a rainbow of colours.  Monkeys also slowly made their way up to the peak, seeking shelter for the evening, although unlike in Pretchapuri, they were a little friendlier and less aggressive here.  An endless night market spread out along the promenade offered us all we needed, and more, for another tasty Thai dinner.

Sweet, juicy, delicious and oh so cheap

Sweet, juicy, delicious and oh so cheap

Energy food on the road

Energy food on the road

Thanks to the strong northeasterly winds coming out of China during winter, we’d usually managed to have 100km covered around midday, leaving us the afternoon to relax and enjoy our time at the beach.  The strong winds made swimming and sunbathing less practical, but we enjoyed the spare time we had reading, eating and wandering along the empty east coast beaches.  We found charming beachside bungalows at the small seaside villages of Ban Saphan (Janury 20th) and Hat Thung Wua Laen (January 21st/22nd) and spent our last evening before reaching Phuket in Phang Nga (January 24rd).  The relaxing tempo during the preceding week, meant that we felt like we were in “holiday mode”, but we were equally excited at the prospect of a proper break.

Another early start (January 25th) to beat the heat had us crossing the Sarasin Bridge onto Phuket Island late morning before finally arriving at Bang Thao beach just after lunchtime.  Now it was really time for our holiday to begin.  Seeing my uncle, (Bruce, who lives in Phuket with his wife, Mei) again after 3 years is something to look forward to, and Nina’s sister, Jana, is also coming to visit for a few weeks to escape the cold winter of Switzerland.  The reunion with Bruce will have to wait a few days, since he’s away on business, but in the meantime, we’ve been given free reign over his luxurious apartment, complete with tennis court, swimming pool and million-dollar sunset view from the balcony.  Life is too good – maybe we’ll never want to leave.

Christmas cheer, New Year and Buddhas

Weihnachten, Neujahr und Buddhas

Photo gallery

(English below)

Auch wenn etwas spät, wünschen wir allen unseren Lieben und Mitlesenden einen schwungvollen Start ins neue Jahr! Vielen Dank auch für die lieben Wünsche aus der ganzen Welt, die unterstützenden und motivierenden Worte, die uns stets neue Energie schenken, unsere Beine stärken und uns auch immer wieder gern an Zuhause denken lassen.

2013 war für uns ein ganz besonderes Jahr voller grösserer und kleinerer Ereignisse, ein Jahr der Zweisamkeit, ein Glücksjahr: Jeder einzelne Morgen war ein Start ins Ungewisse, jeder Tag mit Abenteuern und warmen Begegnungen ausgefüllt, jeder Abend ein Moment des Ankommens und der Dankbarkeit, jede Nacht ein Ausruhen in stets tiefstem Schlaf. Wir freuen uns auf die Reisemonate im neuen Jahr ebenso wie auf den Alltag, zu dem wir mitte Mai heimkehren – auch 2014 wird spannend!

Green and mountains south of Luang Prabang

Green and mountains south of Luang Prabang

Interesting delivery methods

Interesting delivery methods

Sunset from Kiewkacham

Sunset from Kiewkacham

High above the clouds

High above the clouds

Die letzten paar Tage im 2013 verbrachen wir in Laos – erst im bergigen Norden, später im flachen Mekongdelta. Wir verliessen Luang Prabang am 17. Dezember Richtung Vang Vieng und bereisten eine der landschaftlich schönsten, körperlich aber anstrengendsten Gegenden unserer bisherigen Reise. Die Steigungen waren schweisstreibend, die Ausblicke auf Hügel, Berge, Dschungel und später Karstfelsen eindrücklich, die Abfahrten Momente purer Freiheit und vollkommenen Glücks. Am 17. Dezember erklimmten wir gesamthaft 2200 Höhenmeter – ein neuer Rekord. Die erste Nacht verbrachten wir in Kiewkachan, wo wir auf 1400 m.ü.M., hoch über allen Hügeln, einen stimmungsvollen Sonnenuntergang bewunderten und den Tag mit den Tourenfahrenden Rob und Francisca aus Holland ausklingen liessen. Von zwei langen Tagen erschöpft, erreichten wir am 18. Dezember einfache, als Bungalows dienende Holzhütten an einer warmen, auf den ersten Blick verlassenen Quelle, in der wir kurz darauf unsere müden Beine ausstreckten und die uns umrundenden Karstfelsen bewunderten. Während wir die Wärme des Wassers genossen, gesellten sich immer mehr Dorfbewohner hinzu und verwandelten die Quelle in ein gemeinsames Badezimmer: Schulkinder warfen sich spielend Plastiksandalen zu, Erwachsene seiften sich, schrubbten Füsse, putzten Zähne, wuschen Haare, füllten ihre Trinkflaschen auf oder erledigten gleich die ganze Wäsche. Die Quelle war nicht ganz so verlassen und damit sicherlich auch nicht so sauber, wie wir das zuerst angenommen hatten und so blieben wir nur noch paar Minuten sitzen, schauten diesem gemeinschaftlichen Baden, Spielen und Waschen zu und zogen uns schon bald darauf in unser kleines Hüttchen zurück.

Am 19. Dezember erreichten wir die in eine eindrückliche Karstlandschaft eingebettete Touristendestination Vang Vieng, die bis vor Kurzem noch eine Art Abenteuerspielplatz für Backpacker-Ballermann-Touristen war: Tausende junge Leute reisten hierhin, um sich im Rausch auf Traktorenreifen den Fluss “ Nam Song” runter treiben zu lassen, sich an Seilen übers Wasser zu schwingen und zu hämmernden Bässen Tag um Tag in Wasser und am Ufer durchzufeiern. Der Ruf einer neuen Party-Mekka ging um die Welt, es wurde hier von Jahr zu Jahr exzessiver gefeiert, bis sich die Drogen- und Unfalltoten zu sehr zu häufen begannen (Offizielle Zahlen fürs Jahr 2011: 27 Tote. Nach inoffiziellen Zahlen sollen es weitaus mehr sein). Vor einem Jahr hat die Regierung die meisten Bars schliessen lassen, so dass wir Vang Vieng als ruhige Touristendestination ohne viel Bumbum kennenlernten. Wir ruhten uns zwei Tage lang aus, bewunderten Sonnenuntergänge, kurvten auf einem Motorrad durch die Karstgegend, erkundeten labyrinthähnliche Höhlen und verausgabten uns bei europäischem Essen – so gerne wir auch immer wieder regionals Essen ausprobieren, so sehr freuen wir uns ab und zu auch über eine einfache Pizza. Dies ganz besonders in Laos, dessen simple Küche im Gegensatz zu China keine all zu grosse Vielfalt bietet und stets aus Klebereis oder einer Nudelsuppe (“Fö”) mit oft undefinierbarem Fleisch, immer aber Büffelhaut, besteht.

On the way to Vang Vieng

On the way to Vang Vieng

Heading towards Vang Vieng

Heading towards Vang Vieng

Wir verliessen Vang Vieng am 22. Dezember und damit auch die Berge, kamen auf Hauptstrassen schnell voran und erreichten tags darauf die Hauptstadt von Laos, Vientiane, wo wir die Weihnachtstage verbrachten. Auch hier genossen wir Pizzas und zu Weihnachten sogar ein mehrgängiges französisches Menü, schauten uns Tempel und Buddhas an, wobei der “Xieng Khuan Buddha Park” mit seinen über 200 teils bizarren hinduistischen sowie buddhistischen Steinfiguren besonders eindrücklich ist, und bewunderten an der Promenade Vientianes rosa Sonnenuntergänge.

Besuchenswert ist auch die Ausstellung von “COPE (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise)”, eine gemeinnützige Organisation, die Menschen mit körperlichen Schäden medizinisch und mental unterstützt, insbesondere indem sie ihnen unentgeltlich Prothesen zukommen lässt oder ihnen Zukunftsperspektiven bietet. Der grösste Teil der Patienten und Patientinnen sind Menschen, die auf scharfe Munitionsreste gestossen sind und bei deren Explosion Beine, Hände, Arme oder das Augenlicht verloren haben. Laos ist denn auch das meist bombardierte Land der Welt. Doch wie kann das sein, in welchen Krieg war Laos überhaupt verwickelt? Die USA warfen von 1964 bis 1973 (also neun Jahre lang!) rund zwei Millionen Tonnen Bomben (durchschnittlich alle 8 Minuten eine Bombe!) über Laos ab, um Handelswege zur “Nationalen Befreiungsbewegung Südvietnams” abzuschneiden. Einen offiziellen Krieg in Laos gab es also nie, umso schockierender sind die Zahlen: 30% der Bomben explodierten nicht, so dass nach dem Ende des geheimen Krieges geschätzte achtzig Millionen Blindgänger liegen blieben, die für die laotische Bevölkerung nach wie vor eine enorme Bedrohung darstellen. Bisher konnte knapp 1 Prozent der betroffenen Gebiete von Blindgängern befreit werden und so ereignet sich in Laos im Durchschnitt noch heute alle drei Tage ein Unfall mit Blindgängern, wobei die Opfer meist Kinder sind. Merkwürdigerweise lässt die laotische Bevölkerung keinerlei Amerikafeindlichkeit erkennen. Ich frage mich, wie viel Wiedergutmachung geleistet wird und wenn ja, ob überhaupt etwas davon an die Zivilbevölkerung fliesst. So geheim der Krieg geführt wurde, so unklar bleiben auch heute noch viele Einzelheiten. Laut der NGO “Legacy of War” sollen die Vereinigten Staaten für ihren geheimen Krieg in Laos mehr als 13 Millionen US Dollar täglich ausgegeben haben, während an die Minenräumungen bisher bloss 3 Millionen US Dollar aus der amerikanischen Staatskasse geflossen sind.

Song River (Nam Song)

Song River (Nam Song)

Vang Vieng

Vang Vieng

Boats on the Song River

Boats on the Song River

Sunset in Vang Vieng

Sunset in Vang Vieng

Limestone karst, Vang Vieng

Limestone karst, Vang Vieng

The start of the Vang Vieng Grand Prix

The start of the Vang Vieng Grand Prix

A reclining Buddha in a cave, Vang Vieng

A reclining Buddha in a cave, Vang Vieng

Messing about in a cave

Messing about in a cave

Huge cave system

Huge cave system

Song River

Song River

Delicious French dinner

Delicious French dinner

Nach unserer Pause in Vientiane reisten wir während fünf Tagen (26. bis 30. Dezember) auf der Hautpstrasse Richtung Südosten. Die Strecke war eben, die Umgebung bestand aus Wäldern und abgeernteten Reisfeldern und hie und da bot sich ein Blick auf den Mekongfluss. Wir kamen schnell voran, doch die Fahrt selbst war etwas monoton. Highlights waren die lebendigen, wenn auch simplen Dorfmärkte, die Kinder, die uns schon von weitem mit einem fröhlichen “Sabaidee” begrüssten und mit ihrem Strahlen die ganze Welt zu verzaubern schienen, die goldenen Tempel in jedem Dorf, der laotische Kaffee, der aus 3 Schlücken stärkster Kaffeebrühe und ebenso vielen Schlücken Kondensmilch besteht, und das abendliche Bier mit Isabella und Pete, einem deutsch-australischen Radlerpaar, das wir zufälligerweise jeden Abend wiedersahen.

Am 30. Dezember erreichten wir Savannakhet, die mit 120’000 Einwohnerinnen und Einwohnern zweitgrösste, jedoch ziemlich verschlafene Stadt des Landes, bekannt für ihre französische Kolonialarchitektur, die langsam am Zerfallen ist. Hier schlenderten wir durch die Gassen, organisierten paar Dinge, schrieben und lasen ein wenig und trafen uns ein letztes Mal mit Isabella und Pete. In einem Restaurant führte uns ein junger Kellner und Student, der sich mit uns in Englisch übte, erneut all zu deutlich vor Augen, wie arm ein grosser Teil der Bevölkerung ist: Seit drei Jahren wohnt er bei Verwandten, um in Savannakhet studieren zu können. Seine Familie lebt in der Nähe von Luang Prabang, d.h. etwa 800 Kilometer nördlich von Savannakhet. Eine Busreise dahin dauert mindestens 15 Stunden und kostet rund 20 Franken. Da die Heimreise für ihn zu teuer ist und einen Lohnausfall bedeuten würde, hat der junge Mann seine Familie seit drei Jahren nicht mehr gesehen!

In Savannakhet feierten wir auch Silvester und schafften es – entgegen unserem Radlerrythmus – sogar, bis kurz nach Mitternacht wach zu bleiben. So unspektakulär unser Jahreswechsel auch war, so festlich gestaltete sich der erste Tag im neuen Jahr: Wir radelten auf Nebenstrassen dem Fluss Mekong entlang, reisten durch kleine Dörfer, wo die Menschen – Kinder, Grosseltern, Frauen, Männer –  zur Feier des neuen Jahres schon frühmorgens laute Musik (laotischer Reggae) spielen liessen, tanzten, schlemmten und uns alle zum Mitfeiern einladen wollten. Die lockere Atmosphäre, das Lachen, die Unbekümmertheit der Menschen waren so ansteckend, dass wir uns ab und zu auf einen Schluck Bier oder Laolao (laotischer Reisschnaps) überreden liessen und selbst voller Leichtigkeit ins neue Jahr starteten. Welch warme Begegnungen, welch fröhlicher Tag!

Am 2. Januar wechselten wir wieder auf die Hauptstrasse, die Strecke wurde wieder etwas monotoner, wir übernachteten in einem einfachen Hotel in Kongsedong und erreichten am 3. Januar, kurz vor Mittag, das Städtchen Pakse, unser letztes Ziel in Laos. Hier mieteten wir am 4. Januar ein Motorrad, um die alte Khmertempelanlage Wat Phou Champasak, die an den kambodschanischen Angkor Wat erinnert und seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, zu besichtigen.

Pakse ist das Tor zur fruchtbaren Bolevan-Hochebene sowie den vielen kleinen Mekonginseln (“4’000 islands”) – beides hätten wir sehr gerne noch bereist. Da unser Laosvisum am 6. Januar ablief, blieb uns jedoch keine Zeit, das südliche Laos weiter zu erkunden. Wir hoffen deshalb, eines Tages zurückzukehren – Menschen und Land haben auch uns verzaubert.

Christmas cheer, New Year and Buddhas

A little belatedly we like to wish everyone a rolling start in the New Year, 365 days devoid of punctures, rollicking tailwinds and smooth roads.  Thanks for all of the wonderful support and kind comments throughout last year, which always topped up our energy levels and helped to propel us along.

2013 was an incredibly special year for us, a year more or less just the two of us, every morning a start into the unknown, every day new adventures and warm encounters, every evening an arrival somewhere and the gratefulness to have arrived, and every night a deep restful sleep.  We’re immensely excited about what’s in store during the next five months of travel and both finally getting to see our family and friends again – 2014 also has lots in store for us.

The last few days of 2013 were spent in Laos, at first in the mountainous north, and later in the much flatter Mekong delta.  Under clear skies, we bid Luang Prabang farewell (December 17th) and headed further south.  The road led us through not only some of the most picturesque scenery of our entire trip, but almost some of the most physically challenging.  Two long, long, long ascents had sweat streaming down our cheeks, the views over the hills, mountains, jungles, forests, and later karst formations were awe-inspiring, and the long, gentle, winding descents were moments of freedom and pure bliss, surrounded completely and unendingly by green.  On this first day out of Luang Prabang, upon reaching our destination for the night in Kiewkacham, we’d climbed a total of 2200m for the day, a new record for us – more even than the hills of Eastern Turkey, or Kyrgyzstan, or Yunnan in China could throw in our path.  Perched at an altitude of 1400m, with a wide panoramic view over the encompassing landscape, cold Beer Lao in hand, we watched as the light seeped out of the day, offering us a stunning sunset, filled with all the intensity the sun could muster after a long day in the sky.  A pleasant evening with two Dutch cyclists, Francisca and Rob, who we would inadvertently bump into numerous times over the following weeks, rounded out the day, before everyone dragged himself or herself off to bed for a well-earned sleep.

Buddhas carved into the rock

Buddhas carved into the rock

Rock carvings hidden in the forest

Rock carvings hidden in the forest

Another long day, beautifully similar to the one previous yet only slightly less challenging terrain-wise, left us feeling a little leg-weary.  When we came across an inviting roadside sign titled “Hot Springs Resort”, it was with little hesitation that we called it a day, located the housekeeper to check in, then set off to familiarise ourselves with the hot springs visible from our bungalow.  Just to keep things in perspective, not that anybody starts thinking we’re spending all of our time swooning our ways from one luxurious 5-star retreat to the next, the bungalow was little more than a wooden garden shed complete with cold shower, whilst the hot springs consisted of a large shallow half cement half mud basin filled with hot mineral water cascading over rocks out of the nearby hillside.  For four heavy, tired legs though, it was pure bliss.  We scrambled eagerly into the water, lay down, and didn’t move for the following hour, with what proceeded to transpire around us leaving us thoroughly entertained.

With the day coming to an end, we found ourselves at the epicentre of the local village.  School-uniformed children arrived in groups, dumped their books, stripped off and plunged into the water, sending shrieks of laughter echoing around the hillside, men washed the dust and sweat of a hard days toil in the fields from their lithe bodies, women wrapped in sarongs expertly scrubbed every inch of skin from head to toe, teeth were brushed with toothpaste, hair washed with shampoo, bodies cleaned with soap, occasionally someone arrived with the family’s washing and scrubbed away, rinsing the now clean clothes in the warm water, and people arrived by car or motorbike to fill water bottles direct from the spring.  As much as we were entertained by everything going on around us, the local people found our presence equally interesting.  A few shy “saibaidees” were sent our way, occasionally someone paddled over towards us for a closer look, but all in all everyone was busy enjoying the endless possibilities of their own thermal pool.

Vientiane's own Arc de Triomphe

Vientiane’s own Arc de Triomphe

Sunset on the Mekong, Vientiane

Sunset on the Mekong, Vientiane

Vientiane

Vientiane

Another reclining Buddha

Another reclining Buddha

Vientiane

Vientiane

Feeling rejuvenated after our “Hot Springs Resort”, we continued along Route 13 the next day (December 19th) towards Vang Vieng, the mountainous landscape giving way to karst scenery, where the roads also flattened out, allowing us to make good progress.

Until about two years ago, Vang Vieng’s reputation on the backpacker circuit preceded itself, but mainly for the wrong reasons.  Set amidst stunning scenery on the banks of the Song River (Nam Song), the previously quiet town was slowly drowning in a sea of drug and alcohol-fuelled sexually-charged binge sessions, courtesy of the exponentially increasing swarm of partygoers descending upon it every year.  Common practice was to procure an inflated tractor tire, then float down the Nam Song getting as ragingly blind drunk as physically possible by frequently stopping at the many hastily erected riverside bars to quench one’s thirst.  Giant water slides and gravity-defying rope swings added to the excitement, and in combination resulted in at least 27 official deaths in 2011 (unofficially probably more).  A large crackdown by the authorities has meant that almost overnight all of the riverside bars were demolished, and the hedonistic mist permeating the air slowly dispersed.  Rows of empty restaurants and guesthouses now line the streets, silent reminders of the “golden years”.  Lacking the intoxicated open-walleted tourists of yesteryear, Vang Vieng is slowly trying to reinvent itself as an adventure purists haven, offering kayaking, rock climbing, mountain biking, and of course, tubing, just in a more relaxed and inoffensive style.

Two days in Vang Vieng (December 20th/21st) gave us time to rent a motorbike and explore some of the stunning limestone karst landscape, scramble through endless cave systems, savour mindblowing sunsets during happy hour overlooking the Song River, enjoy the odd pizza or Boeuf Bourguignon with a glass of wine, courtesy of some newly opened French-run restaurants, and most importantly give myself time to recover from a stomach bug which had slightly incapacitated me through the mountains since leaving Luang Prabang.

Fully recovered after our rest we hit the mainly flat road again, and two days later arrived early afternoon in Vientiane (December 23rd), the capital city of Laos.  A short detour north of Vientiane from Route 13 along logging tracks led us to a peaceful sheltered forest secretly hiding Buddhas impressively carved into the cliff face.  An infestation of aggressive mosquitos meant that we were quickly on our way again, as soon as the obligatory photos had been taken.

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

Xieng Khuan Buddha Park

With Christmas fast approaching, we decided that Vientiane might offer some chance of typical fare, and us such decided to stay for a few days (December 23rd – 25th).  What we found was a lively, buzzing town situated on the banks of the Mekong River, filled with temples and Buddhas.  A short day trip brought us to the “Xieng Khuan Buddha Park”.  Started in 1958 by Luang Pu Bunleua Sulilat, a Lao priest-shaman, the park consists of over 200 Hindu and Buddhist statues, including humans, gods, animals and demons, incredibly ornate, some downright bizarre.  The open mouth of a 3-metre high demon head serves as the entrance to a three level sculpture representing hell, earth and heaven whilst an enormous 120-metre long reclining Buddha lies peacefully nearby.  The sheer array and imaginativeness of the sculptures made the bumpy journey there and back well worth the effort.

Sunset viewing and people watching on the promenade next to the Mekong quickly became part of our daily routine – night markets, group aerobic classes, cyclists, joggers, families walking their children and dogs, even one guy unexplainably standing in full “paragliding” outfit, waiting for a very strong gust of wind maybe?

Christmas lunch consisted of the menu du jour at a French restaurant around the corner from our guesthouse.  A delicious meal of fresh salad, marinated duck, pasta and mixed vegetables, followed by lemon tart and washed down with a glass of red wine made for a memorable day, certainly unlike any Christmas previously.

Something that both impressed and saddened us in Vientiane was the COPE Centre (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise).  It is a local not-for-profit organisation that works in partnership with the Laos National Rehabilitation Centre to provide access to orthotic/prosthetic devices and rehabilitation services.  The aim of the enterprise is to become a locally-staffed organisation that covers the cost of mobility devices and rehabilitation for people in Laos who cannot afford it.  The majority of the people requiring such services are those disfigured or disabled as the result of injuries sustained from unexploded ordnances (UXOs), which Laos is still littered with.

Inquisitive children

Inquisitive children

Monk transport

Monk transport

Energy-filled Lao coffee (with an inch of condensed milk)

Energy-filled Lao coffee (with an inch of condensed milk)

There's always room for another person

There’s always room for another person

On the way to work

On the way to work

Roadside fun

Roadside fun

Wary looks

Wary looks

Between 1964 and 1973, as part of the Secret War operation conducted during the Vietnam War, the US military dropped 260 millions cluster bombs (over 2.5 millions tons of ammunition) on Laos over the course of 580,000 bombing missions.  This is equivalent to a planeload of bombs being dropped on Laos every 8 minutes during the course of 9 long years, which equates to more than all of the bombs dropped on Europe during the entirety of WWII, and give Laos the unfortunate distinction of being the most heavily bombed country in history.

Over 30 percent of the bombs dropped failed to detonate, which now leaves almost 80 million unexploded bombs littering rice fields, villages, school grounds, roads and other populated areas, massively hindering development and poverty reduction.  Frighteningly, to date less than 1 percent of the affected land has been cleared.  There continues to be 100 new casualties per year and many more injuries, almost half being children, as a result of the remaining UXOs.  According to the non-profit organisation “Legacy of War”, the US spent over US$13 million per day for nine years bombing Laos, but during the last 20 years, has spent on average just US$3 million per year helping with UXO clearance.

The COPE Centre has an incredibly informative visitor centre detailing the last 50 years in Laos, the victims of the past, the repercussions for the future, and the initiatives making a difference for the people affected by UXOs today.  Thoroughly touching, mostly heart breaking, often infuriating, it tells the stories of the otherwise unheard victims whose lives have been irrevocably changed.  All this too, in a country that remained neutral during the Vietnam War.  Who exactly pays the highest price for liberty and freedom?

Following our Christmas festivities in Vientiane we got back onto the Route 13 and continued south (December 26th – 30th).  The next five days were flat, flat and flatter, the countryside consisted of dry forests, grasslands and harvested rice fields, and occasionally the road brought us near enough that we could see the mighty Mekong meandering its way south.  Despite the headwind, we made good ground and averaged over 100km per day, without raising too much of a sweat or having to sit too long in the saddle each day.  Although the route was a little monotonous, endless children greeting us from the roadside with smiles from ear to ear that were enough to melt one’s heart and waving with all their might, meant that we enjoyed our time immensely.  Every village was adorned with a shimmering golden temple and freshly brewed thick, strong Lao coffee reenergised us at every break.  With a somewhat synchronised cycling routine as us, we found ourselves most evenings in the company of Pete and Isabella (an Aussie-German couple) also heading south, enjoying a beer and dinner, and swapping notes from another day of cycling.

After almost 500km along the Mekong we reached Savannakhet (December 30th), the second largest city in Laos with a population of 120,000.  Although today it seems little more than a sleepy village, scattered throughout the town are numerous buildings dating from the French colonial period, evidence of its past as an important trading port on the Mekong.

A chance encounter with a young Lao student working in a bar, once again reminded us of how fortunate we are to be able to go on a year long bike ride, and how where you’re born has so much bearing on what opportunities are afforded to you in life.  He approached us just wanting to practise his English, and seemed happy to sit with us and chat a while.  He’d moved the 800km south to Savannakhet from a small village near to Luang Prabang three years earlier to live with relatives, so that he could study journalism.  With the 15 hour bus ride back home costing around US$20, at no stage since he’d moved, had he been able to afford this expense, despite working part-time, and as such hadn’t seen his family in three years!

We had a day of rest and relaxation (December 31st), lunch for the last time with Pete and Isabella before heading our separate ways, then finally, struggling to stay awake after almost a year of early mornings and early nights, just managed to see the arrival of the New Year.

Entrance to Wat Phou Champasak

Entrance to Wat Phou Champasak

Wat Phou Champasak

Wat Phou Champasak

Wat Phou Champasak

Wat Phou Champasak

Our first day of 2014 (January 1st) began like many others from the previous year, up early, breakfast, then on to the bikes and off pedalling. Along the way it became apparent that the Lao people hadn’t stopped celebrating from the night before.  Passing through otherwise quiet villages, we were bombarded with ear-splitting music pulsating from man-sized speakers, accosted on the street by dancing locals offering us food, beer, lao lao (a local whisky), and occasionally almost physically dragged into the roadside festivities.  Every second household seemed to possess a karaoke system, and there seemed no end in sight of participants willing to impress with their vocal skills.  Such a festive atmosphere surrounded us the whole day, making riding a pleasure.

Another three days of riding along the Mekong saw us arrive in Pakse around lunchtime (January 3rd), for what was to be our last town in Laos.  The next day (January 4th) we rented a motorbike and made the 80km round trip to visit Wat Phou Champasak, a ruined Khmer temple complex listed as a UNESCO World Heritage Site since 2001.  Crumbling ruins climbing up the side of a hill only hint at the former glory of the site.

Although offering little in the way of tourism itself, Pakse is the starting point for many forays further east and south into Laos.  To the east, lay the fertile lands of the Bolaven Plateau with its numerous waterfalls, untouched forests and coffee plantations and further south Si Phan Don (The 4000 Islands), a riverine archipelago in the Mekong River.  Unfortunately our visa was quickly running out, as such meaning it was time to leave Laos and add these places to the ever-expanding list of “places we want to go”.  All that was left to be done (January 5th) was to take the road the last 40km west towards the Thai border, say goodbye Laos, and head into a new unknown.

The total greenness of northern Laos

Photo gallery

(English see below)

Von China nach Laos – schon unser fünfzehnter Grenzübergang und noch immer ein Moment der Spannung, der Ungewissheit, des Bedauerns, schon wieder ein Land hinter uns zu lassen, gleichzeitig aber auch der Aufregung, Vorfreude und der neuen Energie.

Ban Na Thuey, Laos

Ban Na Thuey, Laos

Monday morning flag raising ceremony - aahh, the memories!!

Monday morning flag raising ceremony – aahh, the memories!!

Village market

Village market

Auch diesmal klappte alles problemlos. Das Laosvisum wurde uns am frühen Nachmittag (8. Dezember) direkt an der Grenze ausgestellt, woraufhin wir – um einen Stempel im Pass reicher, dafür 27 US Dollar ärmer – voller Spannung unsere ersten paar Kilometer auf laotischen Strassen zurücklegten. Wie kurz zuvor in China radelten wir erst auf einer wenig befahrenen Strasse durch dschungelähnliches Grün – noch konnten wir keine grossen Unterschiede zwischen den beiden Ländern ausmachen. Es war die erste laotische Ortschaft, Ban Na Theuy, 20 Kilometer südlich der Grenze, die einfachen Holzhütten mit Stroh- oder Wellblechdächern, die all zu jungen Mütter sowie die spärlich beladenen Marktstände, die uns in einer neuen Welt und damit sicherlich nicht mehr im aufstrebenden China wissen liessen. Unser erster Eindruck war der eines armen Landes.

Laos zählt denn auch zu der Gruppe der “Least Developed Countries”: Ungefähr drei Viertel seiner EinwohnerInnen müssen mit weniger als 2 US Dollar am Tag auskommen. Die Mehrheit der laotischen Familien lebt von der Landwirtschaft, wobei grosse Teile des Landes und ganz besonders der bergige Norden von ethnischen Minderheiten bewohnt wird, deren Lebensstil sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum geändert hat und nach wie vor durch Jagd- und Sammlertätigkeit geprägt ist. Viele Bergdörfer sind nicht über Strassen erreichbar, was auch den Zugang zu Märkten, Spitälern oder Schulen erschwert oder gar verunmöglicht.

Udomxai

Udomxai

Udomxai

Udomxai

Für die meisten Touristen ist diese Armut nicht ganz so deutlich sichtbar. In ein Dorf wie Ban Nah Theuy verirrt sich ausser der paar Fahrradtouristen wohl kaum jemand und Touristendestinationen wie Luang Prabang oder Vang Vieng bieten alles, was das europäische Herz begehrt: Geldautomaten, WiFi, Marktstände mit Textilwaren zu Teifstpreisen, bequeme Betten, warme Duschen, Fruchtshakes, europäisches Frühstück, Pizzas und Massagen. Der Gegensatz zwischen dem Leben der konsumorientierten Touristen – auch wir gehören dazu – und demjenigen der meisten Menschen vor Ort könnte grösser nicht sein.

Zurück zum Start: Am 8. Dezember, gegen Abend, erreichten wir Ban Nah Theuy, wo wir eine einfache Pension fanden, uns auf dem Markt paar bräunlich-schrumpelige Äpfel kauften und den Tag auf der Terrasse eines simplen Restaurants ausklingen liessen. Wir schauten zu, wie sich Schulkinder fröhlich plaudernd auf den Heimweg machten, kaum erwachsene Mädchen von anstrengendster Feldarbeit heimkehrten oder ältere Frauen einen mit Holz beladenen Karren hinter sich herzogen. Trotz der teils harten Arbeit lag eine ansteckende Gelassenheit in der Luft – von der chinesischen Alltagshektik nichts mehr zu spüren.

Die kommenden zwei Tage (9. und 10. Dezember) führten uns via Udomxai, wo wir uns einen Tempel anschauten und einen gemütlichen Abend verbrachten, über einige Pässe, durch noch ärmer ausschauende Dörfer und durch grüne, einst mit Dschungel bewaldete Gegenden. In jedem Dorf wurden wir von uns enthusiastisch zuwinkenden Kindern mit einem herzlichen “Sabaidee” (hallo) begrüsst, Schuljungen begleiteten uns auf ihrem Fahrrad und wir staunten einmal mehr über die Freundlichkeit, die uns als AusländerIn auch in Laos entgegen gebracht wird.

Foggy start to the morning

Foggy start to the morning

Hillside village

Hillside village

Laos gilt nicht nur für Backpacker als Lieblingsdestination, sondern auch für Fahrradtouristen. So kam es, dass wir an einem einzigen Tag (10. Dezember) zehn weiteren Tourenfahrenden begegneten und nach viel Small Talk am Strassenrand, teils ungeteerten Strassen sowie paar anstrengenden Steigungen durch den bergigen Norden erst am Abend, als es schon dunkel war, völlig erschöpft in Nong Khiaw eintrafen. Nong Khiaw ist ein kleines Dorf am Fluss Nam Ou, in eine eindrückliche Karstlandschaft eingebettet und mit zahlreichen Bungalows und Restaurants ausgestattet – hier gönnten wir uns zwei Tage Pause (11. und 12. Dezember), ohne besonders viel zu unternehmen: Wir faulenzten in der Hängematte vor unserem Bungalow, spazierten durchs Dorf und paar Hügel hoch, wo sich eindrückliche Ausblicke über Fluss und Karstlandschaft boten, genossen starken Kaffee, frisch gepresste Fruchtsäfte, köstliche Mahlzeiten und machten Ferien.

Um die Karstlandschaft auch vom Fluss aus bewundern zu können, mieteten wir uns am 13. Dezember ein Boot mitsamt Kapitän und tuckerten gemächlich den Fluss Ou runter. Trotz Regens genossen wir die Sicht auf Karstfelsen, Dschungel und einfachste Fischerdörfchen, deren einzige Verbindung zur Aussenwelt der Fluss ist. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir eine grosse Baustelle – hier soll ein weiterer Staudamm zur Elektrizitätsgewinnung entstehen. Ein Grossteil seiner immensen Reserven an Wasserkraft ist zwar noch ungenutzt, doch sind in den letzten Jahren dutzende Dämme gebaut worden, so dass Laos schon heute weite Teile des Nachbarlandes Thailands mit Strom versorgt. Nebst der grossen Rohstoffgewinnung (z.B. Kupfer) trägt dieser Stromexport zu einem immensen Wirtschaftswachstum von Laos (in 2012 gemäss Schätzungen der Weltbank: 8%) bei, der allerdings in einem Widerspruch zur weit verbreiteten Armut in der Bevölkerung steht. Es überrascht damit auch nicht, dass Laos in dem von “Transparency International” erstellten Korruptionsindex einen der hintersten Plätze einnimmt.

Nong Khiaw

Nong Khiaw

Nong Khiaw

Nong Khiaw

Ou River, Nong Khiaw

Ou River, Nong Khiaw

Relaxing along the Ou River

Relaxing along the Ou River

Nong Khiaw

Nong Khiaw

Public transport, Ou River

Public transport, Ou River

Am Staudamm angekommen, trafen wir einen jungen Mann aus Luang Prabang, der seine Familie in einem kleinen Fischerdorf besuchen wollte. Er erzählte uns, dass seine Familie bald umgesiedelt werde, da das Dorf aufgrund des Staudammes bald schon überflutet würde. Die grösstenteils vom Fischfang lebende Familie verliert nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihren Lebensunterhalt und so steht auch hier der Wirtschaftswachstum in einem gewissen Widerspruch zum Leben der einfachen Landbevölkerung.

Dankbar für seine Offenheit verabschiedeten wir uns von diesem freundlichen jungen Mann und setzten uns wieder auf die Fahrräder. Schon nach 2 Metern waren wir vom Regen durchnässt und die Räder vom vielen Matsch unter dem Schutzblech blockiert. Falls wir irgendwie weiterkommen wollten, mussten wir die Fahrräder tragen. Nach einer Stunde harter Arbeit erreichten wir endlich eine geteerte Strasse, kratzten ein letztes Mal matschige Erde unter dem Schutzblech hervor und fuhren los, Richtung Luang Prabang, das wir nach 80 schnellen Kilometern erreichten. Wir fanden ein günstiges und doch charmantes, kleines Hotel und freuten uns, nach Nong Khiaw gleich noch mal eine Reisepause einzulegen: Die UNESCO Weltkulturerbestadt Luang Prabang hat an jeder Ecke einen Tempel zum Bewundern oder ein schmuckes Café zum Verweilen. Die französische Kolonialzeit hat den Baustil der Stadt nachhaltig geprägt und wie in Frankreich sind auch hier Baguettes und Pains au Chocolat an jeder zweiten Strassenecke zu finden. Gleichzeitig verteilen sich über dreissig buddhistische Tempel über das Stadtgebiet, Mönche in safrangelben Gewändern gehören zum alltäglichen Bild.

Ich habe Luang Prabang vor zehn Jahren schon mal besucht, doch ist die Stadt kaum mehr wiederzuerkennen. Noch immer bestimmt die Religion den Rhythmus der Stadt, noch immer herrscht eine friedliche Gelassenheit in der Luft, doch befinden sich nun mehr Touristen als Mönche auf den Strassen, wobei ich mich frage, wie gut das Neben- und Miteinander noch funktionieren kann. Etwas zwiespältig etwa liess mich die morgendliche Prozession der Mönche und Einheimischen zurück. Dabei erhalten die Mönche jeden Morgen, noch vor Sonnenaufgang, Gaben (meist Reis) aus der Bevölkerung, die im Gegenzug für die Almosen mit besonderem Glück und gutem Karma belohnt werden soll. Mittlerweile sind mehr Touristen als Mönche auf der Strasse zu sehen, wobei erstere das eigentlich spirituelle Geschehen oft hemmungslos mit Blitzlicht und aus nächster Nähe fotografieren. Etwas zwiespältig frage ich mich, ob Klöster und Mönche den wachsenden Touristenstrom noch lange verkraften können, ob Luang Prabang seinen Charme beibehalten kann. Noch jedoch hüllt das Gemisch zwischen Vertrautem und Exotischem die Stadt in eine ganz besondere Stimmung. Vielleicht nicht mehr in gleichem Masse wie vor zehn Jahren, doch für den Moment waren auch wir dem Charme dieser Stadt verfallen und genossen unsere drei Tage (14. bis 17. Dezember) unter Mönchen und Touristen sehr.

The total greenness of northern Laos

A quick, hassle free visa procured on arrival and we were standing on Lao soil (December 8th).  After fifteen border crossings, our foray into Southeast Asia had begun, the homeward stretch to some extent.  Every new country brings with it a certain degree of rejuvenation, weary legs healed with the excitement of what’s to come, exotic new flavours just waiting to jump onto the taste buds, and eyes and noses savouring the though of new sights and scents.

All buckled up and ready to set sail

All buckled up and ready to set sail

Ou River

Ou River

Off to work and school, maybe?!

Off to work and school, maybe?!

You're going nowhere

You’re going nowhere

The first twenty kilometres in Laos led us through lush, wild tropical forest, a thousand shades of green, not much different to where we’d come from in China really.  The roads were a little narrower, and a little more pot-holed, but the traffic density was noticeably lower, and early afternoon we rolled into the small village of Ban Na Theuy, found a basic guesthouse and watched the comings and goings of the town winding down for the day as the sun set, accompanied by our first Beer Lao.  We observed schoolchildren slowly making their way home upon a bike or scooter, often two or three at a time, young teenage girls gossiping after a long day working in the fields, and elderly woman carting baskets, almost as big as themselves, filled with wood for the fire.

This first village we entered gave a good indication of the differences between where we’d been (China) and where we were (Laos).  Fragile looking wooden huts complete with roofs of straw lined the street, meagrely loaded benches filled the small market, and there were children everywhere, often accompanied by questionably young mothers.  The booming economic development of China had well and truly given way to the poverty of Laos.

According to international economic research, Laos belongs in the group of “Least Developed Countries”: around one third of the population survive below the international poverty line, factored at US$1.25 per day. Although less than 5% of the land is suitable for subsistence agriculture, the majority (almost 70%) of Lao people are engaged in its practice.  There are numerous ethnic groups living throughout Laos, mainly in the mountains in the north and along the Vietnamese border, whose lifestyles have remained relatively unchanged throughout the last century, still living as hunter-gatherers.  Some of these villages are not connected by roads, just rivers or forest tracks, which makes access to markets, hospitals and schools for the inhabitants extremely difficult.

Night market, Luang Prabang

Night market, Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Depending upon where you travel in Laos, the extreme poverty is not always so obvious.  The quick dash between the tourist hotspots of Luang Prabang, Vang Vieng and Vientiane offers all of the relative luxuries craved by western tourists – Wi-Fi, warm showers, comfortable beds, ATMs, fruitshakes, continental breakfasts, pizzas, massages and textiles at ridiculously cheap prices.  The differences in lifestyle between the consumer-orientated tourists and the average Lao person could hardly be bigger.  People come for a quickly holiday to Laos, rave about how amazing it is, about how friendly the people are, how laidback it appears and yet seem to grasp no sense of how much of a struggle life is.

The next day (December 9th) led us through green, green and more green, past hilly landscapes and through poor, dusty villages to the town of Udomxai.  A constant stream of “sabaidee” greeted us at every corner, children and sometimes even their parents stopping whatever they were doing, to wave enthusiastically, smile and watch us ride by.  Schoolchildren on their way to and from school accompanied us awhile on their bikes, suddenly finding an extra gear to race past us.  An early arrival in Udomxai gave us time to wander the streets, visit a temple perched high on a hill offering stunning views over the town, and enjoy the sunset from the balcony of our guesthouse.

Not only is Laos a favourite destination for backpackers, but also for cyclists.  Beautiful scenery, relatively quiet asphalted roads, as well incredibly friendly, welcoming people make Laos a biker’s heaven.  With this in mind, even we were surprised when, within the course of one day (December 10th), we bumped into no less than ten other touring cyclists.  Usually we’d struggle to see that many in a month or more.  A day of lots of small talk, lots of long ascents and long descents, lots of dust and lots of potholes meant we arrived truly exhausted just after sunset in the village of Nong Khiaw on banks of the Ou River.  Hidden within a stunning, imposing karst landscape, we decided that our legs were crying out for a break, so we found a wooden bungalow overlooking the river, stayed for two days (December 11th/12th) and did very little.  Although the weather didn’t really cooperate, a hammock on the balcony of our bungalow, strong Lao coffee, cold Beer Lao, delicious food and banana pancakes all made for a perfect break.

To get a better look at the landscape, we decided to charter a boat (including skipper) and motor our way along the River Ou in the direction of Luang Prabang, our next destination.  Despite the constant drizzle, the stunning views of the fog-shrouded karst mountains and jungle kept us entertained throughout our two-hour journey.  Simple fishing villages were dotted along the banks of the river, connected to the outside world only through the river itself, transport of people and goods only possible by boat.

Luang Prabang

Luang Prabang

Buddhas, buddhas, everywhere

Buddhas, buddhas, everywhere

Sunset over the Mekong, Luang Prabang

Sunset over the Mekong, Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Coffee time

Coffee time

more coffee time

more coffee time

What used to be a popular tourist journey (Nong Khiaw – Luang Prabang by boat) has now been made impossible by the on-going construction of a hydroelectric dam at the lower end of the Ou River.  As such, our boat journey ended here.  We unloaded our bikes, and set off along the muddy path towards the main road.  Days of on-going rain had turned the path into a mud bath, and before we’d made it 200m, our mudguards were so completely filled with the thick, sticky stuff that we could neither ride nor push the bikes any further.  Bags were quickly removed, bike hoisted upon the shoulder and carried a further few hundred meters along the street until the gravel to mud ratio tipped back in favour of the gravel.  Another twenty minutes were spent cleaning the mud away so that the wheels would spin again, then the bags were collected and we were ready to go.  Throughout all of this, the rain seemed to get heavier and heavier, and we began to wonder whether we shouldn’t have just stayed in bed in the morning.

Around this time, a young Lao guy stopped on his scooter.  He’d travelled that morning from Luang Prabang, where we worked, and was on the way to visit his family in a riverside fishing village another 10km further down the muddy path we’d come along.  He explained to us, that his family would soon be forcibly relocated, on account of the flooding of the valley once the dam was completed.  All of the villages that we’d seen during the morning, would soon no longer exist.  The livelihood of the people living there, their existence on and survival from the river would ultimately cease.

Much of the potential economic growth for Laos lies in its untapped water resources (hydroelectricity) and natural minerals.  Without the necessary knowledge and knowhow to develop these industries themselves, Laos is at the mercy of neighbouring countries and multinational companies, all of which put their own interests of well above those of Laos.  The lack of an educated workforce means foreign labourers are also imported as required, meaning little in the way of local economic development.  As such, the long road out of poverty for the masses becomes even longer.

Back on the road, the rain intensity ebbed and flowed, until finally later in the afternoon it ceased all together, and by the time we’d made it the 80km into Luang Prabang we were finally dry again, albeit covered with a think crust of dry mud.  With an endless array of accommodation, we merely had to stand on the corner looking lost, name our price, and we were soon led in the right direction to something matching our needs and wants.  Minutes later it felt good to be standing under a steaming hot shower washing the cares away in a charming family run guesthouse knowing that another couple of rest days were in store.

Alms ceremony, Luang Prabang

Alms ceremony, Luang Prabang

Alms ceremony, Luang Prabang

Alms ceremony, Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

Luang Prabang

The UNESCO World Heritage city of Luang Prabang is filled to the brim with temples, monks and tourists.  The French colonisation of Luang Prabang during the early 20th century also left its mark, rows of colonial villas lining the streets of the old town.  French baguettes can be found around every corner, and pain au chocolat around every second.  Scattered throughout the town are over thirty Buddhist temples and monasteries, some dating originally from the 16th century.  With so many monasteries, saffron-clad monks are a common sight wandering about the town.

Every morning at sunrise, hundreds of barefooted monks walk in procession through the streets accepting alms (usually small handfuls of sticky rice) offered by pious local residents.  It’s a quiet, meditative ceremony through which monks demonstrate their vows of poverty and humility while lay Buddhists gain spiritual merit by the act of respectful giving.  In recent years, touts and tourists have hijacked the innocence of this ceremony, the former looking to make a quick buck selling cheap rice and the latter seemingly intent on acquiring little more than a new Facebook photo.  The etiquette, or mainly lack of, shown by tourists has turned the alms procession into something resembling more of a circus.  Constant inconsiderate flash photography an arms length away from monks going about the ritual that begins their day detracts somewhat from the solemnness of the ceremony.  If things continue to develop how they have been, the monks will become a small sideshow to the masses of tourists.  The alms procession contributes to the beauty and wonder of Luang Prabang, yet might also bring about its demise.

Three days (December 14th-16th) relaxing in Luang Prabang recharged the batteries, gave the lingering rain a chance to pass, and had us looking forward to getting back on the road.  A toe curling traditional Lao massage courtesy of a Lao woman with fingers like iron scared the knots, accumulated over the last 9 months of riding, out of my muscles and left a slight residual stabbing pain in my carves – something to look forward to (or maybe dread) back on the bike the next day I suppose.